Urs Tillmanns, 7. August 2016, 07:00 Uhr

Bildübertragung aufs Smartphone – wie geht das?

Es ist weit herum bekannt, dass man die Bilder aus modernen Kameras in Nullkommanichts aufs Smartphone oder Tablet übertragen kann. Doch wie geht das? Welche Methoden gibt es, und was muss man an Vorkehrungen treffen, damit dies funktioniert? 

 

Theoretisch sind dank WLAN – auch als WiFi bezeichnet – und/oder QR-Code und/oder NFC in der heutigen Zeit Kabel und Kartenleser out, wenn es um die Bildübertragung von der Kamera aufs Smartphone und/oder Tablet geht. Die Praxis zeigt jedoch, dass Kabel und Kartenleser längst noch nicht ausgedient und dementsprechend ihre Daseinsberechtigung verloren haben.

 

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Moderne Kameras sind dafür eingerichtet, dass die Bilder sofort auf ein Smartphone oder Tablet übertragen werden können.  © prophoto

 

In Verbindung mit der Kamera und dem Smartphone/Tablet gehen

Nahezu alle aktuellen Kameramodelle und jene, die in den letzten zwei bis drei Jahren angeschafft wurden, gestatten den kabellosen Bilddatentransfer von der Kamera auf das Smartphone/Tablet. Sofern die Kamera die kabellose Datenübertragung nicht unterstützt, kann auch auf Speicherkarten, die dieses Features bieten, zurückgegriffen werden.

Der kabellose Bilddatentransfer ist praktisch, wenn man von unterwegs die Kamera-Bilddaten in die weite Welt transferieren möchte/muss oder man Bilder beispielsweise in sozialen Netzwerken wie Instagram oder Facebook posten möchte. Bietet die Kamera die Option des kabellosen Bildtransfers, dann müssen die Voraussetzungen dafür zunächst geschaffen werden sie nutzen zu können. Dies ist denkbar einfach mit der Installation der entsprechenden kostenlosen App des Kameraherstellers auf dem Smartphone/Tablet.

 

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Oft ist in die Kamera eine WiFi-Funktion integriert. Im Menü wird die Funktion angewählt und mit der App des Smartphone verbunden. (Foto: Nikon)

Um eine Verbindung zwischen Kamera und Smartphone/Tablet herzustellen, stehen einem – wie bereits ausgeführt – bis zu drei Optionen mit WLAN, QR-Code und NFC zur Verfügung. Die am weitesten verbreitete Verbindung ist sicherlich über WLAN. Hier ist man nicht auf ein allgemeines WLAN-Netzwerk angewiesen, da die Kamera ihr eigenes erzeugt, dass vielfach auch als WiFi bezeichnet wird. Die Kamera fungiert als Router. Geht es in die Verbindung mit dem Smartphone/Tablet, dann wird über das Kameradisplay der Name des Drahtlos-Netzwerkes angezeigt und das Passwort abgefragt. Sobald die Verbindung steht, können die Bilddaten übertragen werden.

 

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Bei gewissen Modellen erfolgt die Verbindung blitzschnell mit einem QR-Code … (Foto: Olympus)

Eine weitere Option der kabellosen Bildübertragung bieten einige Kameras über den QR-Code, also dem schwarzgemusterten Rechteck. Zunächst wird eine WLAN-Verbindung aufgebaut mit der entsprechenden Kamera-App. Anschliessend wählt man die Funktion «Einfache Einrichtung». Das Mobilgerät wird über den QR-Code auf dem Kameradisplay gehalten. Die Netzwerkinformationen werden gescannt und automatisch wird eine Verbindung zwischen Smartphone/Tablet mit der Kamera hergestellt und der Bilddatentransfer kann erfolgen.

 

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… oder die Kamera ist mit einer Near Field-Funktion (NFC) ausgestattet. Dann werden beiden Geräte zur Verbindung kurz aneinandergehalten. (Foto: Canon)

Die dritte Variante des kabellosen Bilddatentransfers bieten einige Kameras mit NFC – diese wird derzeit jedoch nur von Android-Geräten unterstützt. Zunächst muss die NFC-Funktion an der Kamera gestartet und danach die NFC-Funktion am Android-Mobilgerät über entsprechend zuvor installierte Kamera-App. Beide Geräte werden in Verbindung gebracht, indem der an den Geräten aussen liegende NFC-Punkt (als «N» gekennzeichnet) übereinander gehalten wird. Steht die Verbindung, werden die Kameraaufnahmen angezeigt und der Datentransfer kann nach erfolgter Auswahl erfolgen.

 

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Verfügt die Kamera über keine Drahtlosübertragung, so bietet eine Speicherkarte von Eye-Fi diese Funktion (Foto: Eye-Fi)

 

Darauf gilt es zu achten

Die Kamera-Apps bieten die Option, die Bildgrösse der zu übertragenen Fotos manuell festzulegen. Macht man davon keinen Gebrauch, so werden die Bilddaten in der Regel in komprimierter Form übertragen. Das spart natürlich Zeit, denn je grösser die Bilddaten sind, desto länger dauert die Übertragung. Sollen die Bilddaten in Originalgrösse auf das Mobilgerät übertragen werden dann muss das entsprechend eingestellt werden.

Achtung: Immer wieder sind Hilferufe im Netz zu lesen, weil versehentlich die Bilddaten von der Kamera auf das Mobilgerät in geringer Auflösung kopiert und die Kameraspeicherkarte anschliessend geleert wurde. Wir können nur den eindringlichen Tipp geben, erst nach zusätzlicher Sicherung der Originalbilddaten auf einem Rechner, in der Cloud etc. und nach erfolgter Prüfung, dass der Transfer erfolgreich war, die Bilddaten von der Speicherkarte zu entfernen.

 

Beste Verbindung mit Grenzen

Grundsätzlich ist der kabellose Datentransfer zwischen Kamera und Mobilgeräten eine gute Sache und auch ausgereift. Geht es um den Transfer einiger Bilddateien, dann ist der kabellose Bilddatentransfer eine gute Sache. Möchte man jedoch sehr viele Bilddaten übertragen, dann ist man nach unseren Erfahrungen mit einem Kabel besser beraten – der Datentransfer ist hier deutlich schneller.

Bewusst muss man sich darüber sein, dass man mit der Kamera während der Zeit der Bilddatenübertragung nicht fotografieren kann. Dies ist erst wieder möglich, wenn die Verbindung zwischen Kamera und Mobilgerät gekappt wurde. Ein zweiter möglicher Nachteil ergibt sich daraus, dass man während des Datentransfers zwischen Kamera und Mobilgerät in der Regel keine Internetverbindung hat. In diesem Zeitfenster ist der Empfang von E-Mails nicht möglich und auch Webseiten können nicht aufgerufen werden.

Tipp: Konsultieren Sie die Supportseite Ihres Kameramodells, um herauszufinden wie Sie Ihre Kamera für die Drahtlosfunktion einstellen.

Quelle: www.prophoto-online.de

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