27.12.2012
14:09

HF-Studierende üben mit Peoplefotograf Christian Ammann

Zur Ausbildung des Lehrgangs HF Fotografie und Video St. Gallen gehören mehrere Praxis-Workshops. Einer davon fand kurz vor Weihnachten im Mietstudio von Light + Byte in Zürich. Unter der Leitung des Peoplefotografen Christian Ammann übten sich die Studierenden in der Disziplin Beautyfotografie und waren dabei sehr erfolgreich.

Die Studierenden des Lehrgangs HF Fotografie und Video St. Gallen, haben zusammen mit Christian Ammann (Beautyfotograf/Nikon Ambassador) an vier Tagen im Studio von Light + Byte fotografiert. Ziel war es, im Bereich der Beautyfotografie Erfahrungen zu sammeln. Es standen nebst ChristianAmmann professionelle Models von der Agentur Time und auch eine erfahrene Visagistin den Studierenden zur Verfügung. In Zweier- und Dreier-Gruppen wurden Bilder gemäss Vorlagen, welche die Studierenden aus einer Auswahl bestimmen konnten, nachgestellt. Dabei war wichtig, die exakte Lichtführung des Musters nachzustellen. Die Gruppen konnten jederzeit Christian Ammann beiziehen, um Probleme, welche sich stellten, zu lösen. Auch das Zusammenspiel mit der Visagistin wurde geübt.

Nicht zuletzt ging es auch darum, das Model richtig zu führen. Es zeigte sich, dass die Lichtführung auch in der Beautyfotografie entscheidend ist. Zudem wurde den Studierenden aufgezeigt, wie das Zusammenspiel am Set am Besten funktioniert. Alle nahmen viele neue Erkenntnisse mit nach Hause.

(Model: Olivia S. / Time Agentur)

Der Lehrgang HF Fotografie und Video gibt es es seit zwei Jahren an der Schule für Gestaltung (Höhere Fachschule für Künste, Gestaltung und Design) in St.Gallen. Der praxisnahe Lehrgang hat zum Ziel, kompetente Berufsleute auszubilden, welche in Agenturen und Studios in führender Position oder als  selbständige Unternehmer arbeiten. Der dreijährige Lehrgang führt zu einem eidgenössisch anerkannten HF Abschluss und ist berufsbegleitend. Aktuell läuft die Anmeldefrist für den nächsten Lehrgang, welcher im August 2013 startet.

Beachten Sie unseren Artikel «HF-Lehrgang Fotografie und Video in St.Gallen» oder nutzen Sie den Link www.gbssg.ch für weitere Informationen.

  1. A. Kessler schreibt:

    So sieht modernes Fotoshooting aus. Alle glotzen in den Pc u. Das Model sitzt gelangweilt am Boden. ;-)

    27. Dez. 2012 | #

  2. Roco schreibt:

    « …..kompetente Berufsleute auszubilden, welche in Agenturen und Studios in führender Position oder als selbständige Unternehmer arbeiten»

    Sehe ich mir dieses fade, ausdruckslose, gelangweilte und flache Beautyfoto an, so liegt noch ein langer Weg vor der zukünftigen Elite.

    28. Dez. 2012 | #

  3. Anna Sophia schreibt:

    Ach Roco. Wenn du bestimmst wie eine Elite aussehen soll, Bravo! Ein unglaublich toller Beitrag von dir :-) stimmmt ein bisschen traurig, aber was solls. Dieses fade, ausdruckslose, gelangweilte und flache Foto ist eine Nachstellung einer Lichtsituation wie du dem Text entnehmen könntest. Ich denke nicht, dass sich dadurch eine Meinung über den Lernweg oder das Ziel, oder Talent zukünftiger Fotografen gemacht werden kann. Es sollte geübt werden, (work-shop-idee, nicht wahr?) und dafür nahm sich ein doch ziemlich bekannter Fotograf die Zeit. Das find ich also schon mal ziemlich toll! Ob dieses Beautybild oben nun die Welt bewegt oder nicht, das sei dahingestellt. Jedenfalls bin ich der Überzeugung dass diese Studenten einiges mit auf den Weg nehmen konnten!

    28. Dez. 2012 | #

  4. Ludwig schreibt:

    “In Zweier- und Dreier-Gruppen wurden Bilder gemäss Vorlagen, welche die Studierenden aus einer Auswahl bestimmen konnten, nachgestellt. Dabei war wichtig, die exakte Lichtführung des Musters nachzustellen”.

    Muss ich als Studierender etwas nachstellen? Warum soll man nicht andere Wege gehen und experimentieren, anstatt oft vorgekautes wieder und wieder zu geben. Die heutige Fotografie ist voll von Wiederholungen und alles sieht eher wie ein “Linseneintopf” aus. Erfahrungswerte als Grundlage zu sehen und auch damit so umzugehen ist eine Möglichkeit. Wenn man die Masse der heutigen Fotos sieht, ist vieles wie aus einem Ei gepellt. Wenn ich in einem Lehrgang etwas nachstellen muss, erfülle ich bloss die Erwartungen der anderen das gleiche zu tun wie sie, nur weil es jetzt gerade so gemacht wird. Nur will ich genauso fotografieren wie alle anderen auch? Wichtig ist es seine eigene Bildsprache zu entwickeln und das braucht viele Jahre, ein Leben lang. Ich lebe keine Philosophie eines anderen Fotografen aus. Solche Fotos wie oben sind mit viel Technik zu machen, aber eher leblos.

    31. Dez. 2012 | #

  5. Anna Sophia schreibt:

    -natürlich. Sich abzuheben und ein Individuum in der Fotografie zu werden ist bestimmt das Ziel eines Jeden.
    Doch um dies zu werden, seinen Weg zu finden, denke ich ist es schon sehr von Vorteil wenn man die Grundlagen beherrscht. Eine Aufnahme nachzustellen bedeutet in erster Linie nicht kreativ zu sein. Kreativ sein zu lernen. Sondern “das Auge” zu entwickeln. Um Eigenes erschaffen zu können das sich abhebt und eine Aussage trägt muss man auch sicher sein in dem was man tut. Und wie sollte man dies besser lernen, als zu beobachten und herauszufinden wie etwas enstanden ist? kunst, bedeutende werke wurden nicht einfach hingeschissen. sondern studiert. darüber nachgedacht. sicher- ausprobiert. aber erst mal konzipiert man eine idee. lässt diese reifen. und versucht sich dann an das ziel heran. diese lerngruppe oben hat genau dies gemacht.

    4. Jan. 2013 | #

  6. Tobias schreibt:

    Das Nachmachen finde ich schon auch ein wichtiger Prozess beim Lernen. In der Musik spielt man auch zuerst mal berühmte Stücke, um dann daraus seinen eigenen Weg zu finden. Könnte man ein oben gezeigtes Bild nicht nachstellen, fehlt es sicher an Grundlagen. Für Lernende doch ein gutes Prüf-Instrument…

    7. Jan. 2013 | #

  7. Ludwig schreibt:

    Jedes Handwerk braucht seine Grundlagen um zu lernen. Man kan ein Leben lang darüber nachdenken und studieren wie Fotos gemacht sind und wurden. Mir war immer wichtig heraus zu spüren wieviel Technik braucht überhaupt ein Bild und wieviel Gespür von einem selber kommen muss. Die ersten Fotografen waren auch Maler und heute nennt sich jeder “Hobbyfotograf” der sich selber eine Kamera kaufen kann und abdrücken und irgendwo ein Kurs besucht hat. Bilder sollten berühren, aufrütteln, bewegen und mit so wenig technischem Fachchinesisch erklärt werden und auskommen wie möglich. So muss jeder für sich selber herausfinden was für ihn wichtig ist. Die bewegensten Bilder kommen immer aus dem Herzen und die heutige Generation an Kameras ist übervoll mit Technik vollgestopft die keiner wirklich braucht. Es gibt viele Kursanbieter für Fotografie, aber die Gefahr der nutzlosen Wiederholung ist eben auch sehr gross. Das grosse Mehr der Fotografen kann heute von seiner Arbeit kaum leben und auch nur dann wenn sie gewisse Ansprüche ans Produkt erfüllen und mit enormen Zeitdruck verbunden. Ich lasse mir da sowieso nichts diktieren von irgendwelchen Entwicklungen. Ich probiere aus ohne Voreingenommenheit wie etwas sein sollte, und nicht was gerade im Trend ist. Es sollte Spass machen. Das gute Licht kann für mich nie in einem geschlossenen Raum sein, es immer draussen in der Natur. Der schönste Augenblick ist dann wenn man das geniesen kann ohne dauernd dabei fotografieren zu müssen. Es hat alles seine Zeit im Leben.

    7. Jan. 2013 | #

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