Urs Tillmanns, 28. Februar 2016, 10:00 Uhr

Mondfotos mit der Nikon P900

Michael Gradias, Autor vieler Fotobücher, hat sich bei einem Kameratest mit dem Mond angefreundet. Daraus ist ein neues Hobby entstanden, den Erdtrabanten in allen möglichen Stadien und Leuchtvarianten zu fotografieren. Lesen Sie hier mehr dazu, wie einfach und faszinierend die Mondfotografie sein kann.

 

Bald nachdem ich 1985 mit einer Nikon FG in die Spiegelreflexfotografie eingestiegen war, legte ich mir ein günstiges 500-mm-Objektiv zu, weil ich versuchen wollte, den Mond etwas grösser auf den Film zu bannen. Die Ergebnisse waren – auch aufgrund der schlechten Objektivqualität – relativ ernüchternd. So kamen in den folgenden Jahren nur einige wenige Bilder heraus, auf denen der Mond recht klein abgebildet war. Nach meinem Umstieg auf digitale Nikon-Modelle kam dann 2006 ein recht hochwertiger Telezoom (Tamron 5–6.3/200–500 mm Di LD) dazu, den ich an einer Nikon D200 nutzte. Durch den APS-C-Sensor, der in der D200 verbaut ist, konnte ich nun einen Bildausschnitt erreichen, für den bei der analogen Fotografie ein 750-mm-Objektiv nötig gewesen wäre. So wurde das Fotografieren des Mondes interessanter. Ich habe sehr viel mit diesem Objektiv gearbeitet. Wenn ich mir die gesammelten Ergebnisse allerdings ansehe, waren es letztlich viel mehr Sonnenuntergänge als Mondfotos, die ich damit fotografiert habe. Auch für die Makrofotografie habe ich dieses Objektiv viel und gerne eingesetzt.

Es gab zwei Gründe, warum die Mondfotografie noch immer nicht mein Hobby werden wollte. Zugegebenermassen war «Faulheit» der wichtigste Grund. Das aufwendige Aufbauen und Einrichten des Stativs und der Kamera dauerte so lange, dass nicht selten die interessante Szene schon wieder vorbei war, weil sich etwa Wolkenschleier vor den Mond geschoben hatten. Dann hiess es warten bis zum nächsten günstigen Augenblick und nachjustieren der Kamera auf dem Stativ. Der zweite Grund war – trotz des langbrennweitigen Objektivs – die immer noch sehr kleine Grösse des Mondes im Bild.

 

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Diese Mondgrösse ist bei 500 mm Brennweite an einer APS-C-Kamera erreichbar

 

Der Sensor der Nikon D200 löst das Bild mit 10 Megapixeln auf. Betrachtet man das zuvor abgebildete Mondfoto in der 100 %-Ansicht, entsteht das folgende Ergebnis. Man sieht, dass die Details nicht besonders gut aufgelöst sind. Ausserdem ist das Ergebnis nur etwa 800 x 760 Pixel gross, sodass dieses Bild – in bester 300-dpi-Qualität – nur etwa 7 cm gross ausgedruckt werden kann.

 

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Dies ist die 100 %-Ansicht des vorherigen Fotos

 

Als ich mir dann Anfang 2012 die Nikon D800 mit einer Auflösung von 36,3 Megapixeln zulegte, brachte dies in Sachen Mondfotografie auch keine deutlich besseren Ergebnisse, da dies eine Vollformatkamera ist. So entfällt der engere Bildwinkel gegenüber den APS-C-Kameras – daher nutzt die höhere Auflösung nur wenig.

 

Erscheinen der Nikon P900

Gradias P900 CoverIm Frühjahr 2015 erhielt ich von meinem Verlag eine Anfrage, ob ich ein Kamerahandbuch zur neuen Nikon Coolpix P900 schreiben wolle (Buchrezension Fotointern). Ich war zunächst etwas skeptisch, ob sich ein Kamerahandbuch zu einem Modell der «P-Serie» von Nikon rechnen würde. Nach kurzem Überlegen und Recherchieren sagte ich jedoch zu. Nikons neue Kamera war überraschenderweise sofort derart erfolgreich, dass die Kamera sehr schnell nicht mehr lieferbar war. Das mag auch an dem niedrigen Markteinführungspreis von etwa 620 Euro gelegen haben. Glücklicherweise hatte mein Stammfotohändler noch ein einziges Exemplar auf Lager, das ich gekauft habe. Ich dachte mir, dass ich die Kamera ja nach Fertigstellung des Buchprojekts wieder verkaufen könnte – was allerdings nicht geschah. Bevor ich die Kamera in den Händen hielt, hatte ich aufgrund meiner langjährigen Erfahrung erhebliche Zweifel, ob bei einem 1/2,3-Zoll grossen (kleinen) Sensor überhaupt gute Ergebnisse zustande kommen könnten. Die extreme Brennweite von maximal 2‘000 mm hielt ich zunächst für einen «Marketing-Gag», da die «echte Brennweite» des Objektivs nur 357 mm beträgt. Nur weil der Sensor sehr klein ist, ergibt sich ein Bildausschnitt, der bei einer Kleinbildkamera 2’000 mm entsprechen würde.

 

Erfahrungen mit der Nikon P900

Meine Vorurteile erledigten sich sehr schnell, nachdem ich die Kamera im April in den Händen hielt. Schon bei den ersten Testaufnahmen bemerkte ich, dass die P900 für eine Kompaktkamera eine erstaunlich gute Bildqualität bietet – der Expeed-C2-Bildprozessor leistet gute Arbeit. Die erste Gelegenheit, die sich bot, nutzte ich natürlich, um die ersten Mondaufnahmen zu machen. Der erste Test bestand darin zu prüfen, ob für Mondaufnahmen ein Stativaufbau wirklich nötig ist. Ich stellte schnell fest, dass der integrierte Bildstabilisator so gut arbeitet, dass ein Stativ – auch beim Einsatz der maximalen Brennweite – nicht notwendig ist, da ein Unterschied in der Bildschärfe nicht zu erkennen war. Weil es viel praktischer und flexibler ist, nehme ich seitdem sämtliche Mondfotos freihändig auf. Ein klein wenig behelfe ich mich dabei, indem ich die Ellenbogen auf dem Schreibtisch aufstütze oder die Kamera leicht an der Fensterscheibe abstütze, durch die ich die Bilder aufnehme. Oft nehme ich die Mondfotos aus einem Bürozimmer im ersten Stock meines Hauses auf, weil ich dort in Richtung Osten blicke, wo der Mond oftmals aufgeht.

Für das Handbuch benötigte ich einige Beispielaufnahmen von der minimalen und maximalen Brennweite, um den riesigen Brennweitenbereich der Kamera dokumentieren zu können. So entstanden die beiden folgenden Fotos in der Dämmerung im Mai des vergangenen Jahres. Wie winzig klein der zunehmende Mond erscheint, wenn das Foto mit der minimalen Brennweite (24 mm im Kleinbildäquivalent) aufgenommen wird, erkennen Sie an der markierten Position im ersten Foto.

 

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Dieses Bild entstand mit der minimalen Brennweite (4,3 mm = 24 mm im Kleinbildäquivalent)

 

Bei der nächsten Abbildung sehen Sie, wie nah Sie den Mond heranholen können, wenn Sie vom selben Standort aus auf die maximale Brennweite zoomen. Man kann den Mond nahezu bildfüllend ablichten. Die Belichtungsdaten dieses Fotos lauten übrigens ISO 320, f 6.5, 1/500 Sek., –1 EV. Eine Belichtungskorrektur ist nötig, wenn Sie mit einer der Belichtungsautomatiken P, S oder A fotografieren, da der Mond nur einen kleinen Teil des Gesamtbildes einnimmt und daher ohne eine Korrektur zu hell erscheinen würde. Der Grad der Korrektur hängt vom Mondstadium ab. Bei Mondstadien kurz vor und nach dem Vollmond ist ein niedriger Korrekturwert von maximal –1 EV sinnvoll, weil der Mond relativ hell leuchtet. Bei Mondsicheln verwende ich meist den maximal möglichen Korrekturwert von –2 EV. Bei Bedarf kann man hier aber auch im manuellen Modus fotografieren.

 

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Wird die maximal mögliche Brennweite eingesetzt, kann der Mond nahezu bildfüllend aufgenommen werden

 

Die Bearbeitung der Ergebnisse

Die P900 bietet eine Auflösung von 4‘608 x 3‘456 Pixeln, was 16 Megapixeln entspricht. In den seltensten Fällen werden Sie die volle Auflösung benötigen – immerhin könnten Sie Bilder damit bis zu 39 x 29,3 cm in allerbester Auflösung ausdrucken (300 dpi). Daher schneide ich alle Fotos nachträglich noch ein wenig zu, um den Mond noch grösser darzustellen. Ausserdem korrigiere ich bei der Bearbeitung die Tonwerte. Tonwertkorrekturen sind bei Mondaufnahmen völlig normal, da der Kontrastumfang vom dunklen Himmel zum hellen Mond sehr gross ist. Wie stark Sie das Bild korrigieren, hängt vom persönlichen Geschmack ab. Ich habe sehr viele Mondbilder gesehen, bei denen der Fotograf einen sehr starken Kontrast bevorzugt – ich gehe allerdings etwas diffiziler vor. Im nächsten Bild sehen Sie die Korrekturen, die ich beim zuvor gezeigten Motiv vorgenommen habe. Hier ist auch der neue Bildausschnitt zu sehen, auf den ich alle meine Mondbilder zuschneide, wobei ich stets ein wenig Reserve berücksichtige, falls ich später doch einen etwas grösseren Bildausschnitt benötigen sollte. So erspare ich mir eine erneute Bearbeitung.

 

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Mit der abgebildeten Tonwertkorrektur wurde das Bild optimiert, nachdem überflüssige Bildteile abgeschnitten wurden

 

Die Aufnahmeeinstellungen

Die optimalen Kameraeinstellungen für Mondaufnahmen hatte ich bereits nach wenigen Tagen herausgefunden, weil die Aufnahmebedingungen immer recht ähnlich sind. Die Tests ergaben, dass die P900 bis ISO 400 Ergebnisse liefert, die für mich akzeptabel sind. Dabei muss ich erwähnen, dass ich nicht zu den «Rauschkornzählern» gehöre. Lieber nehme ich ein schönes Motiv mit akzeptablem Bildrauschen auf, ehe ich gar kein Bild schiesse. Daher nutze ich die ISO-Automatik, wobei ich den maximal möglichen ISO-Wert auf ISO 400 begrenze. Eine Wahlmöglichkeit bei der Blendeneinstellung hat man kaum, da man bei der maximalen Brennweite lediglich Werte zwischen Blende 6.5 bis 8 einstellen kann. Da die Blende also praktisch nicht gewählt werden kann, nutze ich die Programmautomatik mit den bereits geschilderten Korrekturwerten. Bei hell leuchtendem Halb- bis Vollmond ergeben sich meist Belichtungszeiten zwischen 1/200 bis 1/500 Sekunde bei Blende 6.5 und ungefähr ISO 200. Wenn der Mond aufgeht oder nur eine Sichel zeigt, bieten sich längere Belichtungszeiten an. Wenn zum Beispiel ein aufgehender, rötlicher Vollmond besonders reizvoll wirkt, hätte ich früher gedacht: «Das geht wegen der langen Verschlusszeit nur mit aufwendigem Stativaufbau. Dazu habe ich gerade keine Zeit. Ich lasse das Bild aus». Das ist seit der P900 völlig anders. Da es nur wenige Sekunden dauert, bis ich aufnahmebereit bin (die Kamera steht stets neben mir), «halte ich einfach drauf». Sollten die Bilder nichts werden, kann ich sie ja löschen. Da der integrierte Bildstabilisator aber exzellent arbeitet, habe ich schnell gemerkt, dass selbst Belichtungszeiten von 1/50 Sekunde oder sogar deutlich weniger zu guten Ergebnissen führen. Ich nehme in solchen Fällen einfach etwa zehn Bilder auf und suche am Rechner das Bild mit der besten Schärfe heraus. Meist bleiben so drei bis vier verwendbare Bilder übrig. Die letzte bedeutende Einstellung betrifft den Weissabgleich. Würde man die Standardvorgabe «automatischer Weissabgleich» beibehalten, würden relativ bedeutungslose Fotos entstehen, da die P900 versuchen würde, den vermeintlichen Farbstich im Bild auszugleichen – dabei ergäben sich in der Regel graue Fotos des Mondes. Auch wenn der Mond mit blossem Auge meist nur als heller, weisser Fleck erscheint, merkt man aber beim Blick durch den Sucher schnell, wie farbig er – besonders nach dem Aufgang – erscheint. Um diese schöne Farbgebung zu erhalten, stelle ich den Weissabgleich dauerhaft auf die «Tageslicht»-Option ein. Bei der nachträglichen Bildbearbeitung lasse ich die Farben so, wie sie sind. Nur gelegentlich erhöhe ich die Sättigung leicht (um etwa 10 %), um einen bestimmten Farbeindruck ein wenig zu verstärken. Da sich die Farbe des Mondes vom Auf- bis zum Untergang deutlich verändert, nehme ich in etwa stündlichen Abständen ein Foto auf. Auch seine Drehung verändert ständig sein Aussehen, was die verschiedenen Fotos ebenfalls interessant macht.

 

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Dank des Bildstabilisators sind auch längere Belichtungszeiten – zum Beispiel 1/50 Sekunde wie in diesem Bild – freihändig kein Problem. Um die schöne Farbgebung zu erhalten, habe ich die Weissabgleicheinstellung «Tageslicht» eingesetzt

 

Die Vielfalt

Schon wenige Wochen, nachdem ich die P900 gekauft habe, bemerkte ich, dass hier ein neues Hobby entstehen könnte. Der Grund lag weniger in den schönen Einzelfotos, die sich ergaben, sondern vielmehr in der Vielfalt der Ergebnisse. Ich handhabe es immer so, dass ich die gelungensten Bilder fertig optimiere und in getrennten Verzeichnissen nach Themen oder Zeitspannen speichere (also zum Beispiel ein gesonderter Ordner für Mondfotos). So kann ich bei Bedarf sehr schnell auf fertig vorbereitete Bilder zugreifen. Beim Blick in den Mondfotoordner fiel mir schon nach zwei Monaten auf, wie vielfältige Ergebnisse bei einem einzigen Motiv entstehen können, wenn man dasselbe Motiv an unterschiedlichen Tagen und zu verschiedenen Uhrzeiten fotografiert.

 

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Schon nach nur zwei Monaten der Fotografie zum Thema Mondfotos ergaben sich sehr unterschiedliche Ergebnisse

 

Den Mond finden

Je weiter ich in das Thema Mondfotografie einstieg, umso mehr «Probleme» ergaben sich allerdings auch. Anfangs war es so, dass ich gelegentlich aus dem Fenster schaute, den Mond sah und dann Fotos machte. Der Mond hat aber – im Gegensatz zur Sonne – eine flexiblere Position, an der er auf- und untergeht. Auch die Uhrzeiten, wann er sichtbar ist, variieren deutlich. So wurde das gezielte Auffinden des Mondes schwierig. Dazu kamen die verschiedenen Mondstadien. Einen Vollmond am Abendhimmel zu finden, ist nicht sonderlich schwierig – aber ein Vollmond bei Tageslicht oder eine schmale Mondsichel in der Dämmerung sind schon deutlich schwieriger. So begab ich mich auf die Suche im Internet, um zunächst die aktuellen Mondstadien zu erfahren. Hier half mir zum Beispiel die Internetseite http://www.kalender-365.eu/mond/mondkalender.html, das Mondstadium für den aktuellen Tag zu ermitteln. Die Uhrzeiten, wann der Mond auf- und untergeht, besorgte ich mir über die gängigen Hauptportale – wie etwa www.n-tv.de oder www.t-online.de [bzw. in der Schweiz http://meteo.search.ch/astro (Anm. d. Red.)]. Sie finden die Daten bei der Wettervorhersage. Dort können Sie sogar Ihre Postleitzahl eingeben, um ganz präzise Angaben zu erhalten. Eine sehr interessante Möglichkeit bietet auch die Webseite http://www.mondverlauf.de. Hier finden Sie für Ihren Standort den präzisen Mondverlauf.

 

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Die Mondsichel am Himmel zu finden, bedarf es schon ein wenig Erfahrung. Die Belichtungsdaten: ISO 400, f 6.5, 1/60 Sek., –1 EV

 

Zufälle: Mondfinsternis und Rechnercrash

Als ich mich dann dem Hobby Mondfotografie komplett gewidmet hatte, bemerkte ich schnell, dass vieles vom Zufall abhängt. So konnte ich in der Nacht vom 27./28. September 2015 eine vollständige Mondfinsternis im Bild festhalten. Solche Ereignisse treten nur selten auf. Bei Wikipedia können Sie nachlesen, wann und wo sie sichtbar sind.

Ich nahm in dieser Nacht sehr viele Bilder in recht kurzen Zeitabständen auf. Anschliessend habe ich die 21 Fotos zu einem Film zusammengefasst. Dabei kann man auch die Drehung des Mondes recht gut beobachten.

Im November hatte ich einen Rechnercrash und arbeitete dadurch die ganze Nacht hindurch. Die Gelegenheit nutzte ich auch, um den Mond zu anderen Uhrzeiten als üblicherweise zu fotografieren. Dabei fiel mir in den Morgenstunden eine ungewöhnliche Planetenkonstellation auf. Um welche Planeten es sich handelte, wusste ich zunächst nicht.

 

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Durch Zufall erwischte ich diese Planetenkonstellation

 

Ich erhielt dann den Hinweis auf das kostenlose Programm Stellarium, das man über die Webadresse www.stellarium.org herunterladen kann. Dieses Programm zeigt den aktuellen Himmel mit allen Sternen und Planeten an. Ausserdem können Sie ein bestimmtes Datum zur Suche eingeben. So konnte ich recherchieren, dass ich über dem Sichelmond die Planeten Venus und Jupiter (der im vorherigen Bild markiert wurde) erwischt habe. In der vergrösserten Ansicht ist sogar der Mars ganz schwach zu erkennen.

 

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Mithilfe des Programms Stellarium können Sie beispielsweise Planetenkonstellationen recherchieren

 

Weiterverarbeitung der Ergebnisse

Im Laufe des Jahres 2015 entstand eine grosse Anzahl an schönen Mondfotos. Ich fasse schon seit 2008 regelmässig Fotos zu bestimmten Themen in Fotobildbänden zusammen, die ich in Kleinstauflagen bei www.pixopolis.de drucken lasse. Dort habe ich den Vorteil, eigene Buchlayouts verwenden zu können. Die Bücher können maximal 112 Seiten haben. Die Einzelseiten des Buches werden als JPEG-Bilder übertragen. Ich nutze diese hochwertig gedruckten Bücher als Geschenk zu besonderen Ereignissen. So lag es nahe, auch die Mondbilder in einem Buch zusammenzufassen. Daher stellte ich die besten und abwechslungsreichsten 112 Mondbilder zusammen und sortierte sie in der Reihenfolge des Aufnahmedatums.

 

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Die 112 schönsten Mondbilder habe ich in einem Fotobuch zusammengefasst und in Kleinstauflage von zehn Stück printen lassen

 

Von einem Beschenkten erhielt ich den Hinweis, dass man die vielen Mondbilder auch gut auf einem DIN-A0-Plakat zusammenfassen könnte, was ich dann auch tat. 306 Mondbilder, die in einem Zeitraum von April 2015 bis Januar 2016 entstanden, habe ich dabei in zeitlicher Reihenfolge zusammengefasst. Das Plakat liess ich ebenfalls bei www.pixopolis.de drucken. Die Aufnahmedaten der Bilder habe ich aus den Exif-Daten ausgelesen und als Excel-Datei gesichert.

 

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Auf diesem DIN-A0-Plakat habe ich 306 Mondfotos zusammengefasst. Im Bild sehen Sie auch die Nikon P900 mit komplett ausgefahrenem Zoomobjektiv als Grössenvergleich

 

Fazit

Durch den Kauf der sehr preisgünstigen Nikon Coolpix P900 (aktueller Tagespreis etwa 600 Euro) entstand ein neues Hobby von mir: die Mondfotografie. Es ist ein sehr abwechslungsreiches Hobby geworden, weil man so den Mond auf eine andere Art und Weise kennenlernt, als wenn man einfach in den Himmel blickt. Inzwischen versuche ich, den Mond – wann immer es durch die Wettersituation möglich ist – zu erwischen. Nebenher lernt man auch einiges über den 384‘400 km entfernten Erdtrabanten.

Text und Fotos: Michael Gradias

 

Hinweis: Das A0-Poster kann in Fotoqualität bei Michael Gradias per E-Mail oder in seinem Blog bestellt werden

 

 

 

6 Kommentare zu “Mondfotos mit der Nikon P900”

  1. Ich nenne die Kamera schlicht und zutreffend „WOLLMILCHSAU“ damit ist gemeint, dass man fast alles mit ihr in guter Qualität fotografieren kann. Meine Nikon D750 und die D700 lasse ich oft zuhause.
    Sogar den Blutmond habe ich mit der P 900 so gut festgehalten, dass die örtliche Zeitung ihn druckte. Was mir noch fehlt ist das RAW-Format.
    Durch die extreme Brennweite finde ich neue Perspektiven. Als Profi-Fotograf bin ich schlicht begeistert.

    ünsche

    was

  2. Hallo zusammen,

    habe mir jetzt auch die Nikon P900 zugelegt.
    Muss mich allerdings einarbeiten – da ich selbst schon Videos dieser Kamera gesehen habe bin ich total fasziniert – was ich früher mit einem Teleskop sehen konnte, kann ich jetzt sogar fotografieren – einfach klasse.
    VG Jörg

  3. Habe die Nikon P900 seit Monaten im Einsatz von Tiere, Flugzeuge bei der Landung, auch das ein oder andere Mondfoto dabei. Aber das die Nikon… ausgerechnet DIE Nikon KEIN RAW Format im Gepäck hat, sondern alles als JPG auf die Speicherkarte nagelt, ist manchmal zum verrückt werden und fast zum heulen…
    Guter Bericht und macht Spaß zu lesen. Gut geschrieben und nicht zu staubig^^

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