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Buchtipp: Jens Brüggemann «Moderne erotische Digital-Fotografie»
Jens Brüggemann gehört zu den bekanntesten Akt- und Erotikfotografen. Schon die erste Auflage dieses Buches war vor vier Jahren ein Renner, und die Neuauflage steht diesem kaum nach. Neu illustriert und textlich markant erweitert, ist es für Newcomer ebenso interessant wie für erfahrene Praktiker. Jens Brüggemann bleibt einem in diesem Buch kaum eine Antwort schuldig.
Schon die erste Ausgabe von 2007 war ein Erfolgsbuch, und die zweite Ausgabe wird es wohl auch wieder werden. Sie ist überarbeitet, mit neuem Bildmaterial illustriert und in sechs Kapitel aufgebaut – sechs Schritte, die angeblich zum professionellen Erotikfoto führen.
Ganz so einfach, lieber Leser (und vielleicht sind sogar Leserinnen darunter) dürfte es dann auch wieder nicht sein, denn müssig zu sagen, dass dieser Bereich der Fotografie zu den schwierigsten überhaupt gehört. Kitsch, Kunst und Unakzeptanz liegen haarscharf nebeneinander, und es gehört allerhand Mut und Selbstsicherheit dazu, ein Lehrbuch dazu zu schreiben.
Jens Brüggemann hat beides, und das Buch dürfte wieder ebenso erfolgreich werden, wie der erste Band. Allerdings: Das Versprechen «in sechs Schritten zum professionellen Erotikfoto» zu kommen, ist doch ein etwas sehr gewagtes, denn schliesslich kommt beim Autor noch eine jahrelange persönliche Erfahrung dazu, und ein Leistungsausweis, der auch zuerst erarbeitet werden musste.
Der Aufbau des Buches in sechs Kapitel, bzw. sechs Schritte, ist didaktisch vorbildlich. Das erste Kapitel betrifft die erforderliche Ausrüstung und gehört wohl als Grundlage zu einem solchen Buch. Das Interessanteste darin ist die Erklärung der verschiedenen Lichtarten, Lichtwandler und Reflektoren, die in der lichtsubtilen Aktfotografie schon eine massgebliche Rolle spielen. Alles andere, von Kameraarten, Brennweiten etc. wissen Sie wahrscheinlich schon.
Spannend wird es im zweiten Kapitel, der Suche nach dem geeigneten Modell. Hier schöpft Brüggemann aus dem Vollen und erzählt locker, wie «man» es anstellt, an willige Models heranzukommen – das ganze untermalt mit vielen persönlichen Tipps. Dabei geht Brüggemann auch umfassend auf die – ganz wichtig! – rechtlichen Aspekte ein, denn schnell ist eine Frau bereit bei Erotikaufnahmen mitzumachen, und der Fotograf ist sich bei ungenügender schriftlicher Absicherung nicht bewusst, in welch peinliche und unter Umständen teure Situation er sich dabei manövrieren kann. Brüggeman gibt wissenswerte Tipps dazu – und natürlich auch einen verwendbaren Modellvertrag.
Im dritten Kapitel geht es um die erotische Bildidee – und darin kommt der Praktiker nicht nur zur Sprache sondern auch ausreichend zu Bild. Das Kapitel ist eine hilfreiche Ideenschmiede und besonders für Anfänger in der Erotikfotografie interessant. Nicht nur die Bilder inspirieren, sondern auch der Text von Brüggemann, der mit vielen persönlichen und lesenswerten Anekdoten durchsetzt ist. Der Autor geht in diesem Kapitel auch auf die verschiedenen Arten der der Akt- und Erotikfotografie ein und definiert dabei Begriffe, wie «Pinup und Glamour», «Pornografische Inszenierungen», «Gothic», «Fetisch» und «voyeuristisch», die oft missverständlich verwendet werden – allerdings bei aller Definition letztlich der persönlichen Interpretation überlassen werden müssen. Brüggemann ist in seinen Beispielbildern deutlich und klar, bewegt sich dabei jedoch immer in einem publizistisch vertretbaren Rahmen.
Ein weiteres, interessantes Praxiskapitel ist der vierte Schritt mit der Suche nach der idealen Location. Indoor oder Outdoor? Was möchte das Model, was drängt sich auf, um die Idee des Fotografen optimal realisieren zu können? Bei Innenaufnahmen steht meist die Lichtfrage im Vordergrund. Aufnahmen in der Öffentlichkeit hingegen sind gewagter und verlangen ein speditives und gut organisiertes Arbeiten. Auch hier hat Brüggemann viele nützliche Tipps auf Lager, die er uns weitergibt.
Der Höhepunkt des Buches kommt zum Schluss, nämlich «die erfolgreiche Durchführung der Erotik-Fotosession». Dieses Kapitel macht fast die Hälfte des Buchumfanges aus und ist die eigentliche praktische Anleitung zum Thema. Hier gibt’s Tipps in Hülle und Fülle, von der Organisation über unzählige praktische Fragen bis hin zu Accessoires, Beleuchtungstipps und der Weiterverarbeitung digitaler Daten.
Noch ein kleines Detail zum Schluss: Das Buch verfügt über ein sehr komplettes und nützliches Stichwortverzeichnis. Der Index ist für mich bei einer Buchbesprechung immer ein wichtiges Beurteilungskriterium, welches zeigt, wie sorgfältig ein Buch aufgebaut, verfasst und abgeschlossen wurde.
Das jüngste Buch von Jens Brüggemann deckt das Thema der erotischen Digital-Fotografie in Text und Bild auf nützliche und hervorragende Weise ab. Ob Sie allerdings in den sechs Schritten zum Erotikfoto-Profi werden, wird Ihnen der Verlag kaum garantieren …
Urs Tillmanns
Buchbeschreibung des Verlags
In dieser aktualisierten Neuauflage offenbart Jens Brüggemann in sechs Schritten – von der Fotoausrüstung, der Suche nach dem geeigneten Modell über die Entwicklung der Bildidee, die ideale Location bis hin zum Fotoshooting selbst und der Bildbearbeitung – das Handwerk des Erotikfotografen. Anhand von knapp 300 Beispielfotos und vieler Skizzen erfahren Sie, wie man das Modell perfekt in Szene setzt und welche Posen dabei besonders vorteilhaft sind, damit auch die «Frau von nebenan» umwerfend schön auf Ihren Fotos erscheint.
Jens Brüggemann hat sich im Bereich der erotischen Fotografie einen Namen gemacht – in dieser aktualisierten Neuauflage offenbart er nun umfangreich wie nie zuvor seine Künste anhand detaillierter Beschreibungen, wie professionelle Erotikbilder entstehen. In sechs Schritten – von der erforderlichen Fotoausrüstung, der Suche nach dem geeigneten Modell über die Entwicklung der Bildidee, die ideale Location bis hin zum Fotoshooting selbst und der erforderlichen Nachbereitung und Bildbearbeitung – erlernen Sie das Handwerk des Erotikfotografen.
Anhand von knapp 300 Beispielfotos und vieler Skizzen zeigt Jens Brüggemann, wie man das Modell perfekt an den unterschiedlichsten Locations in Szene setzt und welche Posen dabei besonders vorteilhaft sind, damit nicht nur tolle Fotomodelle, sondern auch die “Frau von nebenan” umwerfend schön auf Ihren Fotos erscheint.
Unzählige praxisbewährte Tipps und Tricks für die Beleuchtung und Bildgestaltung helfen, auch Ihre Modelle ausdrucksstark ins perfekte Licht zu rücken.
Ganz nebenbei lernen Sie zudem die Highlights, aber auch die notwendigen rechtlichen Grundlagen kennen, mit denen sich ein Erotikfotograf auseinanderzusetzen hat. So erhalten Sie einen tiefen Einblick in die Fotografenszene und können diese wertvollen Erkenntnisse selbst in wunderbare Fotos verwandeln.
Der Inhalt
Einleitung
Kapitel 1 Erster Schritt: Die erforderliche Ausrüstung
Die Kamera / Objektive / Beleuchtungstechnik / Weiteres sinnvolles Fotozubehör / Die Einrichtung des eigenen Fotostudios / Die Einrichtung des digitalen Fotolabors
Kapitel 2 Zweiter Schritt: Die Suche nach dem geeigneten Modell
Der Ausweg aus dem «Teufelskreis» / Wie und wo findet man geeignete Modelle? / Auswahlkriterien: Vamp oder Elfe? / Tipps für das Fotografieren mit der «Frau von nebenan» / Die rechtliche Problematik / Worauf sollte man beim Model Release achten?
Kapitel 3 Dritter Schritt: Sie (erotische) Bildidee
Gegensätze / Spontanes Arbeiten ohne Konzept / Eigene Fantasien vs. Vorbilder / Klassische Aktfotografie / Körperlandschaften / Serien / Mehrere Modelle vor der Kamera / Experimente / Erotik in der Werbung / Anlassfotografie / Männer / Beautyfotografie / Pornografische Inszenierungen / Pin up und Glamour / Gothic / Fetisch / Voyeuristische Fotos / Erotische Porträts
Kapitel 4 Vierter Schritt: Die ideale Location
Indoor / Outdoor
Kapitel 5 Fünfter Schritt: Die erfolgreiche Durchführung der Erotik-Fotosession
Organisatorisches / Welches Dateiformat? / Farbe oder Schwarzweiss? / High Key oder Low Key? / Teamwork / Sonstige Tipps / Make-up und andere «Kleinigkeiten» / Spieglein, Spieglein an der Wand / Accessoires / Modellposen im Vergleich / Motive erkennen / Formatwahl / Welcher Ausschnitt ist der richtige? / Erotische Details / Fehler vermeiden / Beleuchtungstipps
Kapitel 6 Schster Schritt: Die Nachbearbeitung
Die Archivierung der «Roh»-Daten / Die Bildauswahl / Das »Tuning« der Fotografien / Computer-Composings / Präsentation und Veröffentlichung der Arbeiten
Anhang A: Danksagungen
Anhang B: Modelrelease
Anhang C: Erläuterung der verwendeten Symbole
Anhang D: Vita
Index
Der Autor
Jens Brüggemann wurde 1968 in Northeim geboren. 1998 hat er sich als Werbefotograf selbstständig gemacht. Seitdem hat er zahlreiche Preise erhalten, war in Ausstellungen vertreten und hat knapp ein Dutzend verschiedener Bücher publiziert. Der diplomierte Wirtschaftswissenschaftler arbeitet heute international als freischaffender Fotodesigner mit den Schwerpunkten Akt, Werbung und Mode. Sein Studio befindet sich in Düsseldorf. Er ist Dozent zahlreicher Foto-Workshops und Seminare.
Jens Brüggemann
«Moderne erotische Digital-Fotografie.
In sechs Schritten zum professionellen Erotikfoto»
306 Seiten, über 600 Farbabbildungen
Umschlag broschiert
erschienen in der Edition Profifoto
nur CHF 45.50
Das Buch kann hier online bestellt werden
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8. Aug. 2011 | #