Urs Tillmanns, 26. November 2009, 15:00 Uhr

LightScoop: Spiegelblitz für DSLRs

Wer kennt es nicht: die Spiegelreflexkamera ist dabei aber der Aufsteckblitz blieb mal wieder zuhause. Der interne Blitz der SLR-Kamera tut zur Not auch seinen Dienst, bringt aber das Licht gewaltig hart nach vorne. Indirektes Blitzen scheint damit unmöglich zu sein. Der findige Hersteller «Professor Kobre» kann hier vielleicht weiterhelfen.

Der Trick ist an sich simpel: man nehme das Schminkspiegelchen einer standardmässig ausgerüsteten Damenhandtasche, halte halte es vor den aufgeklappten Blitz und fertig ist der Lichtumlenker. Weil dies aber etwas seltsam aussieht und auch nicht sonderlich praktisch ist, hat «Professor Kobre» den «Light Scoop» erfunden. Dieser kleine Lichtspiegel besitzt einen Standard-Blitzfuss welcher auf alle Standard-Zubehörsschuhe (ausser Minolta/Sony) passt.

lightscoop3a

1. Der LightScoop wird über den geöffneten Aufklappblitz gesteckt, 2. am Zubehörschuh der Kamera befestigt und ermöglicht so 3. indirektes Blitzen mit den meisten Spiegelreflexmodellen.

Besonders gut funktioniert der Blitzspiegel, wenn hinter oder über dem Fotografen eine reflektierende Fläche ist, und sei dies auch blos eine weisse Wand oder Decke. Dass das Ganze offenbar doch nicht ganz so einfach ist, haben die Blogger von «Gadget Lab» bei Ihrer Testreihe herausgefunden.

Damit alles reibungslos funktioniert, muss vor der Montage des Lightscoop der Kamerablitz aufgeklappt werden. Durch die Konstruktion des Aufsatzes wird nämlich der Aufklappweg des Kamerablitzes behindert. Aus demselben Grund ist dann die Demontage des LightScoop nach dem Fotografieren etwas heikel: wer beim Abnehmen des Spiegelaufsatzes würgt, beschädigt unter Umständen den Kamerablitz …

Copyright wired.com

Die Testaufnahme der Wired.com-Redaktion: Links mit direktem Aufklappblitz, rechts mit zusätzlich aufgesetztem Lightscoop-Aufsatz fotografiert.

Getestet wurde der LightScoop auf einer Nikon D700. Fotografiert wurden für den Vergleich einige Blumen. Das Fazit des Testers: der Unterschied zwischen der Aufnahme mit direktem Blitz ohne Lightscoop und jener mit indirekter Beleuchtung mit dem Wunderspiegel ist «like night and day». Während das erste Foto die für Aufklappblitze typischen harten Schlagschatten an der Wand hinter den Blumen erzeugte, ist die zweite Aufnahme mit LightScoop von Schlagschatten befreit und so wesendlich schöner anzuschauen.

Für rund 35 US-Dollar (ohne Versand und Zollgebühren) gibt es also eine interessante Hosentaschenlösung gegen den Schlagschatten des Klappblitzes. Rein vom Volumen des Lightsoops her, könnte in dieser Hosentasche  jedoch statt dessen auch ein kleiner Aufsteckblitz mitgenommen werden …     CRE

Die Video-Anleitung zum Lightscoop gibt es hier. Entdeckt haben wir das LightScoop hier.

Weitere Infos gibt es auf der Webseite des Herstellers.


Kompatibilität des LightScoop

Canon 7D, 10D, 20D, 30D, 40D, 50D, Rebel XTi, XSi, 400, 450, XT, XTi, T1i, XS, 350, 1000D
Fujifilm FinePix Pro S3, S5
Nikon D40, D40x, D50, D60, D70, D70s, D80, D90, D100, D200, D300, D700, D3000, D5000
Olympus E420, E520, E3, E620
Pentax K10D, K100D, K20D, K200D
Sigma SD14

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