Urs Tillmanns, 29. Juli 2020, 12:48 Uhr

«Bits and Pieces» zum neuen Pentax APS-C Flaggschiff

Die neue Pentax APS-C Spiegelreflexkamera, die dieses Jahr vorgestellt werden soll, macht immer wieder von sich reden. Der erste Prototyp weltweit wurde erstmals am 22. November 2019 im Kameramuseum in Vevey öffentlich gezeigt, seither sind tröpfchenweise immer wieder weitere Details zur neuen Kamera im Internet zu finden. Ob dies eine glückliche Informationspolitik ist, sei dahingestellt – Ziel dahinter scheint, dass man die Konsumenten neugierig macht, um diese möglicherweise davon abzuhalten, sich in der langen Wartezeit doch für ein anderes Produkt zu entscheiden.

Nachdem wir Mitte Mai bereits über die laufenden Projekte von Pentax berichteten, und auf ein entsprechendes Video verlinkten, ist jetzt ein zweiter Informationsfilm auf Youtube erschienen. Das 24-minütige Interview des Fotografen Keita Sasaki mit den Pentax-Techniker Shigeru Wakashiro auf Japanisch mit englischen Untertiteln zu verfolgen, ist etwas mühsam, deshalb haben wir hier die wichtigsten Aussagen des Films zusammengefasst:

• Ein besonderes Highlight scheint der neuen Sucher zu sein, der durch neue hochbrechende Glassorten des Pentaprismas deutlich heller und grösser erscheinen soll als der Sucher der zum Vergleich herangezogenen Pentax KP von Sasaki-san. Die Suchervergrösserung beträgt ca 1,05x, was besonders für Brillenträger ein Vorteil sei. Die Entwicklung dieses Suchers läuft seit 2017.

• Bei der Entwicklung der Kamera wurde auf eine besonders ergonomische Ausgestaltung des integrierten Griffs geachtet, der von Sasaki sehr gelobt wird. Damit verbunden war auch die optimale Platzierung der Bedienelemente der Kamera, zum Beispiel des Joysticks für die Verschiebung der Autofokuszonen.

• Der Auslöser funktioniert über einen Blattfederschalter und soll sich komfortabel und mit einem weicheren Druckpunkt anfühlen, ähnlich wie bei der 645Z und der K1-Modelle. Der weiche Druckpunkt des Auslösers trägt zur besseren Stabilisierung und zu geringerem Verwackeln der Kamera bei.

• Neu ist auch der Verschluss und die Mechanik des Rückschwingspiegels. Hier konnte bei kompakteren Abmessungen die Erschütterung erheblich gedämpft werden.

• Bei der Konstruktion wurde bei möglichst geringen Abmessungen darauf geachtet, dass ein grosses LC-Display auf der Oberseite der Kamera Platz fand, um die wichtigsten Einstelldaten anzuzeigen.

• Zur Verbesserung der Bildqualität wurden viele neue Komponenten verwendet, wie der Bildsensor und die Prozessoreinheit, beispielsweise, die speziell für diese Kamera entwickelt wurden. Die Verbesserung der Bildqualität betreffe sowohl die hohen ISO-Bereiche als auch die niedrigen Empfindlichkeiten.

• Es herrsche allgemein die Meinung vor, dass Vollformat-Kamera a priori besser wären als APS-C Kameras – Pentax will mit dem neuen Modell den Gegenbeweis antreten. Einer der weiteren Vorteile in dieser Gegenüberstellung wären die geringeren Abmessungen von APS-C-Kameras und -Objektive.

• Ebenfalls im Film gezeigt wurde die silberfarbene Star-Objektivreihe mit den Typen 1.4/50mm, 1.4/85 mm und 2.8/70-200mm.

• A propos Silber: Wahrscheinlich vor der Lancierung der neue APS-C Kamera dürfte eine Silberversion der K-1 Mark II auf den Markt kommen. Ob es auch von der neuen APS-C eine Silberversion geben wird, stehe zur Zeit noch nicht fest. Falls ja, wäre es Ziel, dass gleich zu Beginn die neue Kamera als schwarze und silberne Version auf den Markt kommen würde. Die silberne Version wird im Video erstmals im Bild gezeigt.

• Trendentsprechend ist die neue APS-C Kamera mit zwei Kartenslots ausgestattet – für SD-Karten, ist anzunehmen.

Die wohl am häufigsten gestellte Frage, wann das neue Flaggschiff auf den Markt kommen wird, wurde im Interview nicht beantwortet. So wird die Menschheit eben noch auf weitere Häppchen warten müssen …

Den Informationsfilm von Pentax finden Sie hier auf Youtube.

Ein Kommentar zu “«Bits and Pieces» zum neuen Pentax APS-C Flaggschiff”

  1. Eine griffige Zusammenfassung, danke. Unklar hat sich Pentax bei sonstigen technischen Daten gehalten. Ich hatte aber den Eindruck, dass man durchaus noch eine Steigerung der Auflösung avisiert. Wenn man sich anschaut, was der Quasi-Monopolist Sony da im Angebot hat, könnte es gut auf die 26 MP hinauslaufen, die man auch in der Fuji X-T4 bekommt.

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