Markus Zitt, 25. Juni 2014, 10:06 Uhr

Exposure 6: Digitalfotos mit dem Look analoger Fotos und neu mit Fokus-Effekten

Exposure von Alien Skin ist in der Version 6 erschienen. Es verpasst Digitalfotos den Look von analogen Fotos, indem es den Farbcharakter und die Kornstruktur verschiedener Fotofilme als Effekt nachahmt. Neu in Version 6 sind Fokuseffekte und Objektivsimulationen, um wichtige Bildbereiche gezielt hervorzuheben.

Mit Exposure 6 sollen Digitalfotos nicht nach sterilen, perfekten Digitalbildern, sondern wie analoge Fotos aussehen. Dafür bietet das Programm Zugriff auf viele Filmlooks von analogen Farb- und Schwarzweissfilmen, aber auch klassische Effekte aus dem Fotolabor (z.B. Cross-Entwicklung, Tonung) sowie einige Rahmen.

Alien Skin Exposure 6 UIExposure 6 mit überarbeiteter Benutzeroberfläche samt dunklerem Hintergrund und Schiebereglern für schnellere Grundeinstellungen

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Neu in Version 6

Kreative Fokus Effekte: Exposure 6 enthält neu die volle Funktionalität des (nun eingestellten) Programms «Bokeh», das verschiedene Fokuseinstellungen und Objektive simulieren kann. Benutzer können damit nachträglich Fokus und Schärfentiefe durch partielle Unschärfen simulieren sowie Vignetten anwenden. Wie mit bestimmten Objektiven auf einer DSLR mit grossem Sensor lässt sich mit der Schärfe zu spielen, um wichtige Bilddetails hervorzuheben.

Sofortige grosse Vorschau: Das Verpassen eines bestimmten Filmlooks ist das, was Exposure ausmacht. Deshalb wurde das Programm so überarbeitet, dass es eine schnelle Vorschau auf die Effekte ermöglicht und so die Auswahl vereinfacht. Statt eines kleinen Vorschaufensters wird der aktuelle gewählte Effekt sofort an der grossen Darstellung des Bildes gezeigt.

Alien Skin Exposure 6 UI-2Beim Maus-over über einen der Effekte bzw. Bildstile links, wird der Effekt sofort auf der grossen Vorschau rechts angezeigt.

 

Verbesserte Benutzeroberfläche: Die Oberfläche des Programms wurde modernisiert und erlaubt nun eine schnellere Navigation durch die Funktionen. Die Hintergrundfarbe hat ein dunkleres Grau bekommen, um die Bearbeitung von Farb- und SW-Bildern zu erleichtern. Der Preset Browser zur Auswahl der Effekte bietet nun eine Listen- sowie eine Miniaturendarstellung.

Steuerflächen für elementare Einstellungen: Um dem Benutzer schnellen Zugriff auf Grundeinstellungen zu bieten, verfügt das Programm über eine neue Einstellfläche mit Schiebereglern für schnelle Einstellungen von Belichtung, Kontrast, Klarheit, Sättigung usw.

Neue Rahmen, Lichteffekte und Texturen: Das Programm bietet viele Lichteffekte darunter z.B. Blendenflecke aber auch Rahmen wie in klassischen Fotoabzügen. Es ist auch möglich eigene Rahmen zu übernehmen.

Retina Support: Exposure 6 untertsützt nun die hochauflösenden Apple Retina Displays.

 

Preis und Verfügbarkeit

Die Software ist als Download beim Hersteller im Online-Store erhältlich und wird auch als Box-Version angeboten.

Exposure 6 ist gegenüber der Vorgängerversion günstiger geworden. Es kostet 149 US-Dollar und als Upgrade von einer Vorgängerversion 69 US-Dollar.

Eine Demoversion ist ebenfalls verfügbar.

 

Weitere Infos

Alien Skin Software (Herstellerseite)

Exposure (Produktseite mit anschaulichen, englischsprachigen Tutorial-Videos)

 

Voraussetzungen

Exposure 6 kann als eigenständiges Programm oder als Plug-in ausgeführt werden. Als Plug-in funktioniert es in folgenden Programmen (engl. Host-Application): Adobe Photoshop CS6 und neuer, Adobe Lightroom 5 und neuer,
Apple Aperture 3 (Photoshop Elements wird nicht mehr unterstützt.)

Betriebssystem: Microsoft Windows 7/8 oder Mac OS X 10.9

Computer (minimal): Intel Core 2 Prozessor bzw. kompatibler Prozessor

 

 

3 Kommentare zu “Exposure 6: Digitalfotos mit dem Look analoger Fotos und neu mit Fokus-Effekten”

  1. Die Frage ist einfach, für was ich digital fotografiere, wenn es nachher analog aussehen soll. Wenn ich ein analoges Bild möchte, dann fotografiere ich analog. Wenn ich ein digitales Bild brauche, damit ich es bearbeiten kann, dann fotografiere ich Digital. Aber dann bearbeite ich das Bild nicht mit einer Software, die mir ein Bildchen produziert, dass ich auf Film gleich von Anfang an hätte haben können …

  2. Finde diese Effekte eine sinnvolle Erweiterung der Möglichkeiten. Längst sind viele Filme nicht mehr erhältlich. Labors werden auch wie seltener und der Unterhalt eines eigenen Labors ist selten noch machbar. All die mit Fotofilm verbundenen Kosten mag ich gar nicht aufzählen. Auch Zeitaufwand sollte nicht vergessen werden.
    Eine Kamera für Film und genügend passende Filme muss man stets dabei haben. Nicht immer steht ein Verwendungszweck vorab fest.
    Und zu guter letzt: Für die meisten Verwendungszwecke müssen analoge Bilder erst digitalisiert werden, da macht digitales Fotografieren mit „analogem“ Filmlook wirklich Sinn.

  3. Stimme Christian voll und ganz zu.
    @Markus : eben solche Argumente verdrängten die Analogfotografie.
    Natürlich gibt es immer noch genug und wenn man sich ein bisschen Aufwand auf sich nimmt, müsste es eigentlich keine Hindernisgründe geben, analog zu fotografieren.
    Die Problematik liegt denn auch nicht beim fotografieren selber, sondern beim digitalisieren. Gute Scanner kosten, gebrauchte sind rar und es erfordert etwas Geduld. Schlussendlich liegt’s eben nur daran und viel weniger an der Technik und ihrer Verfügbarkeit.

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