Markus Zitt, 12. September 2010, 07:00 Uhr

Die aktuellen Kameratrends

Am Dienstag beginnt die photokina und damit die Endphase der diesjährigen Vor-photokina-Neuheitenwelle. Dies ist eine gute Gelegenheit, die Trends anhand der bisher angekündigten Kameras zusammen zu fassen.
Im Gegensatz zu der üppigen Neuheitenflut zu Beginn des Jahres ist die Zahl an Herbstneuheiten mager, dafür interessanter ausgefallen. Obwohl die Ankündigungsphase noch nicht abgeschlossen ist, dürften in der letzten Woche vor der photokina sowie an der Messe nicht mehr viele, aber dennoch einige attraktive Neuheiten folgen. So erwarten wir für die kommenden Tage – sozusagen als Höhepunkt der Ankündigungswelle – noch Topmodelle der Marken Canon, Nikon, Olympus, Samsung und Sony.

Die interessantesten Trends

Als die beiden interessantesten und für die Zukunft wichtigsten Kameratrends erachten wir nach wie vor einerseits die junge und stetig wachsende Gattung der spiegellosen Systemkameras sowie die filmenden Systemkameras.

Die Grundsteine für beide Trends wurden bereits an der letzten photokina vor zwei Jahren gelegt. Im Vorfeld der Messe stellten damals Olympus und Panasonic den microFourThirds-Standard vor und kündigten damit den Bau von spiegellosen Kameras für Wechselobjektive an.

Parallel dazu stellten Nikon und Canon die ersten filmenden DSLR-Kameras vor, was nach der breiten Etablierung von Live-View eigentlich nur noch eine Frage der Zeit war. Dennoch überraschte damals, dass Fotoapparate mit Spiegel noch vor den neuen spiegellosen Systemkameras das Filmen erlernten.

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Spiegellose Systemkameras

Kameratypen, die dem Fotografen einen Blick durch das Objektiv und damit eine präzise Ausschnittwahl ermöglichen, sind ideal, um unterschiedlichste Objektive daran zu verwenden. Deshalb wurden ab den 1960er-Jahren um die Kameras mit Spiegelreflexsucher umfangreiche Objektivsortimente aufgebaut.

Nachdem der Fotofilm durch einen Fotosensor ersetzt wurde und dieser auch ein Sucherbild auf einen Bildschirm ermöglichte, war der Blick durchs Objektiv nicht länger eine Domäne für (digitale) Spiegelreflexkameras. Jede digitale Kompaktkamera bietet dies. Da lag es eigentlich nahe, auf den voluminösen, geräuschvollen und für gewisse Funktionen eher hinderlichen Spiegel zu verzichten.

Der Wegfall des Spiegels ermöglicht kleinere und vor allem dünnere Kameras. (Die dünne Bauweise bzw. das niedrige Auflagemass macht es übrigens relativ einfach, per Adapter Objektive mit verschiedenen Anschlüssen zu verwenden. Das kann für manchen Besitzer von „älteren“ Wechselobjektiven die spiegellosen Systemkameras zusätzlich attraktiver machen.)

Das dünne Gehäuse einer spiegellosen Systemkamera macht es einfach, SLR-Fremdobjektive mit Adaptern (z.B. von Novoflex oder Zörk) zu verwenden.

Da in den letzten zwei, drei Jahren die Auflösung und Qualität der Bildschirm auf der Kamerarückseite sowie jene in elektronischen Suchern gestiegen ist, sind diese den optischen Suchern, wie dem Spiegelreflexsucher, zunehmend ebenbürtig. Qualitativ noch unterlegen, bietet das elektronische Sucherbild schon heute viele Vorteile, für deren Auflistung hier der Platz fehlt.

Nachdem Olympus und Panasonic mit ihren spiegellosen Systemen erfolgreich gestartet sind und dieses Jahr Samsung und Sony ebenfalls solche Systeme lancierten, dürften wohl auch andere Kamerahersteller und auch die grossen DSLR-Marken folgen.

All dies dürfte dazu führen, dass die spiegellosen Systemkameras mittelfristig die Spiegelreflexkameras verdrängen werden – erst im Consumer-, später auch im Profibereich.

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Teildurchlässige statt hoch klappende Spiegel

Eine interessante Innovation stellen die kürzlich angekündigten Alpha 33 und 55V von Sony dar. Die beiden besitzen anstelle eines hoch- und zurück klappenden Reflexspiegels einen fixierten teildurchlässigen Spiegel. Dieser neue Kameratypus wird als SLT (Single Lens Translucent) bezeichnet, während die „normale“ Spiegelreflex ja SLR (Single Lens Reflex) und als digitale Variante DSLR/D-SLR genannt wird.

Das Reflexions-Transmissionsverhältnis des Spiegels und damit der Lichtverlust wird offiziell nicht kommuniziert. Der Lichtverlust soll jedoch unbedeutend sein, wobei manchmal von einer Drittel Blende die Rede ist.

Anders als bei DSLR, die für den Live-View- und den Videomodus den Spiegel hoch klappen, ist der Spiegel der SLT-Modelle fixiert und teildurchlässig. Er lenkt einen kleinen Teil des Lichts nach oben, wo der Sensor des Phasen-Autofokus sitzt. So wird im Live-View- und Videomodus eine rasante automatische Scharfstellung gewährleistet.

Der transluzente Spiegel ermöglicht höhere Bildraten bei Serienfeuer, und zwar bei günstiger Bauweise bzw. Kamera. So schafft die Alpha 55 bis 10, die Alpha 33 bis zu 7 Fotos pro Sekunde (fps). Geschwindigkeiten, die sonst nur wesentlich teurere semiprofessionelle DSLRs bieten. Die schnellen Bildfolgen sind übrigens nicht nur für Action-Aufnahmen vorteilhaft, sondern sie ermöglichen Multishot-Techniken aus der Hand, wie z.B. HDR, Panoramen, rauscharme Nachtaufnahmen durch Überlagerung mehrerer Bilder.

Interessanter ist jedoch, dass der teildurchlässige Spiegel etwas Licht für einen schnellen Phasen-Autofokus-Sensor abzwackt und so bei Live-view und beim Videofilm schnelles automatisches Scharfstellen ermöglicht, im Gegensatz zum bisher eher langsamen Kontrast-Autofokus.

Übrigens: Kameras mit teildurchlässigem Spiegel, die Teil eines Spiegelreflexsystems waren, gab es schon früher. Beispiele sind die Nikon F2 H (Highspeed) von 1978, die Canon F1new Highspeed (ca. 1983) und die Canon EOS RT von 1989.

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Filmende DSLRs und Systemkameras

Da ja Kompaktkameras schon lange auch Videoclips aufzeichnen können, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch DSLRs dies beherrschten. Sinn macht dies im News-Bereich, wo Fotoreporter von Medienunternehmen und Bild-/Nachrichtenagenturen nicht mehr nur Fotos für die Print- und Online-Ausgaben liefern, sondern auch gleich Videos für TV-Sender und den wachsenden Videobedarf von Internet-News-Portalen liefern. Zumindest in der Theorie klappt dies hervorragend, wenngleich dies in der Praxis etwas schwieriger zu realisieren ist – zumindest jetzt, wo der Filmer alleine schon mit einigen Unzulänglichkeiten der filmenden DSLRs zu kämpfen hat. Gegen diese Unzulänglichkeiten hilft spezielles Zubehör (Camera Rigs, Follow Focus“-Räder etc.), was zu einem Flut an Film-Zubehr für DSLRs geführt hat.

Entgegen der Erwartungen haben die filmenden DSLRs nicht bei den Bildjournalisten, sondern viel massiver bei anspruchsvollen und professionellen (Video-)Filmern eingeschlagen und einen wahren Hype ausgelöst. Ein Grund dafür ist die Möglichkeit verschiedenste Wechselobjektive zu verwenden, die im Vergleich zu Wechselobjektiven im professionellen Videobereich geradezu billig sind. Ein zweiter Grund ist die Sensorgrösse. Selbst die Fotosensoren in professionellen Videokamera sind kaum Fingernagel-gross, während jene in DSLR- und spiegellosen Systemkameras typischerweise rund 15 x 23 mm messen. Diese grösseren Sensoren ermöglichen das kreatives Spielen mit der Schärfentiefe und sind zudem lichtempfindlicher, was in Aufnahmesituationen mit wenig Licht für erheblich bessere bzw. rauscharme Aufnahmen sorgt.

Eingesetzt werden die filmenden Systemkameras häufig für Musikvideos und Werbeclips, aber auch für Kino- und TV-Spielfilme sowie vereinzelt für TV-Serien (z.B. Dr. House). Besonders erfolgreich ist Canon, deren EOS 5D Mark II und EOS 7D in vielen professionellen Produktionen eingesetzt wurden. (Mehr grundlegende Infos zum Thema bietet übrigens die Topstory über filmende Fotoapparate.)

In den letzten Wochen sind mit der Canon EOS 60D, der Nikon D3100, der Pentax K-r und den vier Sony Alpha-Modellen neue DSLRs mit HD-Videofunktion hinzugekommen. Die 60D bietet den von Canon gewohnten, vielfältigen Funktionsumfang punkto Videomodi. Beim Einsteigermodell D3100 bietet Nikon nun endlich auch Full-HD 1080p, während sich Filmer bislang bei den Nikon-Kameras mit dem kleinen HD-Format 720p begnügen mussten. Derweil setzt Pentax in ihrer K-r weiterhin auf 720p. Sony hat gut zwei Jahre gewartet, bis sie vergangenen August erste Modelle mit Videofunktion auf den Markt brachte. Sie alle filmen in Full-HD 1080i. Besonders interessant für Filmer sind die beiden SLT-Modelle, denn dank ihrem teildurchlässigen Spiegel beherrschen sie auch während der Videoaufzeichnung die schnelle automatische Scharfstellung per Phasen-AF.

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Camcorder im Zeitalter filmender DSLRs

Seit sich Fotoapparate für ambitionierte Filmer als die besseren Videokameras etablieren, haben es herkömmliche Camcorder zunehmend schwerer Käufer zu finden, zumal auch die weniger versierten Filmer entweder Fotoapparaten den Vorzug geben oder für ihre Videoaufnahmen lediglich ein Handy oder eine Web-Cam nutzen.

Für die versierteren Filmer kommen nun erschwingliche Camcorder mit Wechselobjektiven und grossen Fotosensoren. Ein erstes Modell dieser neuen Camcorder-Gattung ist die Sony NEG-VG10, die Teil des NEX-Systems von Sony ist und die gleichen Wechselobjektive wie die spiegellosen NEX-Fotoapparate nutzt. Auch andere Camcorder-Hersteller werden demnächst mit ähnlichen Produkten aufwarten, die die Foto- und Videowelt verbinden.

Gegenwärtig gibt es also filmende Fotoapparate und fotografierende Videocamcorder. Bald dürfte es aber auch Hybridkameras geben, die beide Aufgaben gleichermassen gut erledigen können. Etwas Kompaktes in dieser Art bietet Sanyo bereits seit Jahren als „Dual-Kameras“ an.

Während versierte Filmer also künftig System-Camcorder nutzen können, gibt es für den Gelegenheitsfilmer ebenfalls eine adäquate Lösung in Form der Pocket-Camcorder. Sie sehen eher aus wie Handys und sind minimal ausgestattet. So haben sie kein oder nur ein minimales optisches Zoom. Besonders bekannt und erfolgreich sind die „Flip„-Modelle von Cisco, dem bekannten Hersteller von Netzwerk-Hardware. Andere Hersteller wie Kodak (Play-Touch und frühere Z-Modelle) oder Creative sind mit vergleichbaren Modellen eingestiegen und dieses Jahr haben auch die Camcorder-Grössen wie JVC, Panasonic (TA1) und Sony (bloggie) solche Geräte eingeführt.

Diese simplen Pocket-Camcorder sprechen vor allem Leute an, die Videos quick und dirty ins Web stellen wollen.

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Kompaktkameras mit 10fach-Zoom

Während viele Kompaktkameras inzwischen Objektive mit 5- und 6fachem Zoomfaktor besitzen, gab es dieses Jahr auffallend viele Kompaktkameras mit 10- oder auch 12fachen Zooms, wie sie vor einigen Jahren ausschliesslich in Bridge-Kameras zu finden waren.

Mit einer Weitwinkelbrennweite von 28 bis 280 mm ist man für die unterschiedlichsten Motive bestens gerüstet. Ist die Kamera ausgeschaltet, ragt ihr kleines Superzoom nicht oder nur wenig heraus. So lässt sich eine solche Kamera leicht in einer Jackentasche verstauen und bei Bedarf rasch hervornehmen. Somit sind diese Modelle ideale Reisekameraden.

Eingeläutet hat diesen Trend Panasonic im Jahr 2006, damals noch mit einem querliegenden Objektiv in Periskop-Bauweise. Nach und nach haben erst Canon dann auch weitere Hersteller solche Modelle lanciert. Zu Beginn dieses Jahres wurden dann auffallend viele solche Kameras vorgestellt. Jüngste Beispiele sind die Pentax RZ10, die Canon Ixus HS1000 und die Ricoh CX4 sowie die bislang in der Schweiz noch nicht angekündigte Nikon Coolpix S8100. Bereits im Frühling kamen unter anderem die Panasonic Lumix TZ10, die Samsung WB650 und die Sony cyber-shotHX5 auf den Markt.

Sonstige Trends bei Kompakt- und Bridge-Kameras

Bridge- bzw. Superzoom-Kameras: Nachdem vor einigen Jahren ein 12- oder 15faches Zoom als das Nonplusultra galt, sind heute deutlich grössere Zoomfaktoren üblich. Ein 24-, 26- und seit diesem Jahr sogar 30facher-Zoombereich (Bsp. Olympus UZ-800) ist heute in dieser Kameraklasse zu finden. DSLR-Wechselobjektive mit solchen Zoomfaktoren wären sowohl finanziell als auch physisch untragbar. Die jüngsten Modelle stammen von der Firma Panasonic, die ihre Karriere als Digitalkamerahersteller ursprünglich mit solchen Superzoomkameras begann.

Outdoor-/Unterwasserkameras: Wasserdichte Kompaktkameras eignen sich zum Schnorcheln in geringen Tauchtiefen (bis max. 5 m) und zum Fotografieren im Schnee, im Sand und im Regen. Sie sind damit ideale Begleiter bei Outdoor-Aktivitäten. Lange Zeit boten nur Pentax und später auch Olympus solche Kameras an. Seit 2009 reiten etliche andere Hersteller auf dieser Welle und seit Beginn dieses Jahres schwimmen noch mehr im Strom. Jüngste Vertreter dieses Kameratyps sind die Ricoh G700 und die Fujifilm Finepix XP10.

Trendige Ausstattung und Funktionen

Ausstattungsmässig ist die seit Jahren übliche Entwicklung hin zu höheren Auflösungen, grösseren Bildschirmen mit höherer Auflösung sowie höheren Lichtempfindlichkeiten zu beobachten.

Eine höhere Auflösung bietet auch die Videofunktion, denn inzwischen filmen alle aktuellen Fotoapparate mindestens im kleinen HD-Format (1280 x 720 px). Bei den neueren DSLRs ist dagegen das 2Mpx-grosse Full-HD-Format (1920 x 1080 px) üblich.

Selbstverständlich wurden die Kameras intelligenter und erkennen automatisch die gängigsten Aufnahmesituationen, auf die sie mit passenden Motivprogrammen reagieren. Auch die Gesichtererkennung wird ausgefeilter, erkennt nun Gesichter ganzer Schulklassen, kann bei einigen Kameras einzelne Personen erkennen und nun auch immer häufiger Hund und Katz erkennen. Mit der Gesichtererkennung funktionieren auch das automatische Auslösen bei Lächeln, die Blinzelwarnung etc.

Ebenfalls nicht neu, aber immer öfters anzutreffen, sind Kameras, die nach Streicheleinheiten verlangen und sich durch sanfte Berührung des Bildschirms (Touchscreens) steuern lassen.

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Speicherkarten-Trends

Die SD-Speicherkarte hat sich auf breiter Basis etabliert und die direkten Konkurrenzmodelle vom Markt verdrängt. Die von Olympus (und früher auch von Fujifilm) bevorzugte xD-Picture Card musste endlich weichen und ist in keiner aktuellen Olympus zu finden. Der proprietäre MemoryStick Duo von Sony wird zwar weiterhin in Sony Produkten unterstützt, doch die Kartenlaufwerke in Foto- und Videokameras nehmen auch SD-Karten auf. In den (semiprofessionellen) Kameras dürfte auch weiterhin die CF-Karte Verwendung finden. Aufgrund der wenigen Neuheiten in dieser Kameraklasse lässt sich dies aber nur vermuten.

Für grosse Kapazitäten ab 64 GB bis 2 TB sind übrigens die ersten der neuen SDXC-Karten (SD eXtended Capacity) erhältlich. Dieses werden – wie schon bei der Einführung von SDHC (SD High Capacity, 4GB und mehr) – aber nicht von allen Kartenlaufwerken unterstützt. Die SD/SDHC/SDXC-Karten werden übrigens mit Geschwindigkeitsklassen gekennzeichnet. Die schnellsten gehören aktuell der „Class 10“ an, für HD-Video empfehlen sich mindestens „Class 6“-Karten.

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Schnittstellen-Trend

Kameras nutzen heute ausschliesslich USB-2.0-HiSpeed zur Datenübertragung und sind sind dafür entweder mit einer Mini-USB-Buchse oder (nur kameraseitig) mit einem proprietären Digital-Port ausgestattet..

Weil es leider etwa ein Dutzend Varianten der USB-Mini-Steckverbindung gibt, wäre für die Zukunft eine USB-Micro-Steckverbindung wünschenswert. Handy-Hersteller haben sich darauf geeinigt und so dem Wildwuchs bei Daten- und Stromladeanschlüssen ein Riegel vorgeschoben. Hoffentlich folgen die Kamerahersteller diesem Beispiel.

USB-3.0 ist noch nicht einmal bei Videocamcordern ein Thema, obwohl vermehrt USB-3.0-Produkte ― vor allem Festplatten ― auf den Markt kommen.

Bluetooth und WLAN sind bei Kameras noch immer kein Thema. Lediglich Samsung statten einzelne Modelle damit aus. Ein Beispiel ist die Samsung ST80 (14,4 Mpx, 3x-Zoom) mit WLAN, Bluetooth und DLNA-Unterstützung für Anzeige auf TV-Gerät.

Wer dennoch WLAN braucht, findet zu den einigen DSLRs von Canon und Nikon externe klobige WLAN-Transmitter. Die einfachste WLAN-Lösung für alle Kameras mit SD-Slot ist jedoch eine Eye-Fi-Karte. In diesen SDHC-Speicherkarten mit 4 oder 8 GB steckt zuzsätzlich ein WLAN-Transmitter, um Fotos über einen AccessPoint auf den PC oder per öffentlichen Hotspot auf einen Web-Server hoch zu laden.

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3D noch kein Trend

Im Kino und in der Unterhaltungselektronik ist 3D in aller Munde. Bislang steht jedoch mit 3D-Fernsehern und -Kinofilmen der Konsum im Vordergrund, während zum Selber-Filmen bislang nur sehr wenig Hard- und Software erhältlich ist.

Von der Fotobranche wurde der 3D-Hype bislang kaum aufgegriffen, wenn man von der Fujifilm Finepix real 3D W3 und ihrer letztjährigen Vorgängerin, der 3D-Panoramafunktion Sony-Kamera sowie einem 3D-Objektiv von Panasonic für einige ihrer Kameramodelle absieht. Eigentlich ist diese „Zurückhaltung“ der Fotobranche erstaunlich, denn 3D bietet einerseits interessante Anwendungsmöglichkeiten und andererseits ist das Thema der Stereofotografie schon uralt.

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Kommt noch was?

Nun bleibt abzuwarten, ob der eine oder andere Kamerahersteller vielleicht doch noch Überraschendes aus dem Ärmel schüttelt, wie dies vor zwei Jahren Leica mit dem S2-System tat. Immerhin dürften die nächsten Tage, wie eingangs erwähnt, noch ein paar attraktive Neuheiten bieten.

2 Kommentare zu “Die aktuellen Kameratrends”

  1. Es gibt eine noch ältere Kamera von Canon mit teildurchlässigem Spiegel: die Canon Pellix, die nach meinen Recherchen im Jahr 1965 (!) herauskam. Der teildurchlässige „Spielgel“ war eine bedampfte dünne Folie, die sehr kratzempfindlich war und den Kundendienst stark mit Auswechseln belastete.

  2. Ich habe schon darüber gechrieben. Probleme waren der Staub und vor allem die Kondensation bei feuchtem Wetter (gleich, wie wie sich eine Brille beschlägt). Die Kamera basierte auf der Canon FX, war einfach schneller, doch man konnte die Lichtstärke der damals hervorragenden Objektive von Canon nicht nutzen, da zuviel Licht verloren ging.
    Interessant sind spätere Kleinserien mit dem gleichen Prinzip für Sportreporter (und Motor). Die Pellix hatte ich einmal, die Folgemodell habe ich nie gesehen, und sie dürften auch kaum im Handel auftreten. Mehr dazu
    http://de.wikipedia.org/wiki/Canon_Pellix
    Die Entwicklung hängt nach meinem Wissen mit den Olympischen Sommerspielen in Tokyo von 1964 zusammen, für die Canon eine sensationelle 16mm Filmkamera entwickelte.

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