Markus Zitt, 28. Oktober 2016, 08:00 Uhr

Neue «MacBook Pro»-Modelle mit coolem Touch Bar und neuen Anschlüssen

Apple hat nach längerer Zeit ihre 13- und 15-Zoll-Notebooks der «MacBook Pro»-Reihe überarbeitet. Im dünneren Alu-Gehäuse steckt ein helleres Retina-Display mit grösserem Farbraum und als innovativstes, neues Element die Touch Bar. Letzteres ist eine längliche Multi-Touch-Anzeige anstelle der Funktionstastenzeile, die ihre Anzeige und Funktion je nach aktuellem Programm anpasst. Das dünnere Gehäuse mit kombinierten USB-C-/Thunderbolt-3-Anschlüssen hat sämtliche etablierten Schnittstellen samt dem bewährten magnetischen Stromanschluss Mag Safe geopfert.

Apple hat am gestrigen Abend neue Notebooks zusammen mit einer neuen Version ihres Videoschnittprogramms sowie einer TV-App für all ihre Geräte vorgestellt.

Touch Bar im bisher dünnsten und leichtesten Pro-Modell

Apple hat das bislang dünnste und leichteste MacBook Pro als 13 und 15-Zoll-Modelle präsentiert, die in zwei bis drei Wochen erhältlich sein werden. Das neue MacBook Pro besitzt den Touch Bar als innovatives Bedienelement, das die traditionelle Leiste von Funktionstasten durch ein Multi-Touch-Display in Retina-Qualität ersetzt. Ebenfalls neu ist ein günstigeres 13-Zoll-Modell, das ohne Touch Bar und mit nur zwei USB-C-/Thunderbolt-3-Anschlüssen auskommt und ab sofort lieferbar ist.

Apple MacbookPro 2016 Touc BarDie Touch Bar ist eine Multi-Touch-Display, das je nach Anwendung im Vordergrund verschiedene Funktionstasten und Inhalte anzeigt. Im Bildbeispiel lässt sich so zum Beispiel rasch durch eine Video zu einer bestimmte Stelle gleiten.

 

Das neue MacBook Pro verfügt über Apples bisher hellstes und farbenreichstes Retina-Display, bietet neu die Sicherheit und den Komfort von Touch ID, eine reaktionsschnellere Tastatur, ein grösseres Force Touch Trackpad und ein Audiosystem mit doppelt so grossem Dynamikbereich.

Es kommt zwar nicht mit den allerneusten Intel-Prozessoren, ist aber dennoch das leistungsfähigste MacBook Pro aller Zeiten. Es verfügt über Quad-Core- und Dual-Core-Prozessoren der 6. Generation, bis zu 2,3-facher Grafikleistung gegenüber der Vorgängergeneration, superschnellen SSDs und zwei bzw. vier «Thunderbolt 3»-Anschlüssen mit integriertem USB 3.1 in einer USB-C-Buchse. Die Stromversorgung bzw. das Laden des fest eingebauten Akkus geschieht ebenfalls über diese Schnittstelle. Der bewährte magnetisch haltende Netzteilanschluss Mag Safe wurde gestrichen. Dabei hat dieser so manches Notebook vor Beschädigung gerettet, da er sich einfach löste, wenn sich jemand versehentlich im Netzkabel verhedderte. Mit normalen Kabelanschlüssen wird in solchen Situation oft das Notebook weggerissen und laden auf dem Boden.

Die neuen Notebooks der «MacBook Pro»-Reihe preist Apple als zukunftsweisende Modelle an, hat aber vor lauter Streben nach Innovation scheinbar die Bedürfnisse mancher Anwender an ein Gerät der Pro-Serie ausser acht gelassen und die klassischen Schnittstellen sowie den SD-Slot komplett gestrichen. Man braucht nun mehrere Adapter, um vorhandene Peripherie anschliessen zu können. Unterwegs mal rasch von einem Kollegen Daten ab einem USB-Stick oder Bilder aus einer Speicherkarte zu übertragen geht ohne ein Etui mit Adaptern oder einem Kartenleser nicht mehr.

Mit nur zwei Anschlüssen im günstigen 13-Zoll-Modell, von denen einer auch oft für die Stromversorgung benutzt werden muss, bringt Apple jene Anwender, die mehrere Geräte gleichzeitig angeschlossen haben in Schwierigkeiten. Sie brauchen einen externen Hub, um mehrere Geräte wie Scanner, Speicher, Dongles, Boxen etc. daran zu benutzen.

Touch Bar statt Funktionstasten

Die Touch Bar im neuen 15- und in einem der beiden 13-Zoll-Modelle ersetzt die Zeile aus Funktionstasten des Keyboards.

Apple MacbookPro 2016 Touch Bar AufsichtDie Touch Bar ersetzt bei zwei der drei neuen MacBook Pros die Funktionstasten. Je nach Anwendung wandelt sich das Erscheinungsbild der Touch Bar.

 

Das hochauflösende längliche Touch-Display bringt die Steuermöglichkeiten direkt an die Fingerspitzen des Anwenders und passt sich automatisch dem Einsatzzweck an – sei es bei der Verwendung des Betriebssystems oder von Anwendungen wie Mail, Finder, Kalender, Numbers, GarageBand, Final Cut Pro X und vielen mehr – künftig vielleicht auch bei Apps von Drittanbietern.

Apple MacBook Pro Touch Bar emojisTouch-Bar-Anzeige fürs Chatten mit den favorisierten Emojis

Zum Beispiel kann die Touch Bar Tabs und Favoriten in Safari-Browser anzeigen. Sie bietet auch eine einfache Art zum Bearbeiten von Bildern oder zum schnellen Springen durch Videos in der «Fotos»-App und noch viel mehr.

Dünnstes und leichtestes MacBook Pro aller Zeiten

Aufbauend auf den beim einfachen MacBook eingeführten neue Features kommt das neue MacBook Pro in einem neuen Gehäuse-Design mit einem komplett aus Aluminium bestehenden Unibody-Gehäuse, das für Robustheit bei kompakten Abmessungen sorgt.

Apple MacbookPro 2016 seitlichDie neuen Pro-Notebooks sind noch dünner und besitzen lediglich Thunderbolt-3-Anschlüsse, die kompatibel mit USB 3.1 und den USB-C-Steckern sind.

 

Mit einer Höhe von nur 1,49 cm ist das 13″ MacBook Pro um 17 Prozent dünner und hat 23 Prozent weniger Volumen als sein Vorgänger. Zudem ist es mit nur 1,36 Kilogramm um nahezu ein halbes Pfund leichter. Das neue 15″ MacBook Pro ist gerade einmal 1,55 cm hoch und damit bei 20 Prozent weniger Volumen um 14 Prozent dünner und wiegt nur 1,81 Kilogramm.

Touch ID per Fingerabdruck

In den Ein-/Ausschalter integriert sind der Komfort und die Sicherheit von Touch ID, eine der Funktionen, die Besitzer von neueren iPhone und iPad kennen. Sobald der Fingerabdruck in Touch ID auf dem MacBook Pro registriert wurde, kann man das MacBook Pro mit einer einzigen Berührung freischalten, schnell zwischen Benutzerkonten wechseln und sichere Käufe mit Apple Pay im Internet vornehmen.

Die Touch ID ermöglicht das schnelle, exakte Ablesen des Fingerabdrucks und verwendet komplexe Algorithmen, um den Fingerabdruck zu erkennen.

Hellstes und farbenreichstes Notebook-Display

Das bislang beste Display in einem Mac liefert Bilder, die lebendiger wirken, noch mehr Details zeigen und realistischer erscheinen als  bisher.

Apple MacbookPro 2016 Display

Mit 0,88 cm genauso dünn wie ein MacBook-Display, liefert das Retina-Display des neuen MacBook Pro eine Helligkeit von 500 Nits. Das bedeutet eine um 67 Prozent stärkere Helligkeit als die Vorgängergeneration und einen um 67 Prozent höheren Kontrast. Darüber hinaus ist es das erste Display in einem Mac-Notebook, das einen grösseren Farbumfang unterstützt. Mit energiesparenden Technologien wie einer grösseren Pixel-Blende, einer variablen Bildwiederholrate und energieeffizienteren LEDs verbraucht das Display dabei 30 Prozent weniger Energie als zuvor.

Das bisher leistungsstärkste MacBook Pro

Leistungsstarke Prozessoren, moderne Grafik, schnelle SSDs, Highspeed-Speicher und eine fortschrittliche thermische Architektur sorgen für die hohe Leistung in einem dünneren Gehäuse. Die Intel Prozessoren der 6. Generation Dual-Core Intel Core i5 mit eDRAM, Dual Core Intel Core i7 mit eDRAM und Quad Core Intel Core i7 bieten hohe Prozessorleistung bei gleichzeitigem energiesparenden Einsatz.

Das neue 15″ MacBook Pro verfügt über eine leistungsstarke diskrete Radeon Pro-Grafik, die bis zu 2,3-mal mehr Leistung als die vorherige Generation liefert, während das 13″ MacBook Pro mit Intel Iris Graphics bestückt ist, die bis zu zwei Mal mehr Tempo als zuvor liefert.

Alle Modelle verfügen über SSDs mit Lesegeschwindigkeiten von sequentiell über 3GBps und die Thunderbolt-3-Schnittstelle. Letzterer bietet schnellere Datenübertragung und erlaubt auch einen Ladevorgang,  so dass Anwender mit nur einem Kabel ein 5K-Display ansteuern und das MacBook Pro mit Strom versorgen können.

Weitere Verbesserungen

Grössere Force-Touch-Trackpads wurden verbaut. Gegenüber denen der Vorgängermodelle ist es im 13-Zoll-Modell 46 Prozent grösser, beim 15 Zoll MacBook Pro sogar doppelt so gross.
Eine verbesserte Tastatur erlaubt reaktionsschnelleres und komfortableres Tippen auf der Tastatur mit dem Butterfly-Mechanismus der zweiten Generation.

Apple MacbookPro 2016 Keyboard
Die integrierten Lautsprecher liefern einen lauteren, wirklichkeitsgetreueren Ton durch Lautsprecher mit doppelt so grossem Dynamikbereich samt verbessertem Bass.
Als Betriebssystem ist das vor wenigen Wochen vorgestellte macOS Sierra an Bord. Es bietet neue Funktionen wie die sprachgesteuerte Assistentin Siri (bekannt vom iPhone), Allgemeine Zwischenablage, Apple Pay im Internet und das Programm Fotos, zum Anschauen und Organisieren von Fotos.

Preise und Verfügbarkeiten

Die neuen MacBook Pros sind sowohl im klassischen Alu-Silber als auch in der Farbe «Space Grau» erhältlich.

Das 15″ MacBook Pro kommt in zwei bis drei Wochen und kostet ab 2699 Franken. Es ist mit Touch Bar und Touch ID, einem 2,6 GHz Quad-Core Intel Core i7 Prozessor mit Turbo Boost-Geschwindigkeiten von bis zu 3,5 GHz, 16GB Arbeitsspeicher und 256GB Flash-Speicher ausgestattet.

Apple MacbookPro Modellpalette 2016 von vorneDie neuen «MacBook Pro»-2016er-Modelle: links ist das einfache 13-Zoll-Modell (links) ohne Touch Bar abgebildet. In der Mitte ist das MBP 13-Zoll mit Touch Bar und rechts das MBP 15 (ebenfalls mit Touch Bar) zu sehen.

 

Das 13″ MacBook Pro mit Touch Bar und Touch ID ist ab 1999 Franken ebenfalls in zwei bis drei Wochen verfügbar. Seine Ausstattung umfasst einen 2,9 GHz Dual-Core Intel Core i5 Prozessor mit Turbo Boost-Geschwindigkeiten von bis zu 3,3 GHz, 8GB Arbeitsspeicher und 256GB Flash-Speicher.

Das neue einfache 13″ MacBook Pro verzichtet auf den Touch Bar und ist ab 1699 Franken per sofort erhältlich. Es hat einen 2,0 GHz Dual-Core Intel Core i5 Prozessor mit Turbo Boost-Geschwindigkeiten von bis zu 3,1 GHz, 8GB Arbeitsspeicher und 256GB Flash-Speicher.

Weitere Infos

Apple Mac Book Pro (Modellübersicht mit Produktinfos)

Apple Schweiz (Herstellerseite)

 

3 Kommentare zu “Neue «MacBook Pro»-Modelle mit coolem Touch Bar und neuen Anschlüssen”

  1. Steve Jobs ist leider weg! RIP!
    Einfach nur lachhaft wie dem Apple Konzern die Ideen ausgehen. Eine Touchbar! Wow! Was die soeben „erfunden“ haben, haben andere schon lange als ganzen TouchScreen. Aber bald kommt ja das iPhone 10, mit ganz coolen Gatgets!
    Apple ist sowas von oldfashion und wird aus dem Tief nie mehr rauskmmen! Steve Jobs ist leider weg! RIP!

    1. Also mich erinnert der Touch Bar weniger an die auf eine Zeile geschrumpfte Sparversion des Touch-Displays bei Windows-Notebooks, sondern eher an die Seitenleisten bei einem Samsung Edge 7 Smartphone.
      Aber das würde ebensowenig für Apple sprechen, wenn sie sich ihre Inspirationen bei Samsung holen müssen. 😉

  2. Ein Notebook, an dem ich nur allerneuste Geräte anschliessen kann, ist praxisfern. Schliesslich gilt es heute unzählige und auch ältere Perpheriegeräte damit zu nutzen. Vom iPhone-Smartphone über Scanner, Kamera, Festplatten, Messgeräte uvm. kann ohne Adapter kaum eines benutz werden. Ich habe extra die neuen Macbookpros abgewartet, werde aber wohl noch das alte Macbookpro kaufen und mittelfristig umsteigen.

Schreibe einen Kommentar

  • Kommentare werden erst nach Sichtung durch die Redaktion publiziert
  • Beachten Sie unsere Kriterien für Kommentare im Impressum
  • Nutzen Sie für Liefer- und Kontaktnachweise die Angaben im entsprechenden Artikel
  • Für Reparaturanfragen und Support bei Problemen wenden Sie sich bitte direkt an den Hersteller (siehe dessen Website) oder Ihren Händler
  • Beachten Sie, dass Fotointern.ch eine reine und unabhängige Informationsseite ist und keine Waren verkauft oder vermittelt
  • Ein Kommentar darf maximal 800 Zeichen enthalten.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Noch 800 Zeichen

Werbung

Abonnieren Sie jetzt Fotointern per E-Mail direkt in Ihr Postfach und verpassen Sie keine Beiträge mehr. Wir nutzen MailChimp für den Versand. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt dazustellen.Den Browser jetzt aktualisieren

×