Urs Tillmanns, 14. Februar 2010, 07:00 Uhr

Filmende Fotokameras: Die heimlichen Videostars

Die Kameratechnik ist im Wandel: Immer mehr Spiegelreflexkameras und auch die neuen spiegellosen Systemkameras sind mit einer Filmfunktion versehen, um bewegte Szenen in HD-Qualität aufzuzeichnen. Hier beleuchten wir diesen Trend, zeigen die technischen und kreativen Möglichkeiten auf und verraten, was die Video-DSLRs taugen und für wen sie sich eignen.

Eine Spiegelreflex als Filmkamera ermöglicht nun endlich auch in Videos das kreative Spielen mit geringer Schärfentiefe – wie es dieses Foto einer Canon-DSLR auf einen Video-Rig von Zacuto gut demonstriert.

 

Dass digitale Fotoapparate auch filmen können, ist an sich nichts Neues. Allerdings war die Videofunktion lange Zeit den Kompakt- und Bridge-Kameras vorbehalten. Den digitalen Spiegelreflexkameras (D-SLR bzw. DSLR) stand dafür ihr Reflexspiegel im Weg.

Erst mit der im August 2008 vorgestellten Nikon D90 und der wenig später angekündigten Canon EOS 5D Mark II kamen die ersten filmenden DSLRs auf den Markt. Inzwischen sind rund ein Dutzend solcher Video-DSLRs sowie ein halbes Dutzend vergleichbare spiegellose Systemkameras (z.B. Olympus Pen-, Panasonic Lumix G-Serie) auf den Markt gekommen. Am Artikelende sind die aktuellen Kameras übrigens aufgelistet.

Selbst professionelle Spiegelreflexkameras sind mit Videofunktionen ausgestattet. Daraus ergeben sich für Profis völlig neue kreative Möglichkeiten und interessante Tätigkeitsfelder.

Dass auch «echte Fotoapparate» – sprich Spiegelreflexkameras – und nicht nur kompakte Knipser eine Videofunktion bieten, wurde anfänglich mit viel Skepsis betrachtet, zumal man beim Filmen mit DSLRs mit einigen Unzulänglichkeiten zu kämpfen hat. Wie immer bei technischen Fortschritten gab es Leute, die diese neue Funktion bejubelten, und andere, die sie als Spielerei abtaten.

Jedenfalls haben die ersten Video-DSLRs einen kleinen Boom ausgelöst und die Nachfrage nach der Videofunktion hat sogar die Kamerahersteller überrascht. Allerdings sind es weniger die Fotografen als vielmehr ambitionierte und professionelle Filmer, die sich für die Video-DSLRs begeistern. Der Grund: Filmer können mit diesen Kameras endlich Videoaufnahmen realisieren, wie sie bislang mit herkömmlichem und bezahlbarem Videoequipment kaum oder nur umständlich möglich waren. (Mehr dazu im Abschnitt «5. Was Video-DSLRs interessant macht»). Das hat den Herstellern von filmenden Fotokameras eine neue Klientel beschert, die den Fotoapparat als Filmwerkzeug betrachtet und Anforderungen an die Kameras hat, die von den Kameraentwicklern offensichtlich gar nicht bedacht worden waren.

1. Bewegte Bilder im Trend

Die Video-DSLRs kommen auch gerade zu einem Zeitpunkt, wo sich eine Verlagerung weg vom einfachen Standbild und hin zum Bewegtbild abzeichnet. Deutlich ist dieser Trend im Leitmedium Internet zu beobachten, wo Videos massiv an Bedeutung gewinnen. Viele Webseiten – und besonders solche aus dem News-Bereich – versuchen heute ihre Besucher mit Videos, statt bloss mit Fotos zu fesseln.

Ein weiteres Beispiel für den erwähnten Trend lässt sich auch bei der Präsentation von Fotos oder genauer bei der digitalen Diaschau feststellen. Die simple Anzeige eines Bildes nach dem anderen ist überholt. In heutigen Diaschauen – wie und wo immer sie stattfinden (Web, Beamer, DVD etc.) – werden Fotos mit virtuellen Kameraschwenks und -fahrten sowie fliessenden Ausschnittänderungen (virtuelles Zoom) präsentiert. So wird die Diaschau zu einem animierten Film. Bekannt sind diese Bewegungseffekte, die übrigens von Werken des Dokumentarfilmers Ken Burns inspiriert sind, aus populären Programmen wie iPhoto und Photoshop Elements. Auch kurze Videosequenzen werden bei solchen Diaschauen gerne unter die Fotos gemischt, was künftig mit Video-DSLRs wohl häufiger geschehen wird. Je mehr die Bildpräsentation zu einem Film wird, desto wichtiger ist auch der passende Ton, der nicht nur aus einem Soundtrack und einem Kommentar aus dem Off bestehen sollte. Eine ideale Ergänzung ist deshalb ein mobiler Audiorecorder bzw. ein Fieldrecorder. Er ermöglichet hochwertige Stereo-Tonaufnahmen in CD-Qualität (16 Bit bei 44 kHz) oder besser. Aufgezeichnet wird über die eingebauten-Mikrofonkapseln oder externe Mikros auf SD-Speicherkarten.

 

 

 

 

 

Kein Film und keine Diaschau ohne O-Ton: Fieldrecorder sind ideal für Kameras ohne (Stereo-)Mikrofoneingang und für einen durchgängigen Originalton. Nicht ganz einfach ist die Platzierung. An der Kamera befestigt, lässt sich – wie mit integrierten – das unbeabsichte Aufnehmen von Bedien- und Kamerageräuschen nur schwer vermeiden. An der Kamera montierte Mikrofone sollten gummigelagert sein. Praktisch sind federnde Haltespinnen.

2. Videofilm

Film bzw. Video ist nichts anderes als eine Folge von Einzelbildern, die kontinuierlich aufgenommen und – ausser bei Zeitlupe- und Zeitrafferfilmen – in gleicher Geschwindigkeit wieder gegeben werden. Die Geschwindigkeit wird in Bildern pro Sekunde oder «frames per second» (fps) angegeben. Für den fotochemischen (Kino-)Film wurde früh 24 fps als weltweiter Standard festgelegt. Bei Video bzw. der elektronischen Filmaufzeichnung verwendet man dagegen je nach Region 25 fps oder 30 fps bzw. 50 oder 60 fps. (Genau genommen betragen die Bildraten 23.976 fps statt 24 fps,  29.97 fps statt 30 fps sowie 59.97 fps  statt 60 fps.)

2.1 SD- bzw. Standard-Auflösung: Videokameras filmen traditionellerweise in TV-Auflösung, die nach regionalem analogem TV-Standard variiert. In Nord- und Mittelamerika sowie Japan gilt der NTSC-Standard mit 480 Bildzeilen bei 60 Hertz, während der Rest der Welt auf den PAL-Standard mit 576 Zeilen bei 50 Hertz setzt. Bei digitalen Videos gibt es deshalb zwei Standard-TV-Auflösungen (SDTV). In unseren Breitengraden wird mit 720 x 576 Pixel aus 25 Ganz- oder aus 50 TV-tauglichen Halbbildern gefilmt, während in den USA mit 720 x 480 Pixel und aus 30 Ganz- bzw. 60 Halbbildern gedreht wird. Doch die Standard-Auflösung ist schon bald Geschichte.

2.2 HD-Auflösung: Gegenwärtig befinden wir uns in einer Übergangsphase zum hoch aufgelösten digitalen Fernsehen (High Definition TV bzw. HDTV). Beim HDTV und HD-Video existieren eine kleine Auflösung mit 720 Bildzeilen (1280 x 720 Pixel) und eine grosse, oft als Full-HD bezeichnete Auflösung mit 1080 Zeilen (meist 1920 x 1080 Pixel). Letztere wird auch für digitalen Kinofilm genutzt, wobei es hierfür den 2K-Standard (2048 × 1080 Pixel) und 4K mit noch höherer Auflösungen (4096 × 2160 Pixel) gibt. Mit der Digitalisierung des Kinofilms ist übrigens die Unterscheidung zwischen Video und Film obsolet.

Als Abkürzung für die HD-Formate verwendet man «720p» sowie «1080i» oder «1080p». Die Buchstaben beschreiben zwei historisch-technisch bedingte Arten der Bilderfassung und des Bildaufbaus, wobei das «p» für progressiv und das «i» für interlaced stehen. Für die analoge TV-Bildübertragung und den Bildaufbau bei konventionellen TV-Geräten mit Röhrenbildschirm werden anstelle von Ganzbildern zeilenweise verwobenene (interlaced) Halbbilder verwendet und an die regionale Wechselstromfrequenz (50Hz oder 60 Hz) gekoppelt. Videokameras können in der Regel wahlweise im Interlaced- und im Progressiv-Modus aufzeichnen. Fotoapparate filmen dagegen fast ausschliesslich progressiv.

3. Videofunktion bei Fotoapparaten

Videofunktionen sind bei den kleinen Digicams schon seit rund zehn Jahren üblich. Anfänglich waren die Auflösung gering und die Aufnahmedauer beschränkt. Heute filmen alle Fotoapparate mit mindestens 640 x 480 Pixel (VGA-Auflösung) und schiessen dabei meist 30 Bilder pro Sekunde (30 fps). Dazu stehen in der Regel noch niedrigere Auflösungen (z.B. QVGA = 320 x 240 Pixel) und geringere Bildraten (z.B. 15 fps) zur Auswahl.

Viele neue Fotoapparate, darunter alle Video-DSLRs und alle spiegellosen Systemkameras, können bereits in HD filmen. Die meisten beschränken sich (noch) auf 720p, einige beherrschen auch 1080p. Als Bildraten stehen meist 30 fps, bei Video-DLSRs meist 24 fps, manchmal auch 25 fps und im Idealfall alle oder auch höhere Bildraten zur Verfügung. Die Videos werden mehr oder minder stark komprimiert. Als Videocodec werden aktuell Motion-JPEG, AVCHD oder (künftig vermehrt) MPEG-4 AVC/H.264 verwendet.

Damit sind Fotoapparate grundsätzlich in der Lage, Videos in gleicher Qualität zu liefern wie Camcorder. Alleine die HD-Auflösung garantiert jedoch nicht automatisch eine gute Videoqualität, denn diese hängt von etlichen Faktoren zusammen ab (Sensor, Objektiv, Bildaufbereitung, Codierung und Datenrate etc.). Wobei gerade die in diesem Artikel besprochenen Fotokameras Videos in guter bis sehr guter Qualität erzeugen.

4. Eine Kamera für alles?

So stellt sich gleich die Frage, ob heutzutage Fotoapparate die besseren Filmkameras sind. Diese Frage kann heute mit einem klaren Nein beantwortet werden, denn bei Fotoapparaten ist Video bloss eine Zusatzfunktion. Die gegenwärtigen Fotokameras sind klar aufs Fotografieren ausgelegt, was besonders beim Handling, den Videoformaten und fehlenden oder unglücklich platzierten Mikrofonanschlüssen deutlich wird. So können beispielsweise viele Kompakt-und Bridge-Kameras während der Videoaufnahme nicht zoomen und manche nur pseudohaft mittels Digitalzoom (Ausschnittänderung samt Interpolation). Die Unterschiede zwischen Foto- und Videokamera sind heute allerdings in der Consumer-Geräteklasse relativ gering, bei Profigeräten mit umfangreichen Einstellungen dagegen stärker und bedeutender.

In Zukunft könnten die Unterschiede zwischen Foto- und Videokameras dahin schmelzen und ein Typus von Hybridkameras entstehen. Etwas in der Art bieten verschiedene Hersteller wie Aiptek oder Sanyo bereits seit Jahren. Denkbar sind auch modulare Kamerasysteme, die sich für verschiedene Film- und Fotoaufgaben zusammenstellen lassen. Die junge Herstellerfirma Red hat – nach ihrem Erfolg mit der digitalen Filmkamera Red One – ein modulares Konzept vorgestellt.

Aktuelles Beispiel für eine Hybrid-Kamera: Einige Modelle von Sanyo werden als Dual-Kameras angepriesen. Abgebildet ist die Xacti HD2000.

Für Video und Foto: Die Scarlet von Red kann mit diversen Sensor-, Speicher- und Suchermodulen zu verschiedenen Filmkameras und auch zu einer Standbild- bzw. Fotokamera (untere Ansichten) kombiniert werden.

5. Was Video-DSLRs interessant macht

Der Grund für die Attraktivität filmender DSLRs liegt in ihren speziellen Eigenschaften, die sie gleichermassen für Digitalfotografen und Filmer begehrenswert macht. Das sind hauptsächlich die Wechselobjektive, die gute Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen und das Spiel mit der Schärfentiefe. Andere DSLR-typische Vorteile wie der schnelle Autofokus, schnelle Bildserien, die Einstellmöglichkeiten und das Handling sind für Filmer entweder nicht von Belang oder fallen im Videomodus leider weg.

5.1 Wechselobjektive: Zu den DSLRs und den neuartigen spiegellosen Systemkameras (z.B. Olympus Pen und Panasonic Lumix G) gibt es zahlreiche Original- und Fremdobjektive, darunter lichtstarke und spezielle Objektive sowie extreme Weitwinkelbrennweiten. Bei allen Consumer-Camcordern und vielen (semi-)professionellen Videokameras sind die Objektive dagegen eingebaut. Wechselobjektive gibt es nur bei teuren Profisystemen. Selbst teure Fotoobjektive sind im Vergleich zu den Videooptiken und somit für einen Filmer geradezu preiswert.

5.2 Fotosensoren und Schärfentiefe: In Spiegelreflexkameras werden grossflächige Fotosensoren verbaut, die meist um 23,6 x 15,8 mm messen (APS-C-Sensoren). Diese Fläche entspricht etwa dem Bildfeld (Filmfläche) des 35mm-Kinofilms, der vertikal durch eine Filmkamera läuft, während er in Fotokamera horizontal tranportiert wird. In Videokameras werden dagegen durchwegs kleine Fotosensoren verbaut (z.B. 4,8 x 3,4 mm in HDV-/DV-Camcordern). Wegen des Zusammenhangs zwischen Sensordiagonale, Bildwinkel und Brennweite bringen Camcorder generell eine grosse Schärfentiefe mit, d.h. von vorne bis hinten wird alles relativ scharf abgebildet. Dies kann bei gewissen Motiven und Szenen vorteilhaft sein (z.B. Actionszenen), wirkt manchmal aber etwas langweilig und erschwert es, die Aufmerksamkeit des Betrachters zu lenken. Durch die grossen DSLR-Sensoren ist die Schärfentiefe tendenziell geringer. Sie lässt sich durch die eingestellte Blende und verwendete Brennweite zusätzlich steuern und kreativ einsetzen, indem beispielsweise einzelne Objekte scharf vom unscharfen Hintergrund abgebildet und auf diese Weise hervorgehoben werden. Mit Video-DSLRs sind also solche Effekte wie im analogen 35-mm-Kinofilm (Kino-Look) möglich, ohne irgendwelche Schärfentiefe-Adapter (z.B. Letus) aufschrauben zu müssen.

5.3 Lichtempfindlichkeit: DSLRs und Systemkameras sind dank ihren relativ grossen Sensoren auch vergleichsweise lichtempfindlich, d.h. das Rauschen in Bildern ist sehr gering. So kann mit hohen ISO-Werten und bei geringem Licht gefilmt werden.

Diese drei Aspekte sind die Hauptgründe, warum unter kreativen Filmern die Video-DSLRs seither massiv für Werbefilme, Musikvideos und dergleichen eingesetzt werden. Ein Beispiel ist der Video «V» des Schweizer Rappers Stress, der mit der Canon EOS 5D Mark II gefilmt wurde und zu dem auch zwei Making-Ofs auf Youtube existieren. Beispiele für den Einsatz der Nikon D90 und der D300s gibt es vom Action-Fotografen Robert Bösch. (Die Links zu diesen und weiteren Videos sowie eine Übersicht über Sensor- und Filmformate sind auf der Web-Seite des Autors www.markuszitt.ch publiziert.)

Für Fotografen ist die Videofunktion dagegen eher eine trendige Zusatzfunktion, die sie nutzen können oder nicht. Presse-, Event- und Hochzeitsfotografen bietet sie jedenfalls zusätzlich die Möglichkeit, neben Fotos auch Videos zu verwerten.

An Video-DSLRs mit Mikrofonbuchse können auch externe Mikrofone verwendet werden. Abgebildet ist eine Canon 5D II mit einer Funkstrecke bestehend aus Empfänger (hier auf einer Blitzschiene) und Funkmikro neben zwei Windschutze.

6. Filmen mit Video-DSLRs

Filmende Spiegelreflexkameras unterscheiden sich bislang kaum von reinen Fotoapparaten und ihren allfälligen videolosen Vorgängermodellen. Allenfalls sind ein zusätzlicher Auslöser (meist für den Daumen) sowie ein weiteres Register im Menü und eine Mikrofonbuchse hinzugekommen. Was das Handling beim Fotografieren anbelangt, existieren keinerlei Unterschiede. Auch beim Filmen werden Video-DSLRs Kamera wie ein Fotoapparat bedient, was dann eben gewisse Probleme bereitet und suboptimal ist.

6.1 Live View / Sucher: Bei einer Spiegelreflex blickt der Fotograf normalerweise durch das Sucherokular über einen Spiegel direkt durch das Objektiv. Im Live-View-Modus wird der Spiegel hochgeklappt, damit das Licht auf den der Sensor fallen und es «live» als Sucherbild am LCD gezeigt werden kann. Derweil ist der optische Sucher nicht nutzbar.

Mit DSLRs kann ausschliesslich im Live-View-Modus gefilmt werden, d.h. die Kamera muss in einem bestimmten Abstand vor dem Gesicht, statt direkt am Auge gehalten werden. Bei hellem Umgebungslicht kann das Sucherbild oft schlecht zu sehen und kaum zu beurteilen sein. Auch das das Verfolgen von Objekten ist in dieser Haltung schwieriger als mit der Kamera am Auge.

 

 

 

 

 

 

Tipp: Hilfreich ist ein Sucherschacht mit Vergrösserungslupe (z.B. Zacuto Z Finder), der mittels Gummi- oder Klettbändern am LCD befestigt wird.

Keine Probleme gibt es bei Kameras mit elektronischem Sucher, wie er bei der Panasonic GH1 integriert ist oder als Zubehör auf die Olympus Pen E-P2 und E-PL1 oder die Panasonic GF1 aufgesteckt werden kann. Dass der Einblickwinkel bis zu 90° verändert werden kann, erhöht den Betrachtungskomfort und macht Aufnahmen aus der Bodenperspektive möglich.

6.2 Fokussieren: DSLRs bieten eine schnelle automatische Scharfstellung (Autofokus, AF) dank speziellen AF-Sensoren (Phasendetektion), die typischerweise im Boden des Spiegelkastens liegen. Im Live-View-Modus erhalten diese AF-Sensoren bei heutigen DSLR-Konstruktionen kein Licht und können nicht genutzt werden. Deshalb erfolgt die Scharfstellung im Live-View-Modus mit dem eigentlichen Fotosensor (Kontrastdetektion), was jedoch vergleichsweise langsam ist. Am schnellsten stellen übrigens die Panasonic G-Modelle scharf, die als spiegellose Systemkameras voll auf die Kontrastmessung angewiesen sind.

Eine zweite Möglichkeit ist es, den Live-View-Modus für eine Schärfemessung rasch zu unterbrechen, was jedoch nur vor und nicht während einer Videoaufnahme möglich ist. Wegen der geringen Schärfentiefe ist eine genaue Scharfeinstellung wichtig, die am besten vorab erledigt wird. Bei den aktuellen Fotoapparaten kann man das Autofokus wie bei einer Kinokamera eigentlich vergessen und muss manuell die Schärfe setzen und nachführen.

Problematisch wird es, wenn sich die Distanz zum Objekt während der Videoaufnahme ändert. Dafür ist das Kontrast-Autofokus oft zu langsam. Kommt das AF halbwegs mit, kann die Aufnahme dennoch unbrauchbar sein, wenn das Autofokus die Distanz nur mühsam findet oder suchend zu «pumpen» beginnt. Eigentlich müsste man die Schärfe während der Aufnahmen manuell nachführen, was jedoch enormes Fingerspitzengefühl und oft mehrere Anläufe erfordert. Tipp: Um die Schärfe manuell während Videoaufnahmen zu verstellen, hilft ein «follow focus». Dieses grosse, griffige Einstellrad wird neben der Kamera auf einer «camera rig» (siehe Bild) montiert und greift auf den Fokusring des Objektivs zu (siehe Bild). Oft wird dazu über das Objektiv ein mit dem «follow focus» mitgeliefertes griffigeres Rad gestülpt und am Fokusring festgeschraubt. Eine weisse Fläche am «follow focus» ermöglicht Markierung per Stift, um bestimmte Distanzen rasch anzuwählen.

6.3 Zoomen: Ein Zoomobjektiv ist eine feine Sache, erlaubt es doch eine stufenlose Brennweitenänderung. So muss man nicht dauernd das Objektiv oder den Standort wechseln. Ausserdem lässt sich der Bildausschnitt genau festlegen.

Wie erwähnt können längst nicht alle kleinen Fotoapparate während dem Filmen auch zoomen. Bei den DSLR- und den Systemkameras ist dies zwar möglich, jedoch nur manuell am Objektiv. Eine fliessende Zoomfahrt ist so kaum machbar oder verlangt viel Erfahrung, noch mehr Gefühl und oft mehrere Anläufe. Hilfe bieten hier ein camera rig, bei dem über grossen Einstellräder (wie follow focus) oder Hebel, der Zoomring am Objektiv sanft verstellt werden kann.

Vorzugsweise verzichtet man auf Zoomfahrten, wie dies auch eine alte Regel empfiehlt. Stattdessen macht man erst eine Aufnahme mit einer Brennweiteneinstellung, dann eine zweite mit der anderen Brennweite und fügt beim Videoschnitt die Szenen aneinander.

6.4 Blende und Belichtung: Während Videoaufnahmen erfolgt die Belichtungssteuerung bei allen Kameras automatisch, was nicht immer ideal ist. Über die Plus-Minus-Taste kann die Aufnahme abgedunkelt oder aufgehellt werden.

Für die optimale Belichtung wählen die Kameras Blende, Zeit und ISO-Werte automatisch. Für kreatives Filmen sollte man mindestens die Blende vorwählen können, was beispielsweise bei Nikon-Kameras möglich ist. An der Canon 5D Mark II klappte dies bis zum ersten Firmware-Upgrade nur, indem Fremdobjektive mit manueller Blende montiert wurden (z.B. Zeiss ZE oder ältere Nikon mit Adapter von Novoflex oder Zörk). Zur manuellen Blende wählte die 5D Mark II die passende Zeit und ISO. Inzwischen sind bei der 5D Mark II mit dem Firmware-upgrade sowie den neueren Canon-Modellen im «M»-Modus ebenfalls manuelle Einstellung von Blende, Zeit und ISO möglich. Bei allen Kameras beträgt die längste Belichtungszeit während Videoaufnahmen allerdings eine Dreissigstel-Sekunde. Längere Zeiten sind nun mal nicht möglich, wenn für ein Video 30 Bilder pro Sekunde aufgenommen werden.

Kürzere Belichtungszeiten lassen sich beliebig wählen, doch kommt es bei kurzen Zeiten zu einem hakligen Bilderfluss – ähnlich wie beim Einsatz eines Stroboskops. Idealerweise wird mit einer Belichtungszeit von etwa einer Fünfzigstel-Sekunde gefilmt, wie ihn die klassischen Filmkameras mit Umlaufverschluss bzw- blende) boten und was einen sanften Bilderfluss erzielt. Allfällige Bewegungsunschärfen in den Einzelbildern werden beim Abspielen des Films nicht wahrgenommen. (Die Umlaufblende kann man sich als rotierende runde Scheibe vorstellen, deren eine Sektor durchbrochen ist, um in der Belichtungsphase Licht auf den Film durch zu lassen. Während der Filmtransportphase versperrt dann die andere verspiegelte Teil der Umlaufblende dem Licht den Weg zum Film und leitet stattdessen das durchs Objektiv einfallende Lichtbild in den Sucher.)

6.5 Handling und Haltung: Das Umschalten zwischen Foto- und Videoaufnahmemodi geschieht je nach Kameramodell und -marke entweder über das Betriebsartenrad, einen Schalter, über die LiveView-Taste (DSLRs) oder über eine Video-Sofortstarttaste (Panasonic). Auch bei der Canon 5D Mark II lässt sich die «Set»-Taste als Soforttaste konfigurieren.

In der Regel muss bei spiegellosen Systemkameras erst der Videomodus und bei Video-DSLRs Live-View aktiviert werden, bevor sich Videoaufnahmen starten lassen. Als Video-Auslöser dient eine separate oder die Live-View-Taste, die meist mit dem Daumen gedrückt wird. Während einer Videoaufnahme können keine Fotos geschossen werden. Nur bei der Canon 5D Mark II funktioniert dies, doch wird dabei die aktuelle Videoszene für eine lange Sekunde eingefroren.

Die Kamerahaltung im Live-View-Modus ist nicht unbedingt ideal für ein sanfte und präzise Kameraführung. Grosse Objektive fallen dabei besonders negativ ins Gewicht. Filmen aus freier Hand ist zwar möglich, bringt aber bei Tele- und im Makroaufnahmen kein befriedigendes Resultat.

Vorzugsweise wird die Kamera auf einem Stativ mit Videokopf eingesetzt. Wer beweglich filmen will, greift zu einem Einbeinstativ oder wählt ein «camera rig», mit dem die DSLR wie eine Schulterkamera genutzt werden kann. Firmen wie Redrockmicro und Zacuto (www.zacuto.com, bei Light & Byte www.lb-ag.ch) haben inzwischen auch Rigs speziell für filmende Fotoapparate im Angebot.

Ein «Rig» (0ben zwei von Zacuto, unten von Redrock) ist ein Träger- und Stützsystem für eine Kamera und Zubehör – beispielsweise ein externer Monitor und grosse Einstellräder für Fokus, Blende und/oder Zoom.


 

 

 

 

 

 

 

 

6.6 Mikrofonanschluss: Originalton ist für Videoaufnahmen essentiell. Deshalb verfügen alle Kameras über ein internes Mikrofon, das sich auch abschalten lässt. Wie bei den Videocamcordern ist das interne Mikro jedoch eine Notlösung. Oft nimmt es auch Kamera- und Bedienungsgeräusche auf. Für optimale Tonqualität sollte deshalb ein externes Mikro verwendet werden, doch leider besitzen nicht alle Kameras eine Standardbuchse. Bei einfachen Kompakt- und Bridge-Kameras fehlt der Anschluss komplett.

6.7 Aufnahmedauer: Selbst wer eine gigantische Speicherkarte verwendet, kann nicht beliebig lange drauflos filmen. Eine Einschränkung gibt es, weil die FAT32-formatierten Speicherkarten maximale Dateigrössen von 4 GB erlauben.

Dann existieren noch EU-zolltechnische Einschränkungen, wonach Geräte mit einer Aufnahmedauer von 30 Minuten und mehr anders klassiert und höher taxiert werden. Die Panasonic-Kameras nehmen deshalb maximal Videos von 29 Minuten und 59 Sekunden Länge auf. Bei den Canon-Kameras beträgt die maximale Aufnahmedauer von HD-Videos 12 Minuten, während sich Olympus auf 7 Minuten und Nikon auf 5 Minuten beschränkt. Bei kleineren Videoauflösungen sind jeweils längere Videoclips möglich. Wird die maximale Dauer erreicht, stoppt die Aufnahme. Eine neue kann sogleich gestartet werden.

Die Kamera kann eine Aufnahme auch bei Problemen mit Speicherkarten stoppen oder um eine Überhitzung zu verhindern. Durch den Dauerbetrieb beim Filmen, durch den «Live View»-Modus und die hohe Umgebungstemperatur wird der Fotosensor stark erhitzt, was das Bildrauschen verstärken kann. Spätestens beim Erreichen einer kritischen Temperatur schaltet die Kamera nach einer Warnung aus.

6.8 Speicher: Digitale Fotoapparate speichern Fotos wie Videos ausschliesslich auf Speicherkarten. Die gebräuchlichste Karte ist die SD-Karte, die auch bei Consumer-Camcordern inzwischen das gängigste Speichermedium ist. Unter den DSLRs besitzen viele einen SD-Kartenslot, doch ist die CF-Karte weiterhin stark vertreten.

Zum Filmen in HD-Auflösung werden schnelle Karten benötigt, die den Datenstrom zügig wegschreiben. Kommt die Karte mit dem Schreiben nicht nach, bricht die Kamera die Aufzeichnung ab – oder es kann zu Aussetzern in der Aufzeichnung kommen. Deshalb gilt es auf die Karten-Empfehlung im Handbuch zu achten. Auch sollte man Speicherkarten nach Gebrauch in der betreffenden Kamera formatieren, statt die Daten bloss zu löschen.

6.9 Bildstile: Die Fotoapparate bieten Bildstile wie «Neutrale Farben», «Kräftige Farben», «Monochrom» etc. und erlauben zudem die Definition von eigenen Stilen mit Einstellungen von Kontrast, Farbsättigung und anderem. Diese Bildstile und -einstellungen, oder bei Olympus auch die «Art»-Effekte, können sowohl auf JPEG-Fotos als auch auf Videos angewendet werden. Nur bei Fotos im RAW-Format lassen sich Bildstile oder auch eine falsche Weissabgleich wieder rückgängig machen.

Für Videoaufnahmen empfehlen sich deshalb eher neutrale Bildeinstellungen, denn Bildeffekte lassen sich in der Postproduktion leicht hinzufügen, jedoch nicht entfernen.

6.10 Staub: Ein Problem von Digitalkameras mit Wechselobjektiven ist Staub, der sich trotz kamerainterner Staubreinigung gerne auf dem Sensor ablagert und fortan als dunkle Flecken in Fotos und Videos zu sehen ist. Im bewegten Videobild fallen solche Fixpunkte extrem auf, weshalb man möglichst vor den Aufnahmen auf ein staubfreies Bild achten sollte.

Bei den spiegellosen Systemkameras ist das Reinigen einfach, bei den DSLRs mit ihrem weit hinten platzierten Sensor jedoch etwas mühsam.

6.11 Rolling Shutter-Effekt: Bei raschen horizontalen Kameraschwenks und Motiven, die sich durch das Bild bewegen, können Verzerrungen in den Aufnahmen entstehen. Dieser Effekt wird bei Videoaufnahmen durch das zeilenweise und somit zeitverschobene Auslesen eines CMOS-Fotosensors verursacht.

7. FaZitt

Grundsätzlich kann man sich mit einem filmende Fotoapparaten das Mitschleppen oder den Kauf eines zusätzlichen Camcorders sparen, jedoch nur wenn man primär fotografiert und nur gelegentlich filmt. Ein vollwertiger Ersatz für Camcorder sind sie noch nicht.

Die Spiegelreflex- und spiegellosen Systemkameras sind für Actionvideos oder das lockere Filmen aus der Hand weniger geeignet. Sie sollten eher statisch und für szenisches Filmen verwendet werden. Für kreative Filmer sind sie ein extrem wertvolles Zusatzwerkzeug, das – richtig eingesetzt – beindruckende Aufnahmen liefern kann.

Filmende DSLR- und Systemkameras (Stand: Februar 2010)

Filmende DSLRs werden momentan nur von Canon, Nikon und Pentax angeboten, doch gibt es mit den neuen spiegellosen Systemkameras auch filmende Kompakt- und eine Bridge-Kameras mit wechselbaren Objektiven von Olympus, Panasonic und neu auch Samsung.

Video-DSLRs:
Canon Bislang beherrschen nur die DSLRs von Canon sowohl Full-HD 1080p und diverse Bildraten. Die neusten Modelle – ohne 5D Mark II und 500D – bieten 1080p bei wahlweise 24 fps, 25 fps und 30 fps (maximal 12 Minuten) sowie 720p bei 50 und 60 fps (maximal 18 Minuten). Videos werden in .MOV-Dateicontainern abgelegt. Kodiert werden die Bildströme mit dem H.264-Codec, die Audioströme in linearem PCM. Tonaufnahmen über das interne Mikro erfolgen in Mono.
Canon EOS 1D Mark IV: Die professionelle 16-Mpx-Reportagekamera besitzt einen Fotosensor, der mit 27.9 x 18.6 mm zwischen Vollformat- und APS-C liegt (Brennweitenverlängerung gegenüber Kleinbild 1.3x). Sie schiesst bis zu 10 Fotos pro Sekunde und besitzt einen 3.5mm-Klinkenbuchse für externe Stereomikro.
Canon EOS 5D Mark II: Kurz nach der Nikon D90 vorgestellt ist sie die erste DSLR mit Full-HD-Filmfunktion und hat den Boom. Sie fotografiert mit 20 Mpx und hat einen Anschluss für externe Mikros.
Canon EOS 550D: Das allerneuste Modell fotografiert mit 18 Mpx und hat einen Anschluss für externe Mikros.
Canon EOS 500D: Das Einsteigermodell fotografiert mit 15 Mpx und filmt in 1080p jedoch bei einer untypisch niedrigen Bildrate von 20 fps. Erst bei 720p stehen 30 fps zur Verfügung. Ein Mikrofonanschluss ist nicht vorhanden.
Nikon Alle Nikon-DSLRs filmen maximal in 720p und mit 24 fps, wobei die Aufnahmedauer pro Clip auf 5 Minuten begrenzt ist. Kodiert werden die Videos als Motion-JPEG als .AVI-Containerdatei. Die internen Mikros nehmen in Mono, externe in Stereo auf. Die Sensorgrösse entspricht ausser bei der D3s dem APS-C-Format und somit dem Bildfeld einer 35mm-Filmkamera.
Nikon D3s: Die schnelle und robuste 12-Mpx-Profikamera schiesst schnelle Serienfotos und dies selbst bei sehr wenig Licht. Sie besitzt einen Vollformatsensor.
Nikon D300s: Als semiprofessionelle Kamera schiesst sie 12-Mpx-Fotos und 720p-Filme.
Nikon D90: Die 12-Mpx-Kamera richtet sich an Fotoamateure und war die erste filmende DSLR. Während dem Filmen kann nur von Hand scharf gestellt werden. Ein Mikrofonanschluss fehlt.
Nikon 5000: Die einfache und preiswerte 12-Mpx-Kamera richtet sich an Einsteiger und besitzt einen nach unten ausklapp- und drehbaren LCD. Es gibt keinen Mikrofonanschluss.
Pentax Die beiden DSLRs besitzen einen beweglichen Fotosensor in APS-C-Grösse, den sie zur Bildstabilisierung nutzen. Sie zeichnen 720p-Videos jeweils mit 24 fps auf (Motion-JPEG-Codierung im .AVI-Dateicontainer). Die maximale Aufnahmezeit beträgt 25 Minuten. Eingebaut ist jeweils eine Mono-Mikrofon.
Pentax K-7: Sie ist das robuste DSLR-Flaggschiff von Pentax und besitzt einen 14-Mpx-Sensor. Neben 720p-Video kann sie noch hoch aufgelöste Video mit 1536 x 1024 px im 3:2-Seitenverhältnis aufnehmen. Eine 3.5mm-Klinkenbuchse ermöglicht den Anschluss eines externen Stereomikros.
Pentax K-x: Das preiswerte 12-Mpx-Einsteigermodell nutzt als einzige neue DSLR keine Lithium-Ionen-Akku, sondern gängige AA-Batterien/-Akkus und verzichtet auf eine HDMI-Schnittstelle.
Mini Systemkameras
Olympus Bislang kann keine DSLR von Olympus filmen, dies beherrschen nur die hier aufgeführten spiegellosen Systemkameras für das Micro-FourThirds-System. Alle drei filmen in 720p mit 30 fps für maximal 7 Minuten pro Clip (Motion-JPEG als .AVI-Datei). Der Sensor im typischen FourThirds-Format misst 17.3 x 13mm ist damit kleiner als APS-C-Sensoren. Er wird auch zur Bildstabilisierung genutzt.
Olympus Pen E-P1 und E-P2: Die beiden 12-Mpx-Kompaktkameras im Retrodesign filmen in 720p mit 30 fps. Die P2 kommt mit aufsteckbarem elektronischen Sucher und hat einen proprietären Audio-Anschluss.
Olympus Pen E-PL1: Sie entspricht weitgehend der E-P2 und ist etwas schlichter. Der elektronische Sucher kostet extra.
Panasonic Die mini Systemkameras von Panasonic erlauben die längste Aufzeichnungsdauer (maximal 29 Minuten und 59 Sekunden). Ihre Videos können entweder im platzsparenden AVCHD- oder im konventionellen Motion-JPEG-Format abgelegt werden. Beide Modelle sind kompatibel zum Micro-FourThirds-Standard.
Panasonic Lumix GF1: Die kompakte Kamera knipst mit 12 Mpx-Fotos und nimmt Videos in 720p bei 25 oder 30 fps auf. Sie nimmt Audio intern in Mono und mit externem Mikro (2.5mm-Klikenbuchse) in Stereo auf. Optional ist ein elektronischer Sucher erhältlich.
Panasonic Lumix GH1: Die Bridge-Kamera ähnelt mit ihrem eingebauten elektronischen Sucher einer Spiegelreflex, gehört jedoch zu dem Micro-FourThirds-System. Sie filmt in 1080p und 720p mit 25 oder 30 fps, wobei sich die Belichtung auch manuell steuern lässt und das Autofokus am am schnellsten. Sie besitzt als einzige Kamera ein eingebautes Stereomikrofon und einen Mikrofonanschluss.
Samsung Anfangs 2010 wurde mit der NX10 die erste Kamera für Samsungs eigenes NX-System vorgestellt.
Samsung NX10: Die Bridge-Kamera besitzt einen 14,6-Mpx-Fotosensor in APS-C-Grösse. Sie filmt in 720p mit 30 fps für bis 25 Minuten. Ihre MP4-Videos werden in H.264 (Video) und AAC (Audio mono) kodiert.
Weitere technische Daten zu diesen und aktuelleren Kameras und die aktuellen Listenpreise finden Sie als fortlaufend aktualisierte Marktübersicht (PDF) auf www.markuszitt.ch/downloads

Markus Zitt / www.markuszitt.ch

5 Kommentare zu “Filmende Fotokameras: Die heimlichen Videostars”

  1. Schöner Bericht.
    Bei der Beschreibung der Panasonic GH1 am Ende haben Sie leider nicht erwähnt, dass sie als eine der ganz wenigen Kameras im 720p Modus mit echten 50 progressiven Frames aufnimmt. Für mich war das ein echter Kaufentscheid.

  2. @NoBraun Ich habe Ihren Beitrag auf dem Blog mit grossem Interesse gelesen. Auch nach meiner (kurzen) Erfahrung braucht man für die Canon nicht viel Zubehör.
    Ton: Reportage-Profis, die ich kenne, machen es sich einfach. Sie brauchen den Ton in der Kamera nur als Referenzton für die Post-Production und verwenden so oder so z.B. Mikrophone mit Recorder. Deshalb behandelt Canon selbst im Profi-Videoprogamm den Ton eher stiefmütterlich.
    Kleiner Hinweis: In ihrem Blog kommen Sonderzeichen auf IE als Code durch, was ihnen vielleicht auf dem Mac entgangen ist. Und sonst, besten Dank.

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