Urs Tillmanns, 2. Mai 2008, 07:07 Uhr

Photo Münsingen erfolgreich gestartet

Der erste Tag der Photo Münsingen war sehr gut besucht. Laut Mediensprecher Niklaus Messer hatten rund 1’330 Fotobegeisterte den Weg nach Münsingen gefunden und im grosszügigen und übrigens sehr motivreichen Areal des Schlossguts die 16 Ausstellungen, verschiedene Seminare und die zahlreichen AV-Shows zu besuchen. „Der Tag hat sämtliche Rekorde geschlagen“, sagt Niklaus Messer. „Wir haben auch an den Führungen deutlich mehr interessierte Besucher gehabt als an den letzten Veranstaltungen. Zudem war das Wetter gut, und viele Familien haben die Gelegenheit genutzt die Photo Münsingen zu besuchen. Wir sind jetzt gespannt wie es morgen und die zwei weitere Tage wird“. Auch die Vielfalt der Ausstellungen ist spannend und zeigt viel breit fotografisches Schaffen sein kann. Lesen Sie mehr zu den verschiedenen Bildpräsentationen:
Für die Mitglieder der verschiedenen Fotoclubs, ist natürlich die Ausstellung zum letztjährigen Wettbewerbsthema „Events“ des begehrten „Photo Münsingen Award 2008“ besonders sehenswert. Die Fotoklubs konnten einen Event bestimmen, ihn als Teamarbeit fotografieren und mit bis zu fünf Bildern pro Fotografen präsentieren.

Gastfotograf der Photo Münsingen ist dieses Jahr Leo K.K. Wong aus China mit seinen Landschafts-Impressionen, die im „Blumenhaus“ ausgestellt sind. Leo K.K. Wong ist ein klassischer Piktoralist und konzentriert sich vor auf geeignete Druckverfahren, um stimmungsvolle Naturlandschaften zu präsentieren. Leo K.K. Wong arbeitet vor allem mit langen Brennweiten und Spiegellinsen-Objektiven sowie mit Mehrfachbelichtungen auf konventionellem Diafilm.

Aus Italien präsentieren fünf Fotografen unterschiedlicher Stilrichtungen ihre Arbeiten.Virgilio Bardossi „The world of Maramures“ auf dem Schlossgutplatz , Marcello Materassi „Maramures in Blu“ ebenfalls auf dem Schlossgutplatz, Clelia Belgrado „The Body (Re)Discovered“ im Blumenhaus, Renato Maffei „Il paesaggio italiano“ im Freizythuus und Fabrizio Castorina mit „ Secret Gardens“ im Schloss.

Walter Gaberthüel zeigt seine Eindrücke der Jubiläumsveranstaltung „500 Jahre Schweizer Garde“ in Rom, die er als normaler Amateur ohne Akkreditierung mit der Kamera verfolgte, im Freizythuus.

Photo Suisse präsentiert „Die besten s/w Portfolios 2008“ aus Arbeiten der Schweizer Fotoclubs, die in Photo Suisse vereinigt sind, im Füürwehrsaal.
Martin Zurmühle ist im Schloss mit seiner Ausstellung „Akt und Ort“ präsent: „In meinen Bildern spiele ich mit drei Themen; Aktbilder am Wasser, mit Steinen und bei Fenstern. Das Wasser bildet einen natürlichen Rahmen für die Nacktheit, die harten und kalten Felsen kontrastieren zum weichen und warmen Körper und das Fenster ist ein Zeichen für Schutz und Sehnsucht zugleich“.

Im Schloss sind die Bilder von Roland Goy zum Thema „Metamorphose“ zu sehen. Dazu Roland Goy: „Metamorphose geschieht ständig und überall. Sie ist die nicht umkehrbare Transformations-Bewegung von einem Zustand in einen anderen, von etwas gröberem zu etwas subtilerem, von der Raupe zum Schmetterling, vom Samenkorn zur Pflanze, von der befruchteten Eizelle zum Menschen …“.

Daniel Brändli war 2006 am FIAP-Kongress in China und zeigt seine Impressionen im Altersheim. „Dinge, die man täglich sieht, nimmt man nie mehr mit der gleichen Intensität wahr wie Bilder, die das erste Mal so kraftvoll unsere Aufmerksamkeit erheischen. Die skeptischen Blicke der Kinder, die Charaktergesichter der älteren Menschen, die fremdartige Natur, sie alle haben meinen kleinen Einblick in ein grosses, faszinierendes und zuweilen auch unverständliches Land geprägt.“

Bei den Bildern der Ausstellung „camouflage“ von Nils Sandmeier im Jugendtreff Spycher geht es darum, „das Erscheinungsbild eines Menschen so zu verändern, dass dieses nur noch mit Mühe zu erkennen ist“.

Michael Sieber zeigt seine beiden Arbeiten „Reportage Jugendgewalt“ und „Porträt“ in der Schlossallee. Reportage über Jugendgewalt aus der Notaufnahme Inselspital Bern, erschienen in der Zeitschrift „Sie+Er“, gewann er 2007 den Media-Preis „Swiss Press Photo“ in der Kategorie Alltag und Umwelt.

Der Fotoclub Münsingen, der dieses Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feiert, ist einmal mit Bildern freien Themen vertreten, sowie mit einem Wettbewerb über das Freilichtmuseum Ballenberg. Zum freien Thema konnte jedes Clubmitglied seine drei besten Bilder einreichen und dabei seinen Neigungen freien Lauf lassen. Die Fotos wurden durch einen befreundeten Fotoclub juriert und sind im Kirchgemeindehaus an der Photo Münsingen ausgestellt.

Die Bilder des „Ballenberg“ entstanden als Jubiläumsarbeit „25 Jahre Fotoclub Münsingen“ und sind im Dachstock des Schlosses zu. Jedes Mitglied erhielt ein Haus aus dem Schweizerischen Freilichtmuseum Ballenberg durch das Los zugeteilt. Dieses galt es in mehreren Bildern zu porträtieren und in einem Tableau – in einem Spezialpasspartout – zu präsentieren. Ergänzend dazu wurden verschiedene „Events“ auf dem Ballenberg fotografiert.

Die Photo Münsingen dauert noch bis Sonntag, 4. Mai und ist täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr, am Freitag zusätzlich bis 22:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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