Urs Tillmanns, 17. September 2012, 21:00 Uhr

Leica präsentiert zwei neue M-Modelle, eine mit Live-View und Full-HD-Video

photokina. Die Leica Camera AG, Solms stellt zur photokina zwei neue Leica Messsucherkameras vor: Einmal die Leica M als neues Topmodell der M-Reihe, die jetzt mit Live-View und Full-HD-Video ausgestattet ist. Dann die neue Leica M-E als Einsteigermodell, die weitgehend der M9 entspricht. Beide Kameras sind mit Kleinbild-Vollformat-Sensoren ausgestattet.

(Weitere Produktebilder der Leica Modelle M und M-E werden baldmöglichst hinzugefügt)

 

Die neue Leica M – jetzt mit Live-View und Full-HD-Video

Keine M10, sondern ganz einfach M – Leica verzichtet in Zukunft auf die Nummernbezeichnung. Die neue Leica M ist ausgestattet mit einem neu entwickelten CMOS-Bildsensor und Funktionen wie Live-View, Full-HD-Video und zusätzlichen Fokussier-Methoden. Dabei können die Objektive und Zubehörteile des M-Systems weiter verwendet werden, ja sogar die früheren Leica R-Objektive in Verbindung mit einem entsprechenden Adapter.

Um die Bedeutung der Leica Kamerasysteme M und S nachhaltig und langfristig zu unterstreichen, wird zukünftig auf die Ziffer im Produktnamen verzichtet.

Als erste Leica Messsucherkamera ist die Leica M mit einem neu entwickelten, hochauflösenden Leica-Max-CMOS-Bildsensor im Kleinbildformat mit 24 Megapixeln ausgestattet, der gemeinsam mit dem Kooperationspartner CMOSIS speziell für die Kamera und den Einsatz von M- und R-Objektiven entwickelt wurde. Dabei konnten die charakteristischen Vorteile von CCD-Sensoren wie die natürliche, brillante Farbwiedergabe und die eindrucksvolle Detailzeichnung nun auch auf einen CMOS-Sensor zu übertragen werden. Zusammen mit dem leistungsfähigen Leica Maestro-Prozessor, der ebenfalls für das Leica S-System verwendet wird, sorgt der neue Vollformatsensor für eine hohe Bildqualität und Geschwindigkeit sowie für einen geringen Stromverbrauch.

Leica M: CMOS-Sensor mit 24Mpx von CMOSIS

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Die Leica M verfügt über eine Vielzahl an neuen Features. Hierzu gehören erstmals Live-View und Live-View-Fokus. Bilder können nun auch mit Blick direkt durch das Objektiv komponiert werden. Das Bildergebnis lässt sich im Hinblick auf Schärfe, Belichtung und Farbe auf dem grossen, hochauflösenden 3“-Monitor mit 920‘000 Pixeln präzise beurteilen. Das Deckglas des Monitors besteht aus robustem und kratzunempfindlichem Corning Gorilla Glass.

Dank der neuen Live-View Funktion eröffnen sich in Kombination mit den leistungsstarken Leica M- und R-Objektiven völlig neue Anwendungsmöglichkeiten über die klassische Messsucherfotografie hinaus. Das gilt insbesondere für Makro- und Teleaufnahmen, aber auch für ein noch diskreteres Fotografieren. Auch die neue 1080p-Full-HD-Videofunktion sorgt zusammen mit den M- und R-Objektiven für neue Einsatzbereiche.

Die Leica M bietet zwei weitere Fokusmethoden, die einfach und schnell über die neue Fokustaste gestartet werden können. Der neue «Live-View-Zoom» Modus ermöglicht eine bis zu 10-fache Vergrösserung für die Kontrolle der Schärfe bei Motivdetails oder der Naheinstellgrenze. Hinzu kommt der «Live-View-Fokus-Peaking». Hier werden zur bequemen Fokuskontrolle Kanten automatisch mit roten Linien markiert. Anhand der Darstellung der Kanten lässt sich die Fokussierung dann exakt beurteilen.

Die Leica M ist auf hohe Robustheit und Langlebigkeit ausgerichtet: Deckkappe und Bodendeckel der Leica M sind aus massiven Messingblöcken gefräst; das Ganzmetallgehäuse ist geschlossen und besteht aus einer hochfesten Magnesiumlegierung. Spezielle Gummidichtungen schützen das Gehäuse gegen Staub und Spritzwasser.

Auch im Hinblick auf das intuitive Bedienkonzept mit direkten manuellen Einstellmöglichkeiten und schnellem Zugriff ist die neue Messsucherkamera eine typische M. Die neu gestaltete, besonders benutzerfreundliche Menü-Oberfläche ermöglicht dabei jederzeit einen klaren Überblick über die Kameraeinstellungen. Die Video-Funktion, der Live-View und die neuen Fokus-Funktionen haben je eine eigene Taste erhalten. Live-View-Zoom sowie Live-View-Fokus-Peaking sind über die neue Fokustaste auf der Kameravorderseite wählbar. In den frei benennbaren Benutzerprofilen lassen sich beliebige Kamera- und Aufnahmeeinstellungen sichern, bei Bedarf schnell wieder abrufen und sind jetzt sogar auf SD-Karte speicherbar. Für eine noch bequemere Handhabung bietet die Leica M eine ergonomische Daumenstütze mit integriertem Einstellrad an der rechten oberen Deckkappe. So liegt die Kamera auch in anspruchsvollen Situationen sicher in der Hand.

Die Leica M ist einer schwarz lackierten und einer silbern verchromten Ausführung ab Anfang 2013 im Leica Fotofachhandel erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung für die Schweiz liegt bei 7990 Franken für das Gehäuse.

Die technischen Daten der Leica M finden Sie hier als Datenblatt (PDF) zum Download.

Weitere Informationen bei www.leica-camera.ch

 


 

Neues Zubehör für die Leica M

Leica R-Adapter M: Für die neue Leica M ist eine Vielzahl an optionalem Zubehör erhältlich. Besonders hervorzugheben ist hierbei ein neuer Leica R-Adapter M, der den Anschluss an nahezu alle jemals gebauten R-Objektive ermöglicht. für Foto- und Videoaufnahmen. Im Kameramenü stehen dafür über 20 verschiedene R-Objektive von Weitwinkel-, über Tele- und Zoom- bis hin zu den Makro-Objektiven inklusive kalibriertem Bild-Workflow und Exif-Objektiverkennung zur Verfügung.Hinzu kommen ein elektronischer Visoflex-Sucher, Leica EVF2, und ein Multifunktionshandgriff-M mit integriertem GPS-Modul, der in Kombination mit optionalen Fingerschlaufen in verschiedenen Grössen (S, M, L) bei der sicheren Handhabung der Kameraausrüstung unterstützt. Für den perfekten Ton bei Videoaufnahmen ist ausserdem ein Leica Mikrofon-Adapter-Set verfügbar.

Der Preis für den Leica R-Adapter M liegt bei 300 Franken.

Leica M mit adaptiertem R-Objektiv 70-180mm sowie Multifunktionshandgriff und elektronischem Sucher. Der neue Leica R-Adapter M ermöglicht die Verwendung von nahezu allen Leica R-Objektiven an der neuen Leica M.

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Elektronischer Aufstecksucher: Der elektronische Visoflex Aufstecksucher Leica EVF2 hat eine Auflösung von 1,4 Megapixeln und verfügt über eine 90°-Schwenkfunktion für Aufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven. Er zeigt beim Einsatz alle wichtigen Aufnahmeparameter an und erlaubt eine exakte Motivkontrolle insbesondere bei sehr hellem Umgebungslicht. In Verbindung mit dem R-Adapter, den R-Objektiven und dem Sucher lässt sich die neue Leica M unabhängig vom Monitor wie eine Spiegelreflexkamera nutzen.

Der elektronische Visoflex Aufstecksucher Leica EVF2 wird  für CHF 486 exkl. MwSt. erhältlich sein.

Handgriff mit GPS und Anschlüssen: Der Multifunktionshandgriff-M mit integriertem GPS-Modul dient beispielsweise dazu, den Aufnahmeort in den EXIF-Bilddaten speichern (Geotagging), um die Bilder später entsprechend zu sortieren und anzuzeigen. Um an der Leica M gleichzeitig ein unabhängiges Blitzgerät und einen externen Sucher zu nutzen, verfügt der Multifunktionshandgriff-M über einen SCA-Anschluss, der mit der Kamera auf dieselbe Weise kommuniziert wie ihr Blitzschuh. Hierfür steht zusätzlich das Leica SCA-Adapter-Set zur Verfügung. Dieses besteht aus einer Blitzschiene und einem Spiralkabel mit Blitzschuh. Ausserdem ist der Multifunktionshandgriff mit einem Anschluss für die externe Stromversorgung und einem DIN/ISO-X-Synchronisations-Anschluss für Studioblitze ausgestattet. Dazu ist ein optionales Netzteil erhältlich. Über den USB-Anschluss des Handgriffs lässt sich die Leica M direkt an einen Rechner anschliessen. Mit der Software «Leica Image Shuttle» ist dann die komplette Fernsteuerung der Kamera und die Übertragung der Bilddaten per USB-Kabel mit dem Rechner möglich. Zudem unterstützt der Multifunktionshandgriff-M den sicheren Halt der Kamera, insbesondere bei der Verwendung der schwereren R-Objektive. Mit optionalen Fingerschlaufen in verschiedenen Grössen (S, M, L) kann die sichere Anwendung der Kameraausrüstung zusätzlich noch verbessert werden. Diese lassen sich auch zusammen mit dem Handgriff-M ohne Zusatzfunktionen verwenden, der ebenfalls optional angeboten wird.

Der Preis des Multifunktionshandgriff-M beträgt 900 Franken.

Mikrofonadapter für Zubehörport: Passend zu der neuen 1080p-Full-HD-Videofunktion der Leica M ist aussserdem ein Leica Mikrofon-Adapter-Set bestehend aus Adapter und Stereo-Mikrofon erhältlich. Mit dem Adapter lassen sich auch andere Mikrofone anschliesen.

Der Mikrofonadapter kostet 235 Franken.

Bereitschaftstasche: Eine neue Bereitschaftstasche ergänzt das Zubehörangebot für die neue Leica M.

Weitere Informationen bei www.leica-camera.ch

 


 

Leica M-E für den Einstieg ins M-System

Mit der Leica M-E stellt die Leica Camera AG, Solms, ein weiteres Modell im Leica Messsuchersystem vor. Zusammen mit der neuen Leica M und der Leica M Monochrom besteht die digitale M-Generation damit aus drei Messsucherkameras. Konzentriert auf die wesentlichen fotografischen Funktionen, ist die LeicaM-E das preisgünstiste Einsteigermodell in die Leica M-Fotografie.

Ausgestattet mit dem bewährten CCD-Sensor mit 18 Megapixeln im vollen Kleinbildformat, bietet die Leica M-E eine hohe Bildqualität gepaart mit den Vorzügen der digitalen Messsucherfotografie. Besonderes Erkennungsmerkmal ist ihr reduziertes, puristisches Design. Dabei sind Deckkappe und Bodendeckel diskret und unauffällig in der Farbe anthrazitgrau lackiert. Die Verwendung einer neuen, griffigen Belederung rundet das klassische Kameradesign ab.

Preis und Verfügbarkeit

Die Leica M-E ist ab sofort im Leica Fotofachhandel erhältlich. Der Preis für das Gehäuse beträgt in der Schweiz 6150 Franken.

Weitere Infos

Leica Camera Schweiz

Die technischen Daten der Leica M finden Sie hier als Datenblatt (PDF) zum Download.

 

Ein Kommentar zu “Leica präsentiert zwei neue M-Modelle, eine mit Live-View und Full-HD-Video”

  1. ‚LEICA verzichtet in Zukunft auf Nummernbezeichnung‘. Der Sinn hinter dieser Massnahme ist (noch) nicht erkennbar: Passendes Zubehör wird in Zukunft also über die Seriennummer der Kamera abgeglichen werden müssen?! Oder gibts vielleicht eine Alphabetisierung: MaD. Passend? Nein, ich verstehs‘ offensichtlich nicht.
    Paul

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