Urs Tillmanns, 11. August 2016, 07:00 Uhr

Jetzt Filme selbst entwickeln – mit dem neuen Jobo Analogprozessor CPE-3

In einer Zeit, wo immer mehr Entwicklungslabors schliessen und der Filmverkauf wieder langsam zunimmt, bringt Laborgerätehersteller Jobo einen neuen Klein-Prozessor, mit dem einfach zu Hause Schwarzweiss- oder Farbfilme entwickelt werden können. Ebenfalls im Angebot sind verschiedene Labor-Kits mit allen Zubehören, die man braucht, um gleich mit dem Filmentwickeln zu beginnen.

 

Jobo stellt in seiner Pressemitteilung fest, dass der Verkauf von Digitalkameras rückläufig ist, während die Filmhersteller steigende Verkäufe verzeichnen. Insbesondere soll der Absatz von Rollfilm und Planfilm Zuwachsraten verzeichnen. Aber nicht jeder Freizeit- oder Berufsfotograf hat den Platz und das Budget für einen professionellen Jobo CPP-3 Prozessor, der vor vier Jahren neu aufgelegt wurde und zur Entwicklung der grossen Planfilme in den Expert Drums optimal geeignet ist. Deshalb hat Jobo jetzt, und im Vorfeld der photokina, die kleinere und kostengünstigere Variante CPE-3 vorgestellt, die für das Amateursegment konzipiert wurde.

 

Jobo_CPE 3 B_750

Der Jobo CPE-3 ist der einfache und kostengünstige Weg, neben Schwarzweiss- auch Farbfilme selbst zu entwickeln. Tanks und Trommeln werden an den Prozessor angeschlossen und werden automatisch abwechselnd in beide Richtungen rotiert, um optimale Gleichmässigkeit und Wiederholbarkeit zu gewährleisten. Ein Temperierbad hält die Bäder auf konstanter Temperatur und garantiert damit genaueste und reproduzierbare Entwicklungsergebnisse. Alle Arten von 35mm-, Roll- und Planfilm (bis 4×5“), sowie Papier bis zu einer Grösse von 30x40cm können in dem Gerät entwickelt werden.

Sowohl die Chemikalien, als auch die Entwicklungstrommel werden im gleichen thermostatisch kontrollierten 9-Liter-Wassermantelbad aufbewahrt. Die Temperatur kann stufenlos von 20° bis 40° Grad Celsius (+/- 0,2°) eingestellt werden. Eine rote Kontrolllampe zeigt an, wenn die Heizung aktiv ist. Alle Flaschen und Behälter haben ihren festen Platz. Dadurch ist der Wasserstand gleichbleibend und eine optimale Temperierung wird gewährleistet.

Weitere Infos über den Prozessor Jobo CPE-3 finden Sie auf www.jobo.com

 

Laborkits mit allem was es braucht

Der Einstieg in das analoge Labor ist die eigene Schwarz-Weiss Filmentwicklung. Jobo bietet direkt 3 verschiedene Laborkits. Das kleine Kit mit dem Jobo Tank 1510 bietet alles, was an Hardware erforderlich ist, um direkt mit der Entwicklung von 35 mm Schwarzweissfilm loszulegen: Tank, Spirale, 2 Flaschen, 2 Mensuren, 1 Set Film Clips und ein Thermometer.

 

Jobo_Starter Kit L 750

Das Laborkit M kommt mit dem grösseren Tank 1520, der direkt zwei 35 mm Filme aufnehmen kann oder auch zwei 120er Rollfilme. Um das archivfeste Wässern zu vereinfachen, liegt diesem Kit die bewährte Jobo Cascade bei. Das Laborkit L wird mit dem nochmals grösseren Tank 1540 geliefert. Der zum Lieferumfang gehörende Roller erlaubt die besonders effiziente Rotationsentwicklung mit minimalem Chemieverbrauch.

Weitere Informationen über die Jobo Laborkits finden Sie unter www.jobo.com

 

Preise und Verfügbarkeit

Der halbautomatische Prozessor CPE-3, der Jobo Lift, welcher die Handhabung deutlich vereinfacht, und die drei verschiedenen Laborkits werden zu sehr günstigen Preisen angeboten, die jedoch zur Zeit für die Schweiz noch nicht feststehen. Der Prozessor CPE-3 wird voraussichtlich CHF 1590.– kosten.

Jobo-Fotoprodukte werden in der Schweiz durch Ars-Imago, Zug, und Schöni Imaging, Jegenstorf, vertrieben.

 

6 Kommentare zu “Jetzt Filme selbst entwickeln – mit dem neuen Jobo Analogprozessor CPE-3”

  1. Finde ich einfach toll! Wie habe ich das geliebt, die Filme im Dunkeln einzuwickeln, dann zu entwickeln (zum Teil mit pushen) und nachher die Sache mit dem Vergrössern – es war einfach nur schön das Bild entstehen zu sehen. Es war alles viel langsamer und ungewisser – dafür umso spannender.

    1. Fantastisch! Erstaunlich vor allem die preisliche Nähe zum Heiland-Prozessor (ohne Lift). Ich persönlich erfreue mich immer wieder meine F6 zu bedienen und gespannt auf die Entwicklung der Farbfilme zu warten. S/W wird in der Jobo-Dose gemacht.

  2. Falsch-Soweit ich mich erinnere kann der CPE3 gewissen Grosstanks nicht aufnehmen. Sollte man am Einfüllstutzen beim Lift erkennen. Der CPE3 dürfte also nur einem haben.
    Wenn nötig besser CPA2 mit neuestem stabileren Lift ausstatten. Auf dem Netz hats Tabelle-evtl. bei CatLabs- welche Seriennummern stabileren Motor benützen für Grosstanks.

  3. Der Filmomat kommt ja auch noch, hoffentlich nicht nur für Einheits-Spiralen. Chinesen haben bereits eine günstigere Variante am Laufen um 1000 usd. Bestimmt ohne Service bei uns….
    Ich trau nur der Jobo-Halbautomatik. Hab schon über Notstrom nachgedacht.
    Entwickeln sowieso nur 1 Film aufs Mal!

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