Urs Tillmanns, 5. September 2010, 17:40 Uhr

«Time Pilot» und wie er entstand

Oliver M. Strate befasst sich seit Jahrzehnten mit Filmen und Filmmusik. In neuerer Zeit gehört daneben das Entwickeln aufwändiger Composings zu seinen Lieblingsbeschäftigung. Nach unzähligen Stunden Arbeit entführt er uns in seine Welt des Science Fiction. In dieser Bildserie zeigt der Künstler, wie sein neustes Werk «Time Pilot» Schritt für Schritt entstanden ist.

Da mich Filme und im speziellen Science Fiction interessiert, stand nach dem retrofuturistischen Projekt «Take Me To The Bridge» nun die Time Pilot-Idee zur Umsetzung an. Hier sehen wir eine der unzähligen Testaufnahmen. Geprüft wurden Körperhaltungen, Dekorationsansätze und technische Möglichkeiten im Rahmen von fünf Testshootings. Die Glasplatte wurde einem Kühlschrank entnommen.

Im Mittelpunkt des Settings sehen wir einen Formwandler aus flüssiger Materie. Dazu musste das Modell glatte helle Gummihandschuhe tragen, da später an die Stelle des linken Gummihandschuhs eine passende Textur aufgelegt wird.

Nachdem das Model mitsamt Setting freigestellt wurde, musste die Kommandobrücke Schritt für Schritt aufgebaut werden. Die Aufzugstür Im Hintergrund ist der Eingangsbereich eines Hauses. Auch sieht man den ersten Versuch, die Glasplatte mit Hilfe des Verflüssigen-Dialogs in ein Biegsames Display zu verwandeln.

Auf der linken Seite soll ein Fenster zu sehen sein. Um dem Bild Grösse zu geben, darf ein Weltraumshuttle nicht fehlen. Dazu wurde ein alter PKW fotografiert und auswändig zum Weltraumfahrzeug umgebaut. Das Shuttle trägt in der fertigen Version den Name «WOYF 4».

Die Kufen sind kleine Tischlautsprecher, die liegend fotografiert wurden. Das Bild der Erde ist ein NASA-Foto (Public Domain) das mit diversen Filtern manipuliert und aufgehellt wurde. Link zum fertigen Shuttle.

Erster Entwurf des Fensters mit Blick in das Weltall. In den nächsten Schritten muss das Fenster sowohl transformiert als auch mit einer Glasscheibe versehen werden. Zu sehen ist nun erstmalig auch die linke Hand mit der Flüssigtextur. Erleichtert wurde die Arbeit durch die schon erwähnten Gummihandschuhe. So ist die Form der Hand gleichmässig und ohne Behaarung.

Ein ganzer grosser Schritt im Produktionsverlauf war eine nochmalige Änderung der Elementenanordnung. So ist der Pilot mitsamt Arbeitsbereich weiter nach rechts gewandert; weg von der Mitte. Dorthin kommt nun der Reaktor, der für den Zeitsprung benötigt wird. Dieser besteht aus einem Dübel der normalerweise auf einer Baustelle Verwendung findet. Da der Dübel jetzt fälschlicherweise wie ein Bohrer ausschaut der sich durch die Decke frisst, muss für diesen noch eine Verkleidung entwickelt werden.

Hier sieht man das quasi fertige Bild. Alle Elemente sind an der richtigen Stelle; der Reaktor verfügt über einen filigranen Glaszylinder und die Farb-/Lichtsituation ist ebenfalls ausgereift. Da ein gelber Farbton über Blau ein Grün ergibt, musste das Blau im oberen Bildbereich entsättigt werden. Ein leichter Grünstich ist freilich noch zu erkennen.

Die Nachproduktion hat nochmal sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Zwei Dinge wurden gleichzeitig bearbeitet: Das akkurate Auffüllen leerer Räume (Beispielsweise links unten und rechte Seite), und die Formung lebendiger Impulse. Zu letzterem gehört das Lichtflirren des Reaktors, die Laserstrahlen mit entsprechenden Reflexionen, Spiegeleffekte an den Wänden, Einmalen von Schatten und dem Setzen weiterer Lichtpunkte.

Oliver M. Strate

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