Urs Tillmanns, 4. Juni 2018, 10:21 Uhr

Cristina Kahlo – Mexiko

Das Werk der mexikanischen Fotografin Cristina Kahlo ist vielfältig. BelleVue stellt drei verschiedene Werkgruppen vor. Die erste, «Posthispánico MX», zeigt fiktive Verbindungen gegenwärtigen Lebens zur alten indigenen mittelamerikanischen Kultur. Dabei werden heutige junge Museumsbesucherinnen und -besucher den steinernen Exponaten aus der Vergangenheit gegenübergestellt. Die Schwarz-Weiss-Bilder sind sparsam mit Erdpigmenten bemalt.

Foto: Cristina Kahlo

In einem zweiten Block «Tiempo de Reflexión», der Cristina Kahlo als Reporterin vorstellt, sind Fotografien mexikanischer Kinder in prekären humanitären Situationen zu sehen. Cristina Kahlo ermunterte die Kinder zur Mitgestaltung der Bilder. Die Nähe der Fotografin zu den Porträtierten ist deutlich sichtbar.

Foto: Cristina Kahlo

Die dritte Bildgruppe trägt den Titel «Tiempo de Danzón». Der einst aus Kuba importierte Paartanz spielt für viele Menschen Mexikos eine zentrale Rolle. Cristina Kahlo leitet unseren Blick auf Details und stellt heutige Selbstdarstellungen der Tänzerinnen und Tänzer solchen von früher gegenüber. In Kahlos Serie ist das Spiel des Danzón, Stillstand und Bewegung, in eindrücklicher Weise in Bilder übertragen.

Foto: Cristina Kahlo

Cristina Kahlo lebt und arbeitet in Mexiko City. Die mit der berühmten Familie Kahlo verwandte Fotografin ist weit über Mexiko hinaus bekannt. Sie zeigte ihre Werke in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen, unter anderem in Galerien und Museen in Mexiko, Deutschland, Japan, Südafrika, Dänemark, Argentinien, Frankreich und den USA.

Cristina Kahlo in der Ausstellung im BelleVue Basel

«In den letzten Monaten ereigneten sich in Mexiko schwere Naturkatastrophen, die von der Welt via Massenmedien verfolgt wurden. Ich glaube, es ist Zeit, der Welt andere Aspekte dieses Landes zu zeigen: das Bild von einem Mexiko, das seine Traditionen bewahrt und auch weiterhin stark bleibt.»

Cristina Kahlo hat sich im Verlauf ihrer künstlerischen Entwicklung mit vielen Facetten der Kunst- und Dokumentarfotografie beschäftigt. Zur Herstellung ihrer Bilder wendet die mexikanische Fotografin verschiedene Drucktechniken wie Platinotypie, Cyanotypie und Heliografie an oder färbt ihre Fotografien nachträglich von Hand. Während Themen wie weibliches Universum, Geometrie, Rituale, Musik und Tanz über drei Jahrzehnte wichtige Schwerpunkte im Schaffen der Künstlerin bildeten, setzt sie sich in jüngster Zeit mit dem prähispanischen Mexiko auseinander. Im Laufe ihrer Karriere konnte Cristina Kahlo ihre Werke in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen zeigen, unter anderem in Galerien und Museen in Mexiko, Deutschland, Japan, Südafrika, Dänemark, Argentinien, Frankreich und den USA.

 

BelleVue – Ort für Fotografie
Breisacherstrasse 50
CH 4057 Basel

Dauer der Ausstellung: bis Sonntag, 24. Juni 2018

Öffnungszeiten:
Jeweils Samstag und Sonntag, 11 – 17 Uhr
Eintritt frei
Während Art Basel und photo basel 12. – 17. Juni 2018
Dienstag bis Sonntag, 12 – 20 Uhr
Eintritt: Fr. 5.–

 

Rahmenprogramm

Führungen und Gespräche mit der Fotografin Cristina Kahlo, Regine Flury, Lua Leirner und Lucinda Renner
Sonntage, 10., 17. und 24. Juni, 14 Uhr (Sonntag, 17. Juni, 14 Uhr mit Gebärdendolmetscherin)
Eintritt: Spendenkasse

Tanzt Danzón!
Tanzkurs im Rahmen der Ausstellung mit Gabriela Bruhin an folgenden Tagen:
Freitag, 8. Juni, 17.30 bis 19 Uhr, Teil 1
Samstag, 9. Juni, 17.30 bis 19 Uhr, Teil 2
Freitag, 22. Juni, 17.30 bis 19 Uhr, Teil 3
Kosten Tanzkurs: Teil 1 – 3: Fr. 100.– pro Paar
Bitte um Anmeldung, beschränkte Platzzahl

Danzón, Speis und Trank
Samstag, 23. Juni, ab 18 Uhr
Bitte um Anmeldung, beschränkte Platzzahl
Eintritt: Spendenkasse

Past and present in Mexican photography
Referat von Cristina Kahlo
Montag, 18. Juni, 19.30 Uhr
Mit Übersetzung ins Deutsche und Gebärdensprache
Platzzahl beschränkt, Reservationen möglich
Eintritt: Spendenkasse

Weitere Informationen zum Programm auf www.bellevue-fotografie.ch

 

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