Urs Tillmanns, 9. September 2009, 17:25 Uhr

Leica X1: «Volks-Leica» mit Festbrennweite

(update) Gleichzeitig mit der Leica M9 wurde in New York auch die Leica X1 präsentiert. Es handelt sich um eine Kompaktkamera im M-Design mit Festbrennweite 24 mm und Autofokus sowie einem Aufklappblitz. Sie soll voraussichtlich Ende Dezember 2009 auf den Markt kommen und 1‘550 Euro kosten.

Mit der Leica X1 stellt die Leica Camera AG, Solms, eine neue Generation von Leica Digitalkameras «Made in Germany» vor. Die Leica X1 ist mit einem CMOS-Bildsensor im APS-C Format ausgestattet. Zusammen mit dem Leica Elmarit 1:2,8/24 mm ASPH bietet der für diese Kameraklasse besonders grosse Sensor eine hohe Bildqualität. In Kombination mit den technischen Eigenschaften und den umfangreichen Einstellmöglichkeiten von der manuellen Steuerung bis hin zu den Automatikfunktionen ist die Leica X1 ein idealer Begleiter für einen breiten fotografischen Einsatz. Dabei ist die Kamera in ihrem Design so kompakt, dass man sie immer dabei haben kann, um einmalige Momente spontan festzuhalten.

CMOS-Sensor mit 12,2 Megapixel
Der CMOS-Bildsensor der X1 verfügt über 12,2 Megapixel. Die einzelnen Pixel der grossen Sensorfläche sorgen für geringes Bildrauschen, einen hohen Dynamikumfang und eine akkurate Farberkennung. Der Sensor weist gegenüber dem Kleinbild einen Brennweitenverlängerungsfaktor von 1,5 auf. So wird das fest montierte Objektiv Leica Elmarit 1:2,8/24 mm der Leica X1 zu einem vielseitig einsetzbaren Reportageobjektiv mit dem Bildwinkel der Kleinbildbrennweite von 36 Millimetern.

Design ähnelt M-Kameras
Die Leica X1 zeichnet sich durch ein klares und konzentriertes Design aus. Die Gradlinigkeit in der Gestaltung mit der Reduktion auf das Wesentliche und das kompakte, handliche Gehäuse erinnern hierbei an die M-Kameras. Zusammen mit der soliden Bauweise aus Metall und einer griffigen, hochwertigen Belederung wird die X1 zu einer typischen Leica.
Die Leica X1 bietet übersichtliche Funktionen und ist mit einem einfachen Bedienkonzept intuitiv zu handhaben. Für den ganz unkomplizierten Umgang bietet die X1 zahlreiche Automatikfunktionen vom präzisen Autofokus bis zur Belichtungsautomatik. Dank der zahlreichen Automatikfunktionen ist die X1 bei Bedarf schnell und flexibel einsetzbar. Zusätzlichen kreativen Spielraum erhält der Fotograf durch die manuellen Steuerungsmöglichkeiten. Sowohl die Blende als auch die Belichtungszeit können über griffige Einstellräder auf der Oberseite der Kamera manuell kontrolliert werden, um bewusst Einfluss auf die Bildwirkung zu nehmen. Auch die Schärfe lässt sich manuell einstellen, ebenso wie Weissabgleich und verschiedene Bildparameter.
Durch den grossen Bildsensors mit seiner maximalen Empfindlichkeit von ISO 3200 und die hohe Lichtstärke von 1:2,8 ist die Leica X1 auch für den Einsatz in der Available Light Fotografie geeignet.

Helles LC-Display für Live-Modus
Das 2,7 Zoll-Display mit 230’000 Bildpunkten der X1 nutzt den Platz auf der Rückwand fast vollkommen aus und bietet selbst in hellen Umgebungen eine detaillierte Darstellung. Die Live-Wiedergabe ersetzt den optischen Sucher und zeigt eine akkurate Bildvorschau mit allen benötigten Informationen. Der Live-Modus macht die X1 aber auch flexibel für Schüsse aus ungewöhnlichen Perspektiven.


Die Zubehörteile
Die Leica bietet zur X1 umfangreiches Zubehör: Ein zusätzlicher Aufstecksucher mit 36 mm-Leuchtrahmen kann beispielsweise am Blitzschuh der Kamera befestigt werden und sorgt für jederzeit klaren Überblick, ohne dabei Strom zu verbrauchen. Auf Wunsch kann das Kameradisplay bei Nutzung des Aufstecksuchers abgeschaltet werden. Dann informiert eine gut sichtbare Leuchtdiode über die erfolgreiche Scharfstellung des Autofokus. Ausserdem kann ein zusätzlicher Handgriff genutzt werden, der den sichereren und griffigen Umgang mit der Kamera unterstützt. Weiterhin steht ein umfangreiches Taschensortiment zur Verfügung: Die Bereitschaftstasche bietet ausreichend Platz für die Kamera mit montiertem Handgriff und ist mit einem Täschchen für den Aufstecksucher am Trageriemen versehen. Die hochwertige Transporttasche schützt die Kamera perfekt und die Systemtasche im ansprechenden Design nimmt die Kamera inklusive Zubehör auf.

Integrierter Blitz
Die Leica X1 verfügt über einen versenkbaren Blitz, der mehr als nur die Lichtquelle ersetzen kann. Er dient auch als Aufhellblitz und kann bei längeren Belichtungszeiten auf den zweiten Verschlussvorhang gezündet werden. Für mehr Leistung und flexiblere Lichtführungen können über den Blitzschuh auch die Leica Systemblitzgeräte SF 24D und SF 58 mit der X1 genutzt werden.
Im Lieferumfang der Leica X 1 ist neben dem Ladegerät und einem leistungsfähigen Akku ausserdem ein umfangreiches Softwarepaket enthalten. Mit Adobe Photoshop Lightroom gehört eine professionelle, digitale Workflow-Lösung für Apple Mac OS X und Microsoft Windows zur Ausstattung der X1. Die Software steht für registrierte Leica X1 Kunden zum Online-Download bereit. So ist gewährleistet, dass immer die aktuellste Version zum Einsatz kommt. Adobe Photoshop Lightroom bietet umfangreiche Funktionen zur Verwaltung, Bearbeitung und Ausgabe der digitalen Bilder, unabhängig davon, ob diese im platzsparenden und schnellen JPEG- oder im DNG-Format zum Erhalt sämtlicher Bildinformationen gesichert werden. Werden die Bilder in der X1 als Rohdaten im Adobe Digital Negative-Format (DNG) gesichert, garantiert Adobe Photoshop Lightroom eine gezielte Aufbereitung der Bilddaten.

Die technischen Daten gibt es hier als Download

Detailinformationen gibt es auf der Leica X1 Homepage

Die Leica X1 ist voraussichtlich Ende Dezember 2009 im Leica Fotofachhandel erhältlich.

Richtpreise in CHF (inkl. Mwst)

Leica X1 stahlgrau 2’395.00
Leica X1 Spiegelsucher 36mm 435.00
Leica X1 Ledertasche 170.00
Leica X1 Bereitschaftstasche 235.00
Leica X1 Systemtasche 305.00
Leica X1 Handgriff 170.00
Leica Blitzgerät SF 24 500.00
Lithium-Ionen-Akku BP-DC 8 170.00

Leica Fotoprodukte werden in der Schweiz vertrieben durch
Leica Camera AG
CH-25690 Nidau
Tel. 032 332 90 90
Fax 032 332 90 99

10 Kommentare zu “Leica X1: «Volks-Leica» mit Festbrennweite”

  1. Thorsten, passend zu Deinem Statement heute in der NZZaS ein Beitrag über die knausrigen Deutschen – das wohl knausrigste Volk Europas. Wie viel besser ginge es Euch, liebe Teutonen, wenn Ihr zum Geld mal nicht so eine verklemmte Haltung hättet! Denn wie heisst es so schön: Wer gibt, dem wird gegeben. Aber was rede ich da? Der Lebensmitteldiscounter ist ja auch eine deutsche Erfindung. Man stelle sich das vor: Selbst beim Essen kann es nicht billig genug sein…

  2. Salü Thorsten,

    ein „Volkswagen“, eine „Volks Leica“, ein „Volk“……

    Alles eine Erfindung der Deutschen oder ?

    Liebe Grüsse aus der Schweiz

    Walter

    1. Nein. lieber Walter, Du irrst: Der Titel «Volks-Leica» stammt von mir – und ich bin seit Generationen Schweizer. Aber irgendwie finde ich ihn zu dieser Kamera treffend. Gruss
      Urs Tillmanns

  3. Grüezi

    Eine Frage, wann kommt das Nachfolemodell entlich mit
    Durchsicht-Sucher wie sichs für eine Laica gehört! Canon krieg’s auch hin!

    Ein Leica-Fan D. Knöri

  4. @David Knöri

    Ich weiss nicht, wann der Nachfolger «entlich» kommt – aber Du verwechselst da was: Leicas Spezialität ist der Messsucher – und nicht der wesentlich primitivere Durchsichtssucher. Das sollte ein Leica-Fan doch wissen!

    Übrigens hat Canon seit Auslaufen der Canonet-Reihe keine Messsucherkamera mehr im Angebot:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Canonet

  5. Grüezi mitenand‘,
    obwohl Off Topics, sei mir doch nachfolgende Replik auf die vorhergehenden Beiträge gestattet:

    @ Jsa
    Lebensmittel-Discount eine deutsche Erfindung? Die Krone gebührt da wohl den US-Amerikanern, und Gottlieb Duttweiler selig würde wohl im Grabe rotieren, hätte er jene Behauptung vernehmen können….

    „Die knausrigen Deutschen…“? – – „Wer selbst im Glashaus sitzt….“ könnte man da sagen. Warum wohl sind auf den grenznahen deutschen ALDI-Parkplätzen die CH-Fahrzeuge so reichlich vertreten (an normalen Werktagen zu ca. 30%, an Wochenenden bis zu 50% – – nachzulesen in WIKIPEDIA —> Aldi —> Tax Free Shopping)?

    @ Isabel
    Was Vor-„Redner“ David Knöri ansprach ist doch wohl klar, er meinte schon das Richtige, von einem Mess-Sucher sollte gar nicht die Rede sein; der Wegfall der (normalen) Durchsicht-Sucher (ohne S !) bei den Digital-Kameras ist schon beklagenswert, lediglich die Firmen LEICA und CANON hielten da noch die Fahne hoch, bei letzterer leider mit abnehmender Tendenz. Bei starkem Sonnenschein macht sich der Wegfall sehr nachteilig bemerkbar, wenn das Motiv nur noch mühsam erkannt werden kann, weil es überstrahlt wird, da kann 100%ige Abhilfe nur das berühmte schwarze Tuch wie vor über 150 Jahren bringen – – das ist Fortschritt 🙂
    Der Mess-Sucher ist übrigens keineswegs eine Spezialität der LEICA, sondern lediglich ein Merkmal der „M“-Baureihe, die 1954 erschien, die seit den 20er Jahren bis in die 60er gebauten Schraubgewinde-LEICAs, die schon vorher den Weltruf begründeten und in einer grösseren Stückzahl als Kopie vertreten waren/sind als das Original, hatten einen simplen Durchsichtsucher (Newton-Sucher, neben dessen Einblick saß der für den Entfernungsmesser), die letzte Serie (IIIg) erhielt dann einen Albada-Durchsichtsucher, d.h. einen Sucher mit eingespiegelter Bildfeldbegrenzung
    Dies sollte ein LEICA-Fan doch wissen!!

    Immer „Gut Licht“ und Grüße aus dem hohen Norden!

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