David Meili, 25. Februar 2011, 17:01 Uhr

Kulturtipp: Retrospektive André Kertész im Fotomuseum Winterthur

André Kertész bezeichnete sich gegen das Lebensende, als er weltweit bekannt wurde, als „Amateur“. Vielleicht liegt seine Qualität bei einem grossen Können als Fotograf und Künstler in der Fähigkeit: Immer wieder Neues zu entdecken und zu erarbeiten. Das Musée Jeu de Paume in Paris hat diese Retrospektive mit Unterstützung des Fotomuseums Winterthur realisiert. Nun ist sie in Winterthur zu sehen.

André Kertész wurde 1894 in Budapest geboren und gelangte über Paris nach New York. Sein Werk als Reportagefotograf ist untrennbar mit Henri Cartier-Bresson verbunden. Fotohistorisch steht immer noch das Buch Paris vu par Kertész von 1934 im Mittelpunkt seiner künstlerischen Biographie und bezieht sich wiederum auf Brassai. Licht und Schatten in den  Schwarzweiss-Aufnahmen und in den perspektivischen Verzerrungen sind legendär. Mit der gleichen Technik realisierte Kertész viele Jahre später ein Portfolio für ein Männermagazin, das Akte in gleicher Weise abstrahierte.

Die Ausstellung im Fotomuseum Winterthur versucht einen Querschnitt durch das Schaffen von Kertèsz aufzuzeigen. Seine ursprünglichen Prints  aus der Zeit in Paris und seine Vintages werden im Kunsthandel hoch bewertet. Welche „Originale“ in Winterthur zu sehen sind, lässt sich ab heute Abend im Fotomuseum ergründen und diskutieren.

André Kertész. Retrospektive
Fotomuseum Winterthur, bis 15. Mai 2011
Vernissage: 25. Februar 2011, ab 18 Uhr

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