Urs Tillmanns, 6. August 2009, 16:26 Uhr

Sonderausstellung «Ich sammle, also bin ich!» im Schloss Frauenfeld

berchtold_horizont_miniDie diesjährige Sommerausstellung im Historischen Museum Thurgau steht unter dem provokativen Titel «Ich sammle, also bin ich! Privatsammlung trifft Museumssammlung» und stellt das Sammeln in all seinen Variationen und Formen ins Zentrum. Die Ausstellung zeigt die Vielfalt von Sammelgebieten, darunter auch eine seltene Sammlung russischer Kameras.
Sammeln ist eine Leidenschaft, die viele Menschen fasziniert. Dies kommt auch in der Abwandlung des bekannten Zitats «Ich sammle, also bin ich!» des französischen Philosophen Descartes zum Ausdruck, das der diesjährigen Sommerausstellung im Schloss Frauenfeld den Titel gegeben hat. Die Fülle möglicher Sammlungsgebiete ist grenzenlos: Einkaufssäcke, Polizeiabzeichen, Billette oder Nachttöpfe werden ebenso mit Eifer gesammelt wie Comicfiguren oder Autogramme.

Eine Sammlung, die im Rahmen dieser Gesamtausstellung im Schloss Frauenfeld zu sehen ist, dürfte unsere Leserschaft besonders interessieren:

Sowjetische Kameras von Enrico Berchtold, Arbon
Seit rund zehn Jahren sammelt Enrico Berchtold Kameras aus der ehemaligen Sowjetunion. Die erste Kamera aus der früheren UdSSR, die er erwarb, war eine Zorki C. Eine Kleinbildkamera aus den 50er-Jahren mit einem 3,5/50mm Objektiv, Schlitzverschluss und gekuppelten Entfernungsmesser. Für Berchtold – bis dahin Benutzer von japanischen Spiegelreflexkameras – tat sich damit Neuland auf.
In der Zwischenzeit ist er Besitzer von rund 200 Kameras, zahlreichen Objektiven und weiterem Zubehör.

berchtold_kombi

«Russische Kameras sind in der Regel mechanische Kameras, hier liegt vor allem ihr eigentlicher Reiz», sagt Enrico Berchtold. «Der Fotograf hat das Licht und die Entfernung zu messen, um danach entsprechend die Verschlussgeschwindigkeit und Blende sowie am Objektiv die richtige Entfernung einzustellen. Mit wenigen Ausnahmen sind meine Kameras funktionsfähig und es wird mit ihnen auch fotografiert.»

Die Ausstellung im Schloss Frauenfeld dauert bis zum 18. Oktober 2009 und ist Dienstag bis Sonntag, 14 bis 17 Uhr zu besichtigen. Sie wird von einem reichhaltigen Rahmenprogramm begleitet. Weitere Informationen finden Sie hier

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