Urs Tillmanns, 5. Juli 2009, 13:07 Uhr

Rund 100 junge Fotofachleute erhielten ihr Diplom

(update) Wiederum sind es rund 100 junge Leute in der Schweiz, die einen Fotoberuf erlernt und dieses Jahr ihr Abschlussdiplom als Fotofachfrau oder Fotofachmann erhalten haben. In den Regionen Bern, Zürich und Ostschweiz fanden am vergangenen Wochenende die bereits zur Tradition gewordenen Diplomfeiern statt. Hier unser Bericht sowie die Namenslisten der DiplomandInnen, denen Fotointern herzlich gratuliert.
(Leider wurde uns der Bericht aus der Suisse romande nicht zugestellt).

Die Diplomfeier der Sektion Zürich

Erstmals fand diese im Restaurant Spirgarten in Zürich-Altstätten statt, wo sich neben den 50 Diplomanden noch rund dreimal mehr Eltern, Geschwister, Ausbildner, Freunde und Bekannte der berechtigt stolzen QualifikantInnen einfanden. Während des Apéros hatten die Gäste Gelegenheit, die Prüfungsarbeiten einzusehen, was reichlich Diskussionsstoff lieferte und zu interessanten Gesprächen führte. Durch den Abend führte wiederum Beat Stapfer, Präsident der VFS-Sektion Zürich, der mit viel Witz und Charme die Veranstaltung moderierte.

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Gruppenbild der 49 jungen Fotofächler, die in wenigen Stunden ihr Diplom erhalten werden. Damit beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt. (Foto Welti / Samuel Fankhauser)

Chefexperte Hanspeter Dubler wies in seiner Ansprache darauf hin, dass von den total 49 prüfungsbestandenen Kandidaten – 19 in der Fachrichtung Beratung/Verkauf, 18 in der Fachrichtung Finishing und 12 in der Fachrichtung Fotografie – der Notendurchschnitt zwar praktisch gleich wie letztes Jahr war, dass jedoch die Note 4,0 dieses Jahr doch öfters vorkam. (Anmerkung für unsere ausländischen Leser: In der Schweiz steht die Note 6,0 für die beste und die 1,0 für die schlechteste Leistung). Nur zwei Kandidaten hätten dieses Jahr nicht bestanden, letztes Jahr waren es 6.
Das Thema des diesjährigen Qualifikationsverfahrens (QV, neu für früher „Lehrabschlussprüfung“) war gesamtschweizerisch „Fitness“. Dies sei ein spannendes Thema einerseits, meinte Dubler, andererseits sei es sehr anspruchsvoll und mit kleinen Tücken behaftet. Die Reportage, das Porträt und die Fachaufnahme waren in der Fachrichtung Fotografie die Hauptthemen, welche einen Notendurchschnitt von 4,81 ergaben. Erschwerend kam dieses Jahr bei der Reportage hinzu, dass die KandidatInnen die Fitnesscenter aus Gründen des Datenschutzes und der Intimsphäre nicht zuvor besichtigen konnten.

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Der „Europasaal“ des Restaurant Spirgarten, der sowohl für die Präsentation der Prüfungsarbeiten als auch für das ausgezeichnete Dinner genug Platz bot.

In der Fachrichtung „Beratung/Verkauf“ haben sich die Kandidaten auch mit Soft- und Hardware-Problemen herumschlagen müssen, dürfen oder können. Hier gab es von der Note 3 bis 6 die grössten Differenzen, doch zeige der Notendurchschnitt von 4,7 im Vergleich vom Vorjahr von 4,35, dass die Ausbildung auf gutem Wege sei. Auch in der Fachrichtung Finishing, bei denen die Bildbearbeitung Schwerpunktthema ist, lag der Notendurchschnitt um 0,3 und einer durchschnittlichen 4,58 höher als im Vorjahr.

Was die Theorieprüfung anbelangt, drückte sich Hanspeter Dubler vorsichtig aus: Das Kopfrechnen sei nicht gerade die wirkliche Stärke der Kandidaten. Bei weit mehr als der Hälfte lag die Note unter einer 4 – Details würde er für sich behalten. Auch wurde die Mathe-Prüfung von den Kandidaten als „zu streng“ kommentiert. Im Gegenzug gab es in der Theorieberufskunde, wie auch in fast allen praktischen Einzelnfächern, auch 6ser, und das müsse zuerst einmal gemacht werden.

Im Grossen und Ganzen sei die Prüfungen sowohl von den Experten als auch von den Prüfungskandidaten als fair, kompetent und mindestens den Erwartungen entsprechend beurteilt worden.

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Die drei Besten: Raffael Frank, Regina Jäger und Dominik Bekavac sowie Chefexperte Hanspeter Dubler, der die Diplomübergabe leitete.

Hanspeter Dubler bedankte sich bei seinem Expertenteam für die gute Zusammenarbeit und wünschte den jungen Berufsleuten für Ihre interessante Zukunft alles Gute. Zwar seien die Zeiten für die Fotobranche ist, wie für viele andere Branchen auch, sehr hart geworden. Preiskampf auf allen Fronten, Preisvergleich im Internet. Alles müsse noch viel schneller gehen – und die Qualität müsse dann auch noch stimmen. Dennoch hätten die jungen Leute einen faszinierenden Beruf erlernt, der sehr viel Befriedigung und Zukunftschancen biete: „Wir brauchen in unserer Branche junge, initiative, mutige aber auch tüchtige Fotoleute … Wir brauchen neue, junge Unternehmer! Unternehmer sind die, die etwas unternehmen! Die anderen sind die Unterlasser. Wir brauchen Fotofachfrauen und Fotofachmänner wie Euch, welche an die Fotobranche glauben und vorwärts sehen – mit neuen Ideen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft.“

Die Diplomübergabe selbst ging zügig und witzig über die Runde: Alex Mächler verstand es mit viel Humor über jede Diplomandin und jeden Diplomanden eine Episode ihrer, bzw. seiner Lehrzeit zum Besten zu geben, während auf der Projektionswand Bilder des betreffenden Kandidaten abliefen. Die Diplome selbst wurden von Hanspeter Dubler und Ursula Schenker vom BBT übergeben. Weiter sind noch Samuel Fankhauser, Alex Hauenstein, Alex Mächler und Beat Stapfer dankend zu erwähnen, die für die Organisation und Durchführung des sehr gelungenen Anlasses sehr viel Fleiss und Zeit eingesetzt hatten.

Die Diplomfeier der VFS-Sektion Bern Impuls

Zur Lehrabschlussfeier der Fotofachangestellten des Schulortes Bern, konnten die Organisatoren Paul Christen und Martin Leuzinger, Präsident von Bern Impuls einer Sektion des Fotohandels Schweiz, 30 junge Fotofachangestellte und deren Angehörige und Freunde einladen.
Die diesjährige Feier wurde im Restaurant Bad Gutenburg in Lotzwil durchgeführt. Nebst den verdienten Fähigkeitszeugnissen, die durch den Chefexperten Urs Semling aus Herzogenbuchsee überreicht wurden, erhielt jede Kandidatin und jeder Kandidat ein persönliches Diplom von Bern Impuls.

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Impressionen von der Diplomfeier der Sektion Bern Impuls

Die Besten jeder Fachrichtung wurden zudem mit einem Sonderpreis belohnt. Dies waren: Melanie Greub (Fachrichtung Fotografie, Foto-Studio Wolf, Olten), Andrea Marti (Fachrichtung Beratung und Verkauf, Foto-Studio Wolf, Olten) und Ramona Zutter (Fachrichtung Finishing, Foto-Stuber GmbH, Bern. Den zahlreichen Sponsoren (Canon, Fego, Fujifilm, Olympus und Nikon) wird auch auf diesem Wege ganz herzlich gedankt.

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Die 26 strahlenden KandidatInnen der Sektion Bern Impuls. (Foto: Alexandra Reis, Foto Semling, Herzogenbuchsee)

An der schlichten Feier der jungen Berufsleute nahmen über 180 Personen aus dem Wallis, der Innerschweiz sowie aus Bern und Solothurn teil, was einem Rekordaufmarsch entspricht. Der Wunsch der Organisatoren wäre, dass sich etwas mehr Kandidaten und Angehörige aus zum gemeinsamen Nachtesse entscheiden könnten, werden doch bei solchen Gelegenheit immer interessante Erfahrungen ausgetauscht. Urs Semling

Zu den Lehrabschlussprüfungen in Basel

„Die Aufgabenstellung der Prüfung wurde auch in diesem Jahr alltäglichen Berufssituationen nachempfunden und dabei stand ein realistischer Kundenwunsch im Zentrum. Mit diesem Vorgehen konnten die sieben Basler Qualifikanten zeigen, dass sie Dank ihrem umfangreichen Fachwissen als Fotofachfrauen und -männer für die Kunden unentbehrlich sind.
Die Prüfungsergebnisse fielen dieses Jahr durchschnittlich aus und alle Qualifikanten haben die Prüfung bestanden. Die Ergebnisse zeigen, dass mit der Neuausrichtung der Lehrabschlussprüfungen auch in den Lehrbetrieben eine gewisse Anpassung statt gefunden hat, aber noch Potenzial für weitere Verbesserungen vorhanden ist. Nur so wird es in Zukunft möglich sein, dass die Lernenden in der von ihnen gewählten Fachrichtung auch hervorragende Leistungen erbringen können.
Die Basler Prüfungsexperten gratulieren den Lehrabgängern ganz herzlich zur bestandenen Lehrabschlussprüfung.“ Die Experten aus Basel

Diplomfeier der Sektion Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein

In der Ostschweiz ist alles eine Nummer kleiner – aber nicht weniger herzlich. Die diesjährige Diplomfeier fand am Sonntagnachmittag, 5. Juli 2009, im Viersternhotel „Inseli“ in Romanshorn statt. Rund sechzig Personen hatten den Weg dorthin gefunden und warteten bei schwüler Hitze darauf, bis sie in den Tagungsraum eingelassen wurden, um die Prüfungsarbeiten der insgesamt 18 Absolventen zu bewundern. Und mit Spannung wurde schliesslich der Bericht von Chefexperte Gabriele Pecoraino erwartet, der die Diplomübergabe einläutete:

“ Das diesjährige Qualifikationsverfahren wurde zum zweiten Mal nach dem neuen Reglement durchgeführt. Im Grossen und Ganzen verlief es ohne nenneswerte Probleme, was sicher auch auf unser tolles Expertenteam zurück zu führen ist. Dieses Jahr stand das Thema ganz im Zeichen des Sports und war sehr stark auf die Fachrichtung Fotografie ausgerichtet. Die Reportage der Fachrichtung Fotografie fand im Fitnessstudio „fitnessplus“ statt, be idem wir uns herzlich für Ihr Entgegekommen bedanken. Die Fachrichtung Finisher und Beratung und Verkauf erhielten eine anderes Thema gestellt, da bei diesen Berufrichtungen das Schwergewicht der Arbeiten anders gelagert ist und die Beurteilung der Arbeiten so gerechter bewerkstelligt werden kann.“

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Gabriele Pecoraino bei seiner Ansprache und Andrea Fuchs hinter dem Gabentisch mit den Sponsorengeschenken.

„Was bei allen Fachrichtungen aufgefallen ist, ist dass die Theorie – um es diplomatisch zu austzudrücken – nicht gerade ein Höhehflug der Noten bewirkte: Hier lag der Notendurchschnitt aller Fachrichtungen bei nur 3,9, währen die Gesamtdurchschnitt aalgemein in der fachrichtung Fotografie bei 4,6, bei den Finishern bei 4,5 und in Beratung und Verkauf bei 4,6 lag. Ausser der Theorie sind die Noten ziemlich vergleichbar mit denjenigen des letzten Jahres, sogar etwas besser.
Auch wenn die wirtschaftlichen Zeichen nicht gerade im Guten stehen bin ich überzeugt, dass es die jungen Berufsleute mit viel Initiative und modernen Ideen schaffen warden, in dieser harten Zeit Fuss zu fassen und sich eine Zukunft aufzubauen. Dazu wünsche ich Euch im Namen aller Experten alles Gute.“

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Die 18 DiplomandInnen freuen sich über ihren Lehrabschluss und stehen nun vor einer neuen Berufsetappe.

Die Diplomübergabe erfolgte durch Fachexpertin Andrea Fuchs und Chefexperte Gabriele Pecoraino. Letzterer hatte alle Hände voll zu tun, denn neben der Moderation oblag ihm noch das Fotografieren der glücklichen Diplomanden.
Nicht zu übersehen war ein reich geschmückter Gabentisch der Sponsoren, an welchem sich jede Absolventin und jeder Absolvent etwas aussuchen konnte. Wer eine bessere Note hatte, hatte auch die bessere Auswahl – aber schliesslich kam niemand zu kurz.

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Die vier besten Ostschweizerinnen (v.l.n.r): Cosina Ardüser, Jasmin Meier, Jasmin Ackermann und Jasmin Trümpi

Chefexperte Gabriele Pecoraino hat den Anlass noch abgerundet, in dem er die Lehrmeister und die Experten auf die Bühne bat, um ihnen für ihr Engagement und auch ihre Geduld zu danken. Dies sei nicht selbstverständlich, denn es gäbe auch in der Ostschweiz immer weniger Ausbildungsplätze, sagte Gabriele Pecoraino. Für die jungen Leute sei diese Ausbildung eine grosse Chance, in einem Beruf, der – trotz Wirtschaftkrise – eine gute Grundlage in einem trendigen und sehr kreativen Bereich sei.

Die Diplomfeier schloss mit einem reichhaltigen Apéro, der – nach einem kurzen Gewitter – in einer angenehmen Atmosphäre zu interessanten Gesprächen Anlass bot.

Consegna degli attestati di capacità di fine in Ticino

Quest’anno si sono presentati all’esame di fine tirocinio, nove candidati specialisti in fotografia (quattro nell’ indirizzo ripresa, tre nell’indirizzo finisher e due fotografi), che si sono svolti su tutto il territorio Ticinese.
Quest’anno è stato un evento particolare visto l’alto numero dei partecipanti e siamo stati messi a confronto a dei ritmi e tempistiche non abituali.
Gli esami si sono svolti, senza particolari difficoltà, nell’arco di una settimana e sei candidati hanno conseguito con successo il diploma dimostrando la piena attitudine per l’ entrata ufficiale nel mondo del lavoro.
A tutti loro vanno i migliori auguri per un futuro ricco di soddisfazioni.

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Gli apprendisti con i capi esperti e il capo ufficio formazione Silvia Gada e il Vice direttore CSIA Denise Gianora

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Herzlichen Dank den Sponsoren:

Asag, Autronic, Belcolor, Canon, Classic Line, Engelberger, Fego, Fujifilm, GMC Trading, Hama, Leica, Light+Byte, LowePro, Olympus, Ott+Wyss, Pentax, Perrot Image, Pro Ciné, Sony und Wahl Trading.

Im Namen der AbsolventInnen, Organisatoren und TeilnehmerInnen der Diplomfeiern gebührt den Sponsoren ein ganz besonderes Dankeschön.

5 Kommentare zu “Rund 100 junge Fotofachleute erhielten ihr Diplom”

  1. Herzliche Gratulation zum erfolgreichen Abschluss eines so schönen und vielfältigen Berufs! Vielen Dank an alle Chefexperten, Expertinnen und Experten für die gute Zusammenarbeit und den grossen Einsatz.

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