Markus Zitt, 2. September 2015, 11:00 Uhr

Upgrade für GH4 und neue Lumix GH4R ohne 30Min-Beschränkung und mit V-Log L

Für professionelle Filmanwendungen bringt Panasonic einerseits die neue Lumix GH4R und bietet andererseits ein kostenpflichtiges Update für die bestehende GH4. Die neue GH4R ist eine leicht modifizierte, etwas teurere Variante der GH4 und erlaubt zeitlich unbegrenzte Filmaufnahmen. Zudem bietet sie V-Log L als Videobildstil für mehr Spielraum in der Nachbearbeitung. V-Log L ist auch als Upgrade für normale GH4-Kameras verfügbar.

Auf der diese Woche startenden IFA 2015 zeigt Panasonic die neue Lumix GH4R als eine erweiterte Variante der GH4.

Die neue Lumix GH4R beherrscht zeitlich unbegrenzte 4K-Aufnahmen sowie die V-Log L Videofunktion. Wie die weiterhin erhältliche GH4 filmt die neue in echtem 4K (DCI Cinema 4K: 4096 x 2160 mit 24fps) und beherrscht auch das verbreitetere QFHD/UHD (3840 x 2160 px mit bis zu 30fps in MOV/MP4), das oft auch mit 4K gleich gesetzt wird.

Panasonic Lumix GH4R mit V-Log LCDDie GH4R ist äusserlich identisch mit der GH4, aber im Inneren für Filmeinsätze aufgerüstet. Mit der GH4R will Panasonic der gestiegenen Nachfrage von Filmproduktionen begegnen.

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Darüber hinaus bieten die neue GH4R und die bisherige GH4 als Flaggschiffe des «Lumix G-Systems» einen grossen Funktionsumfang für Foto- und Videoaufnahmen.

V-Log L: in der GH4R und als Upgrade für GH4

Zusätzlich zu ihrer grösseren Flexibilität decken Aufnahmen mit V-Log-Bildstil eine grössere dynamische Bandbreite ab, was sie ideal für das Colour-Grading in der Nachbearbeitung macht. Der V-Log L nutzt die Vorteile des FourThirds-Sensor der GH4R, um einen Dynamik-Umfang von 12 Blendenstufen zu ermöglichen. So lassen sich sehr dunkle Szenen aufnehmen und ein «Ausbleichen» von Details in sehr hellen Umgebungen vermeiden.

Die neue «V-Log L»-Videofunktion ist auch für bestehende Nutzer der GH4 über ein kostenpflichtiges Software-Update verfügbar. Beim Erwerb eines Lizenzschlüssels für das DMW-SFU1 Software-Upgrade und einem Update der Firmware auf Version 2.3 profitieren auch Nutzer der GH4 von der V-Log L-Funktion.

Mit dem Update für die Lumix GH4 hat Panasonic eine Kamera weiter verbessert, die sich sowohl für Profi- als auch für Amateur-Filmer eignet. Die 4K-Technologie ermöglicht es allen Nutzern, hochauflösende Videos aufzunehmen, während Log-Recording grössere Flexibilität und Genauigkeit für professionelle Anwender bietet.

Die Lumix GH4R ist eine ideale Erweiterung zu den professionellen Panasonic Varicams (Beispiel), die bei TV- und Filmsets eingesetzt werden. Die V-Log-Funktion der Varicams und die V-Log L Kurve ähneln in ihren Eigenschaften der Cineon Kurve, dem Industriestandard für Filmdigitalisierung.

Panasonic Lumix GH4R und 26 ObjektivePanasonic Lumix GH4R und 26 Objektive mit Micro-FourThirds-Anschluss von Panasonic

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Hauptfunktionen Lumix GH4R/GH4

Die Lumix GH4 steht für hohe Bildqualität bei Foto- und Videoaufnahmen. Der 16,05 Megapixel-Live-MOS-Sensor in Kombination mit dem Venus Engine Bildprozessor und einer maximalen ISO von 25’600 genügt hohen Ansprüchen.

Die GH4/GH4R ermöglicht Videoaufahmen in 4K mit 30p und in Full HD mit 60p sowie einer Bitrate von 200 Mbps. Unkomprimierte Videos in höchster Qualität können mit einer 4:2:2 Farbabtastung und 10 Bit per HDMI (oder optionalem SDI) an externe Recorder oder Monitore ausgegeben werden.

Die GH4/GH4R erlaubt High-Speed-Serienbildaufnahmen mit 12 fps oder 7 fps mit Autofokus, um auch schnell bewegte Objekte scharf zu erfassen. Die DFD-Technologie (Depth from Defocus) bietet ein hochpräzises Kontrast-AF-System und verkürzt so die Reaktionszeit des Ultra High- Speed-AF auf ca. 0.07 Sekunden. Hinzu kommen kurze Verschlusszeiten von bis zu 1/8000s.

Panasonic_Lumix_GH4R_V-Log_YAGHGH4/GH4R mit dem optionale Zusatzmodul DMW-YAGH, das zusätzliche Schnittstellen (SDI) und Funktionen für professionelle Video- und Audioaufnahmen bietet.

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Für flexible Anschluss- und Übertragungsmöglichkeiten lässt sich das integrierte Wi-Fi-Modul samt NFC nutzen. Zahlreiche Signal-Ein- und -Ausgänge wie 3,5mm-Mikrofonbuchse, zwei AV-Ausgänge und 2,4mm Klinkenbuchse sind im widerstandsfähigen Magnesium-Gehäuse vorhanden, das  spritzwasser-  und staubgeschützt ist. Ein leistungsstarker Blitz, ein externes Mikrofon und das Video-Interface DMW-YAGH für leistungsfähige Video- und Audioübertragung sind optional erhältlich.

Verfügbarkeit und Preise

Die Panasonic Lumix GH4R ist ab November 2015 erhältlich. Der Preis soll etwas über dem der GH4 liegen, wurde aber für die Schweiz noch nicht kommuniziert.

Das «V-Log»-Software-Upgrade DMW-SFU1 für die GH4 ist kostenpflichtig. Der Preis für einen Lizenzschlüssel wurde ebenfalls noch nicht mitgeteilt.

Weitere Informationen

Panasonic Lumix DMC-GH4R (Produktseite mit technischen Daten)

Panasonic Lumix DMC-GH4 (Produktseite mit technischen Daten)

Panasonic Lumix G (Übersicht Kameras)

Panasonic Switzerland
Grundstrasse 12
CH-6343 Rotkreuz (ZG)

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7 Kommentare zu “Upgrade für GH4 und neue Lumix GH4R ohne 30Min-Beschränkung und mit V-Log L”

  1. Die scheint ja wirklich alles zu haben, was man braucht – ausser einem grossen Sensor 🙂 im APS-C oder Vollformat.
    Wer filmt schon Szenen von mehreren Minuten Länge. Die 30 Minuten Grenze ist doch eher eine psychologische Einschränkung, als ein wirkliches Hindernis im Videoalltag.

    1. Die bisherige Beschränkung auf 29 Minuten und 59 Sekunden Videoaufnahmen am Stück ist bedingt durch die höheren EU-Zölle, die für Camcorder anfallen. (Kürzere Videofilmzeiten wie z.B. bei der Sony RX100M4 sind durch andere Faktoren wie z.B. Überhitzungsgefahr bedingt.)

      Eine zeitlich unbeschränkte Videoaufnahme wird tatsächlich selten gebraucht gebraucht, da man ja eher kurze Szenen aufnimmt und zusammenschneidet. Die zeitlich unbeschränkte Aufnahmen hätte die Fotokameras mit Videofunktion deshalb unnötigerweise einiges verteuert.

      Ich kenne aber einige Situationen, wo 30 Minuten und länger ohne Unterbrüche aufgezeichnet werden sollen: So zum Beispiel bei Interviews/Gesprächsrunden, Referaten und Aufführungen (Theater, Konzerte etc. – ob professionelle oder private wie Schüleraufführungen)

    2. Mit dem Metabones Speedbooster XL Adapter hebt man die Kamera auf APS-H Niveau an, verringert den Crop Faktor um 0,64 und hat somit beim Filmen in 4k eine Super 35 Kamera. Dies als Tip.

  2. „beherrscht auch das verbreitetere QFHD/UHD (3840 x 2160 px mit bis zu 30fps in MOV/MP4), das oft auch mit 4K gleich gesetzt wird.“

    UHD wird nie mit 4K gleichgesetzt, weil es das nunmal nicht ist. Das tun höchstens Leute die keinen blassen Schimmer von Filmformaten haben und Marketingabteilungen welche versuchen die Leute über den Tisch zu ziehen indem sie einen 4K Aufdruck an der Kamera anbringen um mehr Absatz zu generieren. Und das nervt seit Jahren.

    Und gleich geht das generve wieder los…

    „Die GH4/GH4R ermöglicht Videoaufahmen in 4K mit 30p“

    NEIN! Das tut sie eben nicht, sie bietet bei 4K nur 24p, lediglich bei UHD werden 30p erreicht.

    Kostenpflichtige Software Updates bei einer Kamera die sowieso nicht gerade billig ist, finde ich Abzocke.

    1. Korrekterweise muss man sagen, stimmt. Aber wer kauft so eine Kiste, Voll Profis? Eher weniger. Also, und der Leihe, Hobbyfilmer, Semi Pro für die ist 3840×2160 nun mal 4K. Die Fernseher dazu werden auch so verkauft, falls schon mal bemerkt. Ich hab eine und Filme damit, aber nicht im Kinoformat, denn wenn etwas nervt ist es nicht eine Korrekte Grösse sondern eine Korrekte Framezahl. Und vom Leihen bis zum Profi ist 25f nun mal gefragt und gewollt in Europa. 24f machen nur Probleme. Ausser, man ist Profi, und spielt am Ende auf Filmmaterial für Kinos raus, dann geht die Rechnung auf. Ansonsten werden wir eh belogen bis zum geht nicht mehr. Praktisch kein Sender sendet in Full HD, sondern nur mit 720p. Und was ist eine DVD, SD. 720×576. Es wird also nicht mal in BluRay grösse gesendet, man muss sich ein Film kaufen auf Scheibe um den Full HD TV zu nutzen. Für was soll man sich einen 4K Fernseher kaufen, für Signale die vieleicht nie gesendet werden für Sendungen die ständig von SD, und HD upgescalet werden müssen. Das einzige was man da füttern kann ist 4K, aber eben nur 3840×2160 nicht das Kino 4K, und das muss selbst gefilmt werden, da es fast die 4 fache Bildgrösse hat wie Full HD. Also was bitte soll der Aufstand. Auf dem Boden bleiben ist gefragt. Die GH4 macht ein traumhaftes Bild in schärfe und Klarheit. Wer 4K schneiden kann super, wer einen 4K TV hat, toll für Ihn, aber schliesslich und Endlich ist 4K aktuell nicht wirklich nutzbar. Ausser man filmt in 4K, Editiert es in 4K, rechnet dann in Full HD raus und brennt damit eine BluRay oder als Daten Codec für Platformen wie Youtube oder Vimeo. Das gibt im Filmerbereich eine Qualität die seinesgleichen sucht, aber reines 4K kann praktisch keiner brauchen ob nun das Echte oder das für den Otto Normalverbraucher. (Mich würde viel eher freuen wenn man die Full HD Variante mit den 96Frames in 100Aufrunden würde, da ja 4x25Frames. Und ganz super wäre wenn man dann UHD in 96 oder 10Frames nutzen könnte, das wäre sein Geld mal wert).

    2. Sorry Silvio. Egal ob Profi oder Laie, 4K ist für alle Menschen dieser Welt 4K, denn es ist eine feste Definition für Filmauflösungen die für alle gleichermassen gilt. https://en.wikipedia.org/wiki/4K_resolution

      Und deshalb ist es immer wieder sehr nervig, wenn Marketingabteilungen 4K anpreisen obwohl es nunmal lediglich UHD ist. Das hat sich in den letzten zwei Jahren einfach so eingeschlichen weil ein Hersteller damit angefangen hat und es trendiger aussah, als „UHD“ aufs Gerät zu schreiben. Bei Full HD Displays konnten noch alle Hersteller das so drauf schreiben wie es ist und mussten nicht 2K hinschreiben.

      Und darum ging es in meinem Kommentar.

  3. Der einzige Unterschied zur „alten“ GH4 liegt in zwei Softwarefeatures. Mehr als wie 30 min Film (was so gut wie kein Mensch braucht) und V-Log. Letzteres ist ja schön und gut, aber im Bereich von 4k /UHD nicht wirklich von nutzen, weil hier die maximale Mbit von 100 nicht gehoben werden und das sehr flaue Bild so durch die für 4k /UHD sehr starke Komprimierung wichtige Details für ein vernünftiges Grading verliert. Respektive für all jene, die auf die Extraauflösung nicht verzichten möchten aber kein externes Aufnahmegerät zur Verfügung haben ist V-LOG nicht brauchbar.

    Darüber hinaus es handelt sich um ein Softwarefeature, egal ob es nun V-Log, die Aufhebung der 30 min Sperre, höhere Mbit, ISO im Videobereich, etc sind. Es lässt sich ohne weiteres über eine Firmware aufspielen. (Siehe die Hacks für die GH2, siehe Magic Lantern für Canon) Warum wird hierfür eine komplett neue Kamera vorgestellt? Die einzigen zwei Neuerungen ist Software. alles andere ist der „alten“ GH4 zu 100% identisch! Und für ein einfaches Firmwareupdate noch Geld zu verlangen halte ich sowieso für eine reine Abzocke!

    Wer sich die GH4R kauft, nur um intern auf die Karten zu schreiben, hat entweder zu viel Geld oder ist auf Panasonics Marketinggag reingefallen oder beides!!

    Das Update würde ich noch gerecht finden, wenn wirklich große Neuerungen einzug gehalten hätten, wie höhere ISO im Video, Mehr Mbit in UHD / 4K und verbesserte Algorithmen zur Kodierung. DAS wären mir dann auch die 100 USD wert – die gehackte Firmware für die GH2 von Nic Driftwood habe ich damals auch mit einer Spende unterstützt – das war aber auch ein Quantensprung für die GH2! Aber Das hier ist einfach eine Abzocke und ich weiß gerade nicht, was ich von dem Unternehmen gerade soll.

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