Markus Zitt, 30. Oktober 2014, 15:00 Uhr

Fotos optimieren: DxO Optics Pro jetzt in Version 10 und mit Dunst-Eliminierung

DxO hat ihre Software-Palette aktualisiert und dabei auch ihr bewährtes Flaggschiff DxO Optics Pro als Version 10 veröffentlicht. Das Programm für Mac und Windows dient zur Optimierung von Fotos und zum Entwickeln von Raw-Dateien. In Version 10 kommt mit einer neuen Funktion, um Dunst zu entfernen. Verbessert wurde die Rauschunterdrückung.

DxO OpticsPro 10 führt die neue Funktion DxO ClearView ein, welche Dunst auf spektakuläre Art entfernt. Diese neue Version 10 optimiert ausserdem die laut DxO «revolutionäre» PRIME-Technologie zur Rauschunterdrückung. Im Vergleich zu den besten Algorithmen zur Rauschminderung am Markt soll DxOs Ansatz zur Rauschunterdrückung die Bildqualität bis zu einer ganzen Blende mehr verbessern.

DxO OpticsPro basiert auf der wissenschaftlichen Kalibration von Kameraequipment mit derzeit mehr als 20’000 Kamera-Objektiv-Kombinationen. Basierend auf diesen proprietären Daten kann DxO OpticsPro besonders leistungsfähige Werkzeuge für die Verarbeitung und Optimierung von RAW- und JPEG-Fotos anbieten. Die Software bietet optische Korrekturen sowie die intelligente Optimierung von Belichtung und Kontrast wobei Farben und Detailzeichnung erhalten bleiben. Mit vielen Presets können Fotografen die Verarbeitung ihrem
Geschmack anpassen und mit nur wenigen Klicks das Beste aus ihren Fotos herausholen. Ausserdem wurde die Benutzeroberfläche der Palette verbessert und bietet eine grössere Vorschau für die Rauschunterdrückung.

Neue Funktion: DxO ClearView

Die neue, exklusive Funktion DxO ClearView entfernt automatisch Dunst, der sich in vielen Landschaftsaufnahmen zeigt sowie Smog im urbanen Bereich. Auf Basis von leistungsfähigen Algorithmen analysiert DxO ClearView die Farbkomponenten jedes einzelnen Pixels und verbessert den lokalen Kontrast.

 

DxO OP10 ClearView off-onLinks die Originalaufnahmen mit Dunst oder Smog und rechts nach der Bearbeitung mit der ClearView-Funktion.

«Aufgrund seiner physikalischen Natur ist das Phänomen von Dunst um so grösser, je grösser die Entfernung zwischen Kamera und Motiv ist. Deshalb zeichnet DxO OpticsPro eine Art Tiefenkarte des Motivs und entfernt den Eindruck eines Grauschleiers jeweils nur dort, wo es notwendig ist,» erklärt Frédéric Guichard, Scientific Director bei DxO Labs. Er fügt hinzu: «Die lokale Korrektur ist vollkommen automatisch, sodass es nicht notwendig ist, Bereiche von Hand auszuwählen und Verlaufsfilter zu erstellen.»
Mit nur einem Klick ist der Bildkontrast augenblicklich verbessert und die Farben lebendiger. Fotoorofis können die Intensität des Effekts verändern und die Korrektur ihrem Geschmack anpassen.

Optimierte Rauschunterdrückung

Um eine optimale Bildqualität zu erhalten, wurde die revolutionäre Technologie der Rauschunterdrückung PRIME (Probabilistic Raw IMage Enhancementt) in DxO OpticsPro 10 optimiert, um einerseits feine Bilddetails noch besser zu schützen und nadererseits noch schneller arbeiten zu können. Die Verarbeitungszeit der Rauschunterdrückung ist bis zu 4-mal schneller.

Die DxO exklusive PRIME-Technologie zur Rauschunterdrückung basiert auf einer Analyse der Struktur des Bildes, um zwischen Rauschen und feinen Details zu unterscheiden. Für jedes Pixel werden rund tausend Nachbarpixel analysiert, um Gemeinsamkeiten zu identifizieren und die Information zu rekonstruieren. Diese ultra-hochqualitative Rauschunterdrückung liefert hochwertige Ergebnisse: Details werden reproduziert und Farben sowie Zeichnung bleiben erhalten – selbst bei Aufnahmen mit höchsten Empfindlichkeiten.

DxO Smart Lighting und DxO Lens Softness optimiert

Die Funktion DxO Smart Lighting optimiert den Kontrast über das gesamte Bild hinweg und passt sich intelligent an den Bildinhalt an. In DxO OpticsPro 10 noch weiter verbessert, bietet sie dank der genaueren Analyse des Motivs eine bessere Wiedergabe im Automatik-Modus. Im manuellen Modus reagieren die Werkzeuge noch gezielter: Informationen, die schon als verloren geglaubt waren, werden selbst bei starkem Gegenlicht wiedererlangt.

Durch die im DxO-Labor messtechnisch ermittelten Kenntnisse der Leistungsfähigkeit von zahlreichen Objektiven harmonisiert das exklusive Werkzeug DxO Lens Softness von DxO OpticsPro die Schärfe von der Mitte zum Bildrand und gibt Fotos unabhängig von den Aufnahmebedingungen eine laut DxO «aussergewöhnliche» Klarheit. Diese Funktion erzeugt weniger Artefakte und schont die Farben besser. So kann man stärkere visuelle Akzente setzen. Die Standardeinstellungen für das Schärfen wurden verstärkt, um noch knackigere Bilder zu erhalten.

Geometrischen Korrekturen von «ViewPoint» auf RAW-Daten anwenden

DxO OpticsPro 10 enthält jetzt die leistungsstarken Werkzeuge der geometrischen Korrekturen von DxO ViewPoint. Sobald das DxO ViewPoint Plug-in aktiviert ist, können Fotografen Probleme der Perspektive oder der Volumendeformation auf RAW- oder JPEG-Bilder mittels einer eigenen Palette direkt korrigieren. Die DxO ViewPoint Palette enthält dieselben visuellen Werkzeuge, wie die Version der Standalone-Anwendung.

Mehr Komfort und Produktivität

Die Benutzeroberfläche von DxO OpticsPro hat sich nochmals weiterentwickelt. Die Werkzeuge für den Weissabgleich und zum Entfernen von Staub können nun im Vollbildmodus angewendet werden, um bei der Arbeit mehr Komfort und Genauigkeit zu geniessen.

DxO OpticsPro 10 screenshot DE1DxO Optics Pro 10 Benutzeroberfläche

.

Der Bild-Browser wurde ebenfalls vereinfacht und das Interface insgesamt neu überarbeitet. Alles in allem noch leistungsfähiger startet DxO OpticsPro flotter (Faktor 1.5) und sowohl unter Mac als auch unter Windows werden Verzeichnisse viel schneller geladen (Faktor 10), um sofort auf die Bilder zugreifen zu können.
Schliesslich unterstützt DxO OpticsPro 10 für einen noch einfacheren Workflow mit Adobe Produkten DNG-Files, die mit Lightroom oder dem Adobe DNG Konverter erzeugt wurden – vorausgesetzt die Original-RAW-Datei ist auch unterstützt.

Preise und Verfügbarkeit

DxO OpticsPro 10 Mac OS X und Windows ist in zwei Editionen ab sofort im Webshop von DxO Labs (shop.dxo.com) und im Fotofachhandel erhältlich. Die beiden Editionen – Essential und Elite – unterstützen komplett das von DxO kalibrierte Kameraequiment und unterscheiden sich lediglich in der Anzahl der Funktionen. Die Programme sind gegenüber früher auch günstiger geworden.

DxO OpticsPro 10 Essential Edition: 129 Euro (früher 149 Euro)
DxO OpticsPro 10 Elite Edition: 199 Euro (früher 299 Euro)

Die Software-Editionen sind zudem als Suiten erhältlich, die zwei weitere Foto-Programme von DxO enthalten. Die Suizen werden im Rahmen eines Enführungsrabatts bis zum 25. November 2014 günstiger angeboten.

DxO Suite

DxO Photo Suite Essential 287 Euro (bis 25. November 2014: 189 Euro) (Enthalten sind DxO OpticsPro 10 Essential Edition, DxO FilmPack 5 Essential Edition, DxO ViewPoint 2)
DxO Photo Suite Elite 407 Euro (bis 25. November 2014: 289 Euro) (Enthalten sind DxO OpticsPro 10 Elite Edition, DxO FilmPack 5 Elite Edition und DxO ViewPoint 2)

 

Weitere Infos

Die Software läuft als Standalone-Programm und als Plug-in unter Mac OS X (ab 10.8) und Windows 7/8.

DxO Optic Pro (Produktseite)

DxO Labs Foto-Software (Herstellerseite)

Eine für einen Monat voll funktionsfähige Demoversion steht auf den DxO Labs Webseiten zur Verfügung.

2 Kommentare zu “Fotos optimieren: DxO Optics Pro jetzt in Version 10 und mit Dunst-Eliminierung”

  1. Leider kann OpticsPro 10 immer noch nicht richtig mit DNG-Dateien umgehen. Wird z.B. ein einzelnes RAW-Bild in CamaraRaw (Photoshop) als DNG-Bild gespeichert, dann kann es meist von OpticsPro geöffnet werden (doch wer braucht das schon! Man hat ja die RAW-Datei). Werden aber mehrere Bilder zu einem Panoramabild oder einem HDR-Bild zusammengefasst, dann ist das für OpticsPro nicht mehr lesbar! Doch diese Funktionen kann OpticsPro selbst nicht… Wer also eine Belichtungsreihe oder ein Panorama bearbeiten will, wird von OpticsPro im Stich gelassen. Für mich ein extrem grosser Mangel!

    1. Diese Kritik an DXO 10 ist so nicht gerechtfertigt. DXO 10 wurde vor über einem halben Jahr publiziert, die neuen Möglichkeiten mit DNGs wurden mit Lightroom 6 erst gerade veröffentlicht.

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