Markus Zitt, 23. Mai 2019, 08:20 Uhr

Mittelformat-Systemkamera: Fujifilm GFX100 mit 102Mpx

Fujifilm hat soeben anlässlich einer Pressekonferenz in Japan ihre bereits an der Photokina 2018 vorangekündigte 100-Megapixel-Mittelformatkamera (Fotointern berichtete) nun offiziell samt technischen Details, Preis und dem geplanten Einführungstermin angekündigt. Die Kamera ergänzt die Modelle GFX 50S (2017, an Photokina 2016 vorangekündigt) und GFX 50R (2018).

 

Die GFX100 verfügt über einen Bildsensor mit einer Auflösung von 102 Mpx und den Abmessungen 43.8mm x 32.9mm. Die Kamera kann mit verschiedenen Crop-Modi (Ausschnitte mit verschiedenen Seitenverhältnissen) oder auch einem Ausschnitt im Kleinbildformat genutzt werden.

 

Die Kamera bietet als erste Mittelformatkamera eine integrierte Bildstabilisierung (IBIS) per beweglichem Sensor. Sie nutzt gleich zwei Akkus für zusammen rund 800 Aufnahmen und kann aber auch über ihren USB-C-Anschluss mit einer externen Stromquelle (Netz oder Powerbank) betrieben und geladen werden. Sie kommt mit Wi-Fi im schnellen Standard IEEE802.11ac 5GHz.

 

Die Hauptmerkmale der Fujifilm GFX100:

  • 102-Megapixel-Sensor mit einer grossformatigen Diagonale von 55 mm
  • X-Prozessor 4
  • Sensorbasierte Bildstabilisierung IBIS
  • Schnelles und präzises Autofokus-System (Phasendetektion über ganze Sensorfläche)
  • Abnehmbarer elektronischer Sucher mit 5,76 Millionen Bildpunkten
  • 2achsig lappbares 8,1 cm (3,2 Zoll) Touchscreen-LCD mit 2,36 Millionen Punkten
  • Zwei zusätzliche Infodisplays zur Einblendungen von Aufnahmeinformationen
  • Professionelle Videoaufnahme in 4K/30p (DCI 4K und 4K-UHD) in 10 Bit in 4:2:2 extern bzw. 4:2:0 intern und mit F-Log
  • USB 3.2 mit USB-C-Anschluss für Datenübertragung, Betriebstrom und Akkuladen
  • Wi-Fi-Konnektivität und Fernsteuerung per Smartphone
  • Filmsimulationsmodi (inkl. ETERNA)
  • Blitzschuh für externen Blitz (Fujifilm TTL)
  • Bewährtes, günstiges Speichermedium: SD (Dual Slot)

 

102-Mpx-Sensor und integrierter Bildstabi

Mit der spiegellosen Systemkamera GFX100 hebt Fujifilm die professionelle Fotografie auf ein neues technisches Niveau. Ausgestattet mit einem 102-Megapixel-Sensor mit einer grossformatigen Diagonale von 55 mm und einem 5-Achsen- Bildstabilisator ermöglicht das neue Spitzenmodell der GFX-Serie anspruchsvollen Benutzern eine besonders hohe Foto- und auch Videoqualität.

Die GFX100 – hier links mit dem GF 63mm – misst allein 156,2 × 163,6 × 102,9 Millimeter (BxHxT) und wiegt mit zwei Akkus, Speicherkarte und elektronischem Sucher nur rund 1’400 Gramm.

 

Die GFX100 hat als weltweit erste spiegellose Systemkamera einen hochauflösenden BSI-Sensor mit einer grossformatigen Diagonale von 55 mm und integrierten Phasendetektions-Pixeln. Im Vergleich zu vorherigen Modellen der GFX-Serie hat sich die Autofokus-Geschwindigkeit verdoppelt. (Gemessen mit Fujifilm GFX100 samt Fujinon GF63mmF2.8 W WR.) Zudem gibt es einen präzisen kontinuierlichen Autofokus mit AF-Verfolgung von sich bewegenden Motiven.

Eine weitere Weltneuheit ist das ins Gehäuse integrierte 5-Achsen-Bildstabilisierungssystem (IBIS), das bis zu 5,5 EV-Stufen längere Verschlusszeiten erlaubt (Mgemäss Messung nach CIPA-Standard. Damit sind jetzt ultra-hochauflösende Aufnahmen auch aus der freien Hand möglich. Zudem stehen im Vergleich zu GFX 50S und GFX 50R erweiterte Videofunktionen zur Verfügung. Erstmals in dieser Kameraklasse sind Vidoeaufnahmen in 4K/30p-Auflösung (10 Bit 4:2:2 extern) realisierbar.

102-Mpx-Sensor mit einer Diagonale von 55 mm

Der neue Sensor, der speziell für die GFX100 entwickelt wurde und eine effektive Auflösung von 102 Megapixeln bietet, misst 55 Millimeter in der Diagonale (43,8 × 32,9 mm). Er ist damit 1,7-mal grösser als ein Sensor im Kleinbildformat («35mmVollformat»). In Kombination mit dem X-Prozessor 4 wird eine besonders hohe Bildqualität erreicht.

Der Sensor verfügt über 3,76 Millionen Phasendetektions-Pixel, die nahezu über die gesamte Sensorfläche verteilt sind. Sie ermöglichen unabhängig von der Platzierung des Hauptmotivs im Bild eine schnelle und präzise Fokussierung. Dies erlaubt ein sehr dynamisches Arbeiten, wie es mit einer hochauflösenden Digitalkamera mit einem solch grossen Sensor zuvor nicht möglich war.

Der Sensor wird rückwärtig belichtet (Back Side Illuminated). Dadurch kann die Oberfläche des Sensors mehr Licht aufnehmen, was das Rauschverhalten trotz der hohen Pixelanzahl und somit -dichte positiv beeinflusst. Zudem bietet der Sensor der GFX100 einen grossen Dynamikumfang und eine schnelle Signalverarbeitung.

Sensorbasierte 5-Achsen-Bildstabilisierung

Grundsätzlich steigt mit der sehr hohen Sensorauflösung auch die Gefahr von Verwacklungsunschärfe. Um dieses Risiko zu minimieren, hat Fujifilm ein 5-Achsen-Bildstabilisierungssystem (IBIS) für den 102-Megapixel-Sensor entwickelt, das gemäss Messung nach CIPA-Standard bis zu 5,5 Blendenstufen längere Belichtungszeiten erlaubt.

Die Verschlusseinheit ist federnd gelagert. Dies minimiert die beim Auslösen entstehenden Vibrationen effektiv.

Das Stabilisierungssystem der GFX100 setzt neue Massstäbe in der hochauflösenden Digitalfotografie. In einer Vielzahl von Situationen, die bislang den Einsatz eines Stativs verlangten, kann der Benutzer mit der GFX100 nun auch aus der freien Hand fotografieren.

4K/30p-Video in Cinema-Qualität

Die Kombination aus dem neuen Bildsensor und dem leistungsfähigen X-Prozessor 4 ermöglicht erstmals mit einer Fujifilm Digitalkamera, die über einen solch grossen Sensor verfügt, die Aufnahme von hochauflösenden Bewegtbildern im 4K/30p-Format (10 Bit 4:2:2 extern und 10 Bit 4:2:0 intern). Im Standardformat 17:9 verwendet die Kamera dabei einen 43,8 × 23,19 mm (49,56 mm diagonal) grossen Sensorausschnitt. Dieses Aufnahmeformat ist grösser als das vieler aktueller Highend-Cinema-Kameras, sodass es mit der GFX100 möglich ist, hochwertige Bewegtbilder mit geringer Schärfentiefe, grossem Dynamikumfang und hoher ISO-Empfindlichkeit aufzunehmen. Die Videos zeichnen sich durch ihre atmosphärische Authentizität aus und bestechen mit einem grossen Detailreichtum sowie plastischer Wirkung.

Die GFX100 verarbeitet die vom Bildsensor gelieferten hochauflösenden Daten auf Basis einer Überabtastung (Oversampling) und rendert die Bilder mit einer Auflösung von circa 50,5 Megapixeln. Sie unterstützt den hocheffizienten H.265/HEVC-Codec sowie die Standards «F-Log» für eine Gammakurve mit grossem Dynamikumfang und «Hybrid Log Gamma (HLG)« zum einfachen Erstellen von HDR-Aufnahmen. Die GFX100 verfügt zudem als erste Kamera der GFX-Serie über die nach einen photochemischen Filmmaterial benannte und entsprechend angepasste Cinema-Filmsimulation «Eterna» für einen filmisch ausdrucksvollen Kino-Look.

Spritzwasser- und staubgeschütztes Magnesiumgehäuse

Die Gehäusegrösse der GFX100 ist vergleichbar mit den Topmodellen der professionellen Kleinbild-DSLR-Kameras wie z.B. einer Canon EOS 1D X II oder Nikon D5. (Die allerdings mehr auf Tempo und Serienbilder ausgelegt sind.) Trotz des 1,7-mal grösseren Sensors misst sie nur 156,2 × 163,6 × 102,9 Millimeter (Breite × Höhe × Tiefe) und wiegt mit zwei Akkus, Speicherkarte und elektronischem Sucher nur rund 1’400 Gramm.

Um das volle Potenzial des 102-Megapixel-Sensors auszuschöpfen, wurde das Herzstück der Kamera (bestehend aus Bajonett, Bildstabilisator und Bildsensor) soweit wie möglich vom Kameragehäuse entkoppelt.

Integrierter Hochformatgriff

Die GFX100 ist die erste spiegellose Systemkamera von Fujifilm, die einen eingebauten Hochformatgriff besitzt. Dadurch konnte das Gehäuse trotz des integrierten Bildstabilisators und der zwei Akku-Steckplätze insgesamt flacher gestaltet werden. Dies ermöglicht eine komfortablere Griffposition.

Vielfältige Informationsanzeigen

Die GFX100 ist mit zwei zusätzlichen Informationsanzeigen ausgestattet: Auf der Oberseite befindet sich ein 4,6 cm (1,8 Zoll) grosses LC-Display (Schulterdisplay), und auf der Rückseite unterhalb des grossen Monitors ein weiteres 5,2 cm (2,05 Zoll) grosses Info-Display. Sie zeigen diverse Aufnahmedaten und Kameraeinstellungen oder das Histogramm an. Die Einblendung der Information auf allen Anzeigen (Sucher, Monitor, oberes oder rückwärtiges Info-Display) kann individuell konfiguriert werden. Auf diese Weise sind wesentliche Aufnahmeinformationen immer ersichtlich, einschliesslich bei Tethered-Shooting-Aufnahmen und ungewöhnlichen Kamerapositionen, die eine Verwendung von Sucher oder Monitor unmöglich machen.

Fortschrittliches Bedienkonzept

Für Benutzer, die die Einstellräder vorheriger GFX-Modelle schätzen, bietet die GFX100 eine Anzeigeoption an, bei der auf dem Schulterdisplay virtuell grosse Einstellräder eingeblendet werden. Diese können dann über das vordere und hintere Steuerrad bedient werden.

Die Anzahl der Tasten und Knöpfe wurde auf ein Minimum reduziert, um eine möglichst einfache Handhabung der Kamera zu gewährleisten. Auf der Oberseite befindet sich links vom Sucher das Einstellrad für die Betriebsart; es erleichtert dem Anwender den schnellen Wechsel zwischen Foto-, Video- und Serienbild-Modus. Für jeden Modus lassen sich spezifische Kameraeinstellungen (Belichtung, Weissabgleich, Filmsimulation etc.) speichern, sodass beim Wechsel der Betriebsart mit nur einer Einstellung sämtliche relevanten Parameter verfügbar sind.

Hochauflösender elektronischer Sucher und Touchscreen-Monitor

Wie die GFX 50S hat die GFX100 einen abnehmbaren elektronischen Sucher, der sich in Kombination mit dem optionalen Winkel-Adapter EVF-TL1 nach oben schwenken lässt. Der neue Sucher der GFX100 verfügt über ein hochauflösendes OLED-Display mit 5,76 Millionen Bildpunkten. Der Sucher wurde speziell für den 102-Megapixel-Sensor entwickelt und besitzt fünf optische Elemente, darunter eine asphärische Linse, die für eine 0,86-fache Vergrösserung des Sucherbildes sorgen. Je nach Motiv und Aufnahmesituation kann der Anwender zwischen drei Sucher-Modiwählen: «Bildrate Priorität«, «Auflösung Priorität» und «AF-Geschwindigkeit Priorität».

Der rückwärtige 8,1 cm (3,2 Zoll) grosse LCD-Touchscreen zeigt ein hochauflösendes Vorschaubild mit über 2,36 Millionen Bildpunkten und lässt sich in drei Richtungen schwenken.

Schneller und präziser Phasendetektions-Autofokus

Das Autofokussystem der GFX100 setzt einen neuen Massstab für Digitalkameras mit sehr grossem Sensor in puncto Geschwindigkeit und Präzision. Die Kamera verwendet als erstes Modell der GFX Serie einen Phasendetektions-AF inklusive eines Algorithmus, der aus der – für ihren schnellen und präzisen Autofokus hochgelobten – vierten Generation der Kameras der X.Serie (X-T3 und X-T30) übernommen wurde. Der Algorithmus greift auf 3,76 Millionen Phasendetektionspixel zurück, die über die gesamte Sensorfläche verteilt sind (Abdeckung ca. 100 %). Zur Verfügung stehen die Fokusmodi «Einzelpunkt» sowie «Zone» und «Weit / Verfolgung». Besonders auffällig ist die Leistung des neuen AF-Systems bei der Verwendung von Festbrennweiten mit relativ schweren Fokus-Linsenelementen, die nun bis doppelt so schnell fokussieren im Vergleich zu einem konventionellen Kontrast-AF-System.

Darüber hinaus bietet die GFX100 eine deutlich präzisere automatische Scharfstellung mit der Gesichts- und Augenerkennung, die von vielen Mode- und Porträtfotografen inzwischen standardmässig genutzt wird. Die Gesichtserkennung funktioniert nun über grössere Aufnahmeentfernungen, und der AF verfolgt zuverlässig auch Gesichter im Profil sowie Gesichter, die sich sprunghaft im Bildausschnitt bewegen oder teilweise verdeckt sind.

Einzigartige Farbwiedergabe

Als langjähriger Hersteller von analogem Filmmaterial und digitalen Systemkameras ist Fujifilm für die herausragende Qualität seiner Farbwiedergabe bekannt. Die GFX100 ermöglicht mit ihrer Kombination aus dem weiterentwickelten Bildsensor und dem X-Prozessor der vierten Generation nun die von vielen Berufsfotografen gewünschten Raw-Aufnahmen mit 16-Bit. Auch die Entwicklung von 16-Bit TIFF-Dateien in der Kamera wird unterstützt.

Aufgrund der sehr hohen Auflösung des 102-Megapixel-Sensors und der umfassenden Farb- und Kontrastwiedergabe bieten die Bilddaten professionellen Anwendern deutlich mehr Spielraum bei der Nachbearbeitung. Ausserdem gestattet die neue Funktion «Weiche Haut» bei Porträtaufnahmen eine automatische Glättung der Hauttöne bereits in der Kamera.

Weitere Neuerungen

Die GFX100 fasst zwei Akkus (NP-T125), die voll aufgeladen bei ausschliesslicher Nutzung des rückwärtigen LC-Displays rund 800 Aufnahmen ermöglichen. Über eine USB-C-Schnittstelle können die Akkus aufgeladen oder die Kamera im Betriebsmodus mit Strom versorgt werden. Zudem lässt sich ein externer Power-Pack über ein USB-Kabel anschliessen, wodurch sich die Aufnahmedauer verlängert.

Als erstes Modell der GFX-Serie unterstützt die Kamera den Standard IEEE802.11ac 5GHz, der einen noch schnelleren drahtlosen Datentransfer unterstützt. Wie die bereits auf dem Markt befindlichen GFX Kameras ist die GFX100 mit den Software-Anwendungen «Tether Shooting Plug-in PRO for Adobe PhotoshopLightroom» und «Capture One Pro Fujifilm» kompatibel, mit denen sich RAW- Daten entwickeln und professionelle Tethered-Shooting-Workflows realisieren lassen.

 

Preise und Verfügbarkeit

Die Fujifilm GFX 100 wird voraussichtlich ab Ende Juni 2019 für 11’950 Franken in der Schweiz erhältlich sein.

Weitere Infos

Fujifilm GFX100 (Produktseite, englisch)

Fujifilm Switzerland

 

Fujifilm GFX100 – Spezifikationen
Anzahl effektive Pixel 102 Millionen
Bildsensor 43.8 x 32.9 mm Bayer RGB Filter
Sensor-Reinigungssystem
Ultraschall Vibration
Speichermedium SD Karte (-2GB) / SDHC Karte (-32GB) / SDXC Karte (-512GB) UHS-I / UHS-II / Video Speed Class V90
Dateiformat Foto:
JPEG (Exif Ver.2.3), RAW : 14bit / 16bit RAW (RAF original format), RAW+JPEG, 8-bit /16-bit(10-bit output in 16bit file) TIFF ((Raw Konvertierung nur in der Kamera)
Video: MOV [MPEG-4 AVC/H.264, HEVC/H.265, Audio: Linear PCM / Stereoton 24bit / 48KHz sampling]
Anzahl aufgezeichneter PIxel L: (4:3) 11648×8736 / (3:2) 11648×7768 / (16:9) 11648×6552 / (1:1) 8736×8736 (65:24) 11648×4304 / (5:4) 10928×8736 / (7:6) 10192×8736
M: (4:3) 8256×6192 / (3:2) 8256×5504 / (16:9) 8256×4640 / (1:1) 6192×6192 (65:24) 8256×3048 / (5:4) 7744×6192 / (7:6) 7232×6192
S: (4:3) 4000×3000 / (3:2) 4000×2664 / (16:9) 4000×2248 / (1:1) 2992×2992 (65:24) 4000×1480 / (5:4) 3744×3000 / (7:6) 3504×3000
Objektivanschluss Fujifilm G Mount
Empfindlichkeit Standard Ausgabe-Empfindlichkeit:
AUTO1/AUTO2/AUTO3 (bis zu ISO12800)
ISO100 – 12800 (1/3 Schritte)
Erweiterte Ausgabe-Empfindlichkeit:
ISO 50/25600/51200/102400
(Movie: ISO 25600)
Belichtungsmessung TTL über 256-Messzonen, Multi / Spot / Integral / Mittenbetont
Belichtungsprogramme P (Programm AE) / A (AE-Zeitautomatik) / S (AE-Blendenautomatik) / M (Manuelle Einstellung)
Belichtungskorrektur -5.0EV – +5.0EV 1/3EV step
(Movie: -2.0EV – +2.0EV)
Bildstabilisierung Mechanisch:
Integrierte 5-Achsen Bildstabilisierung (Sensor Shift)
Compensation Effekt:
5.5 stops (based on CIPA standard). Pitch/yaw shake only. mit GF63mmF2.8 R WR montiert.
Verschlusstyp Schlitzverschluss
Verschlusszeiten Mechanisch:
4 Sek. bis 1/4000 Sek. [P Modus], 30 Sek. bis 1/4000 Sek. [A Modus],
60 Min. bis 1/4000 Sek. [S/M Modus], Bulb [max. 60 Min.]
Elektronisch:
4 Sek. bis 1 / 16000 Sek.[P Modus], 30 Sek. bis 1/16000 Sek. [A Modus],
60 Min. bis 1/16000 Sek. [S/M Modus], Bulb [max. 60 Min.]
Elektronisch (Erster Verschlussvorhang):
4 Sek. bis 1/4000 Sek.[P Modus], 30 Sek. bis 1/4000 Sek. [A Modus]
60 Min. bis 1/4000 Sek. [S/M Modus], Bulb [max. 60 Min.]
Mechanisch + elektronisch:
4 Sek. bis 1/16000 Sek. [P Modus], 30 Sek. bis 1/16000 Sek. [A Modus]
60 Min. bis 1/16000 Sek. [S/M Modus], Bulb [max. 60 Min.]
Elektronisch (Erster Verschlussvorhang) + elektronisch:
4 Sek. bis 1/16000 Sek. [P Modus], 30 Sek. bis 1/16000 Sek. [A Modus]
60 Min. bis 1/16000 Sek. [S/M Modus], Bulb [max. 60 Min.]
Blitzsynchronisation:
bis zu 1/125 Sek.
Video:
1/4000 Sek. bis ¼ Sek.
Serienaufnahmen CH ca. 5 Bilder / Sek. [elektronischer Verschluss ca. 2,9 Bilder / Sek.] (JPEG : 41 Aufnahmen / RAW verlustfrei: 14 Aufnahmen / RAW unkomprimiert: 13 Aufnahmen)
CL. 2 Bilder / Sek. [nur elektronisch/erster Verschlussvorhang] (JPEG unendlich / RAW verlustfrei: 20 Aufnahmen) / RAW unkomprimiert: 15 Aufnahmen)
Auto Bracketing AE Bracketing (2/3/5/7/9 Aufnahmen): ±1/3EV – ±3EV, in 1/3EV Schritten
Filmsimulation Bracketing: 3 Filmtypen auswählbar
Dynamikumfang Bracketing: DR 100% / 200% / 400%
ISO Bracketing: ±1/3EV, ±2/3EV, ±1EV
Weißabgleich Bracketing: ±1, ±2, ±3
Fokus Bracketing: (Bilder: 1 bis 999, Stufen: 1 bis 10, Intervall: 0 bis 10 Sek.)
Scharfeinstellung Einzel AF / Kontinuierlicher AF / MF
Intelligenter Hybrid AF (TTL Kontrast AF/TTL Phasen AF)
Einzelpunkt AF: EVF/LCD: 13×9 / 25×17 (die AF-Felder können in 6 verschiedenen Größen eingestellt werden)
Zone AF: 3×3 / 5×5 / 7×7 aus 117 AF-Punkten auf 13×9 Raster
Weit / Verfolgung AF: [bis zu 18 AF-Felder]
Weissabgleich Automatische Motiverkennung, Custom 1-3, Farbtemperatureinstellung (2500K – 10000K)
Voreinstellung: Sonnig, Schatten, Kunstlicht (Tageslicht), Kunstlicht (warmes Weiss), Kunstlicht (kaltes Weiss), Glühlampenlicht, Unterwasser
Selbstauslöser 10 sec. / 2 sec.
Interval-Auslöser Ja (Einstellungen: Intervall, Anzahl Aufnahmen, Startzeit)
Blitzmodi (EF-X500) Blitzmodi:
TTL (AUTO / STANDARD / SLOW SYNCHRO) / MANUELL / MULTI / AUS
Synchro:
1. Vorhang / 2. Vorhang / AUTO FP(HSS)
Blitzschuh TTL (Fujifilm kompatibel)
Sucher (elektronisch) 0,5 Zoll OLED Farbsucher mit ca. 5,76 Mio. Bildpunkten, ca. 100% Bildfeld,
Augenpunkt ca. 23mm (ab Augenmuschel),
Dioptrienausgleich: -4 – +2m (dpt), Vergrösserung: 0,86x mit 50mm (analog zu KB) bis unendlich und Dioptrien auf -1.0m (dpt)
Diagonaler Blickwinkel: ca. 41° (Horizontaler Blickwinkel: ca. 33°)
Eingebauter Augensensor
LCD-Monitor
8,1 cm (3,2 Zoll), Bildverhältnis 4:3, ca. 2,36 Mio. Pixel,
Touch Screen Farb-LCD (Bildfeld ca. 100%), klapp- und schwenkbar
Touchscreen Modi Aufnahmemodus: Touch AF, Fokusbereich, AUS
Displaymodus: Wischen, Zoom, Pinch-In / Pinch-Out, Doppel-Tippen, Ziehen
Sub LCD monitor 4,6 cm (1,8 Zoll), Bildverhältnis 4:3, 303×230 Pixel SW LCD Monitor
Rear sub monitor 5,2 cm (2,05 Zoll), Bildverhältnis 4:1, 256×64 Pixel SW OLED Monitor
Videoaufnahme Komprimierung: All Intra/Long-GOP
[All Intra kann mit folgenden Einstellungen genutzt werden:
DCI4K/4K 29.97p / 25p / 24p / 23.98p 400Mbps
Full HD (2048×1080) / Full HD (1920×1080) 59.94p / 50p / 29.97p / 25p / 24p / 23.98p 200Mbps]
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[DCI4K (4096×2160)] 29.97p / 25p / 24p / 23.98p 400Mbps / 200Mbps / 100Mbps
max. Aufzeichnungsdauer 29 Minuten.
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[4K (3840×2160)] 29.97p / 25p / 24p / 23.98p 400Mbps / 200Mbps / 100Mbps
max. Aufzeichnungsdauer 29 Minuten.
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[Full HD (2048×1080)] 29.97p / 25p / 24p / 23.98p 200Mbps / 100Mbps / 50Mbps
max. Aufzeichnungsdauer 29 Minuten.
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[Full HD (1920×1080)] 29.97p / 25p / 24p / 23.98p 200Mbps / 100Mbps / 50Mbps
max. Aufzeichnungsdauer 29 Minuten.
Filmsimulation
16 Modi (PROVIA/STANDARD, Velvia/VIVID, ASTIA/SOFT, Classic Chrome, PRO Neg. Hi, PRO Neg. Std, ETERNA/Cinema, Schwarzweiss, Schwarzweiss+Gelbfilter, Schwarzweiss+Rotfilter, Schwarzweiss+Grünfilter, SEPIA, ACROS, ACROS+Gelbfilter, ACROS+Rotfilter, ACROS+Grünfilter)
Körnungseffekt: Stark, schwach, aus
Farbe Chrome-Effekt: Stark, schwach, aus
Weicher Hautton-Effekt: Stark, schwach, aus
Dynamikumfang: Auto, 100%, 200%, 400%
Fotografische Funktionen Farbe, Schärfe, Highlight-Ton, Schatten-Ton, Rauschreduzierung, Langzeitbelichtung NR, Lens Modulation Optimizer, Farbraum, Pixel Mapping, Individuelle Einstellung auswählen, Individuelle Einstellung bearbeiten/sichern, AF-C individuelle Einstellung, AF-Modus nach Orientierung speichern, AF-Punkt Display, Pre-AF, AF-Hilfslicht, Gesichtserkennung AF, Augenerkennung AF, AF+MF, Fokus Peaking, Fokuskontrolle, Sperre Spot AE & Fokusbereich, Instant AF Einstellung (AF-S/AF-C), Schärfentiefenkontrolle, Auslöse/Fokus Priorität, Touchscreen Modus, Flimmer Reduzierung, Bajonett Adapter Einstellung,
Kleinbildformat Modus, Rote-Augen-Korrektur, RGB Histogramm, Überbelichtungswarnung, Wasserwaage, Vorschau Schärfentiefe, AE Lock, AF Lock, AF-ON, AWB Lock, Mehrfachbelichtung
Video Funktionen Interframe NR, F-LOG/HLG Aufnahme, Peripheral light correction, Video AF Modus, 4K Video output, Full HD Video output, HDMI output Info Display, 4K HDMI Standby, HDMI Aufnahme-Kontrolle, Zebra, Audio Einstellung, Timecode
Wiedergabefunktionen Steckplatzwechsel, RAW Konvertierung, Löschen, Ausgewählte Aufnahmen löschen, Gleichzeitiges Löschen (RAW Slot1/JPEG Slot2), Ausschnitt, Grössenanpassung, Schützen, Bilddrehung, Rote-Augen-Korrektur, Sprachmemo-Einstellung, Kopieren, Fotobuch-Assistent, Mehrfachbild-Wiedergabe inklusive Micro-Vorschau, Favoriten, RGB Histogramm, Überbelichtungswarnung
Drahtlosübertragung IEEE 802.11a/b/g/n/ac (Standard-Drahtlos-Protokoll)
Bluetooth Bluetooth Ver 4.2, Arbeitsfrefquenz: 2402-2480MHz
Übertragungsfunktionen Geotagging, Drahtloskommunikation (Bildtransfer), Ansicht und Übertragung von Bildern, Fernsteuerung der Kamera, Instax Drucker, Kopplungsregistrierung, Bluetooth Einstellung, Automatische Bildübertragung, Frequenzeinstellung (Wireless)
Weitere Funktionen Exif Print, Sprache (35 Sprachen), Zeit/Datum, Zeitdifferenz, My Menu Einstellungen, Sensorreinigung, Batterielaufzeit, Sound-Einstellung, EVF Helligkeit, EVF Farbe, EVF Farbanpassung, LCD Helligkeit, LCD Farbe, LCD Farbanpassung, automatische Displaydrehung, Belichtungsvorschau im manuellen Modus, Vorschau Bildeffekt, Gitterlinien, Auto-Drehung PB, Fokus-Einheiten, Benutzereinstellung Display, Einstellung Sub-Monitor, Einstellung Info-Monitor, Fokushebel Einstellung, Schnellmenü Bearbeiten/Sichern, Einstellung FN-Taste, Einstellung Wählrad, Verschluss-AF, Verschluss-AE, Aufnahme ohne Objektiv, Aufnahme ohne Speicherkarte, Fokusring, AE/AF-Lock Modus, AWB-Lock Modus, Einstellung Belichtungskorrektur-Taste, Einstellung Touchscreen, Lock, automatische Abschaltung, Standby-Modus, automatischer Stromsparmodus, Bildnummernspeicher, Dateiname bearbeiten, Originalbild speichern, Einstellung Kartenslot, Steckplatz-Wechsel, Ordner erstellen und auswählen, Copyright Einstellung
Schnittstellen HDMI Micro (Type D)
USB 3.2 Gen 1×1 High-Speed (Type C)
Externer Mikrofonanschluss
3,5 mm Stereo Miniklinkenstecker (Mikrofon, Headset) / 2,5mm Fernauslöseranschluss / DC IN 15V Anschluss, kompatibel nur mit AC-15V (optional) / Blitzschuh / Synchronanschluss
Stromversorgung Lithium-Ionen Akku NP-T125 (im Lieferumfang)
Batterielaufzeit: ca. 800 Aufnahmen (2 x NP-T125, mit angeschlossenem GF63mm F2.8 R WR, Stromsparmodus AN)
4K: ca. 170 Minuten, Full HD (Gesichtserkennung aus): ca. 240 Minuten
USB Aufladung USB PD Ladung oder Schnellladung mit USB PD Rev2.0 ver1.3
Abmessungen Inklusive Sucher: 156,2 (B) × 163,6 (H) × 102,9 (T) mm
Exklusive Sucher: 156,2 (B) × 144,0 (H) × 75,1 (T) mm
Gewicht ca. 1400g (mit EVF, 2 Akkus / Speicherkarte)
ca. 1320g (mit 2 Akkus / Speicherkarte)
ca. 1155g (ohne Zubehör / Akku / Speicherkarte)
Temperaturspanne -10°C – +40°C (+14°F – +104°F)
Feuchtigkeitsspanne 10 – 80% (ohne Kondensation)
Kamerastart Ca 0.4sek. (gemäss Fujifilm Tests)
Lieferumfang 2 x Li-Ion Akku NP-T125
Akku-Ladegerät BC-T125
Stromadapter
Gehäusedeckel
Schultergurt
Halterung + Arretierung
Kabelschutz
Wechselbarer elektronischer Sucher EVF-GFX2
Blitzschuh-Abdeckung (Gehäuse/EVF)
Anschlussabdeckung (EVF)
Synchronisationsanschlussabdeckung
Bedienungsanleitung

 

22 Kommentare zu “Mittelformat-Systemkamera: Fujifilm GFX100 mit 102Mpx”

  1. Die technischen Daten klingen spannend und der Preis ist genial.

    Aber für was brauche ich ernsthaft 100 Megapixel? Reichen nicht auch 50 ür so gut wie alle denkbaren Aufgaben die ein (Hobby-)Fotograf jemals umzusetzen gedenkt? Damit lassen sich Ausdrucke mit weit über einem Quatratmeter in genialer Qualität herstellen.

    Mir fallen für die genannte Auflösung – nach ernsthafter Überlegung – so gut wie keine Aufgaben ein. Zumindest keine für die ich eine solche Kamera verwenden wollte. Durch die extreme Auflösung benötigt man einen extrem leistungsfähigen Rechner und der tatsächliche Gewinn an Bildqualität ist in der Praxis zu vernachlässigen; man sieht ihn kaum. Wenn überhaupt. Allenfalls wenn man Ausdrucke weit größer als 1 Meter anfertigt und diese direkt vergleicht.

    1. Spiegi regt sich wieder auf! Hab auch nur 10MP und mach wunderbare Bilder da sehr gute alte Objektive. Aber für Grossvergrösserungen reicht das nie irgendwo hin zu Topqualität. Am Besten abregen Vornamensvetter.
      Das Hauptproblem ist doch die Datenverarbeitung und die Sicherung. Darum geh ich wieder auf Film zurück. Im Notfall-wenns keine Farbfilme mehr gibt geht auch Tricolor. Für Laien: 3 Schwarzweiss-Aufnahmen mit unterschiedlichen Farbfltern. Kollege Andrews hat damit sogar Farb-Infrarot- Aufnahmen belichtet, SW-IR-Film vorausgesetzt. Hab altes Portraitposter 50x70cm von 24x36mm Cinefilm hängen. ECN-2 Film-Entwicklung. Grobkörnig aber immer noch interessant.

    2. Die Skepsis über den Nutzen der hohen Auflösung überrascht mich nicht. Diese Diskussion kennt man seit Jahren. Ich erinnere an die Nikon D800 mit 36 Megapixeln oder als 20, 10 und 8 kamen. Es gab sogar die Online-Petition von vielen Fans der Digitalfotografie, dass 6 Megapixel genug sind.
      Auch in immer höheren ISO-Werten, Serienbildern mit mehr als 10 Bildern je Sekunde sahen viele keinen Nutzen. Oder der Einzug von Video, WLAN und die Digitalfotografie überhaupt wurden in Frage gestellt.

      Aber was die positiven Aspekte des Kommentars von Micha Spiegi anbelangt, teile ich seine Meinung.
      Ich finde es beachtlich, wie Fuji modernste Technik reinpackt und als wie fortschrittlichere Kameras zu fairen Preisen bringt. So weiter, und Fuji wird alle anderen Marken deklassieren.

      1. @ Herr Klein,
        pardon aber das sehe ich anders. Irgendwann muß man und darf man die Frage nach dem Sinn und Nutzen stellen. Ob es jetzt bei 36 oder 100 MPixeln sind das überlasse ich jedem selbst. Ich wiederhole meine Frage: wer braucht als Hobbyfotograf 100 MPix? oder anders: wer braucht einen Geländewagen mit 500 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h? Übringens, ich halte Geldändewagen für sinnvoll.

        Einverstanden, im Job benutze ich schon seit einigen Jahren 100 MPix. Aber nur ungern und mit den immer gleichen Klagen der Kunden; die Dateien sind zu groß! Im Grunde reichen 50 für mehr als 98 % der Anforderungen mehr. Selbst 24 sollten genug sein.

        Privat begnüge ich mich mit 12 MPixeln. Das reicht locker für sehr gute A 3 Ausdrucke. Selbst A 2 geht damit problemlos.

      2. @Spiegi:
        Vor Jahren fragte ich einen japanischen Fotografen, was das Geheimnis seiner technisch perfekten Aufnahmen sei. Er meinte, nicht dauernd neues Equipment, sondern das vorhandene zu 95 % zu beherrrschen.
        Deswegen schicke ich an Redaktionen meine gut 40 MP grossen Fotos als 1 – 2 MB kleine JPG. Nach der Bearbeitung (Schatten aufhellen, Spitzlichter begrenzen) ist die Farbtiefe noch 8 Bit. Das entspricht dem, was bester Hochglanz-Druck (Offset) gerade noch an Dynamik schafft.
        Wer Bilder von 40 MB an Druckereien oder zur Grafik bekannter Magazine sendet, hat die Technik nicht begriffen.
        Sony, deren Bildwandler den Markt beherrschen, hat die 14 Bit eingeführt, um Luft für die Bearbeitung sicherzustellen. Aber sicher nicht, um alles weiterzusenden, was eh nicht umgesetzt werden kann.

      3. Bin auch überzeugt, dass meist 12 MP im journalistischen Alltag reichen. Trotzdem habe ich letzte Woche an ein Magazin Bilder von 40 MP geschickt – datenrereduziert auf die 8 Bit, die Offset-Druck schafft.
        Die Rezension des Klassik-Konzertes kam zwar erst auf Seite 27, aber man nahm einen Ausschnitt eines meiner Ausschnitte und machte daraus den Titel. Die Musiker waren begeistet 😉

  2. Micha Spiegi spricht etwas interessantes an. Muss das alles sein? Braucht es 100 MP, wenn ich maximal drei grossformatige Bilder in meiner Wohnung aufhängen kann? Braucht es Autos mit 800 PS, wenn man höchstens 120km/h fahren darf ? Muss ein Roger Federer 70 Millionen im Jahr verdienen, wenn er mit seiner ganzen Familie für ein erstklassiges Leben einen Bruchteil davon braucht? Damit alle in Arbeit gehalten werden können, Geld verdienen, ist es nötig, dass am Mensch vorbei produziert wird. Würden wir alle sehr bescheiden leben, bräuchte es nicht so viele Ressourcen, müsste man nicht so viel Arbeiten, usw. Aber wie soll man dann Millionen verdienen, wenn viel weniger gekauft und gearbeitet wird?

  3. Für mich stehen Kameras für Möglichkeiten (Bilder machen/nutzen). So sehe ich auch eine höhere Auflösung: Die steht für mehr Möglichkeiten. Die kann man nutzen, muss man aber nicht.
    Ich hatte/habe eine D800E, die ich auf Reisen für Erinnerungsfotos gerne mit dem DX 18-200mm II nutzte. Im DX-/APS-C-Format liefert sie 16Mpx, was mir für simple Erinnerungsfotos reicht. Spezielle (Reise-)Sujets schoss ich dagegen mit hochwertigen FX-Vollformatobjektiven und mit 36Mpx – oft sogar mit Stativ. Ähnlich würde ich auch eine Fuji GFX100 einsetzen.
    Doch möchte ich die Fuji nicht auf Auflösung reduzieren, dafür bietet sie generell viel = viele Möglichkeiten.

    1. @ Markus

      Und was haben Sie mit Ihren Urlaubsbildern vom Stativ und den Vollformatobjektiven gemacht? Drucke mit mind. 60×90 cm?

      Oder hätten gut verarbeitete 12 MPix nicht völlig ausgereicht? Ich denke z.B. an 50 super gute Bilder im Format 45×30 cm, aufgezogen auf Museumskarton in einer Mappe.

      Noch einmal: für welche Motive und welche Verwendungszwecke benötigt man 100 Megapixel als Freizeitfotograf?

      1. @ Micha Spiegi
        einige von klein bis gross ausgedruckt/ausbelichtet
        Nebenbei: Reisen gleich als Urlaubsreisen anzunehmen ist schon wieder so eine vorurteilsbehaftete Annahme.

        «hätten gut verarbeitete 12 MPix nicht völlig ausgereicht?»
        Die Frage ist vollkommen irrelevant, da ich diese Kamera aus verschiedenen Gründen und für viele Anwendungen gekauft hatte und benutz(t)e und nie bereute. (Sie ist noch heute und nach bald sieben Jahren meine Standard-DSLR.)

        Im Übrigen hatte ich kein einziges Mal Probleme, weil ich zu viele Pixel hatte. Umgekehrt hatte ich in der Vergangenheit oft Probleme, weil die Auflösung zu knapp gewesen war. (Ich bedauere auch immer wieder in Analogzeiten manche Fotos aus Bequemlichkeit oder Kostengründen im Kleinbild- statt im Mittelformat aufgenommen zu haben.)

        Mehr Pixel bedeuten für mich mehr (Anwendungs-)Möglichkeiten und auch mehr Reserven.

  4. Ich teile die Skepsis über diese Superlativen. Aber es war ja absehbar, daß die digitalisierte Fotografie ebenso unabläßig Leistungssteigerungs-hungrig sein wird, wie generell Digitaltechnik. Aber die Kamera als Ganzes stimmt so & ist sehr durchdacht, inkl IBIS usw

  5. Ich glaube kaum, dass diese Kamera für viele Freizeit-Fotografen konzipiert wurde. Mir gefällt die Auflösung des Sony-Bildwandlers, den ich schon seit 2 Jahren kenne. Damit sind auch Doppelseiten noch aus Ausschnitten möglich.
    Interessant wäre ein Binning, wo 3 oder 4 Pixel zusammengefasst werde, um rauschen bei wenig Licht zu reduzieren. Vielleicht als Software-Update?

  6. Eine Kamera wie nach meinem Geschmack. Bin gespannt, was die Videofunktionen alles bieten. 102 MP sind schon mal eine Ansage. Heute fotografiert jeder mit einer Vollformatkamera, aber eine Vollformatkamera wird niemals den Dynamikumfang bieten, wie es ein kleiner oder grosser Mittelformatsensor bieten kann. Auch Punkte Tiefe, Plastizität, da ist Mittelformat nochmals eine ganz andere Liga. Der Preis für die Kamera ist in Ordnung, so dass auch ambitionierte Amateure einsteigen werden. Wenn ich mir Fotos von der damaligen Canon 10D mit 6MP mit der von der Fujifilm GFX 50S anschaue, dann sind das Welten. Natürlich kann man heute noch mit der Canon 10D fotografieren. Was die neue Fujifilm bietet, ist eben auch, dass die anderen mit ihren Nikons und Canons uns Sonys neidisch sind 😉

    1. @ Hans Auer: Gemach! Schon beim Vergleich des Dynamikumfangs von Mittelformat zu Vollformat täuschen Sie sich. Schauen Sie mal in dieser Tabelle mit Labor-Messwerten unter Landscape (= Dynamic Range) nach; da liegen die Sensoren der vordersten ca. 20 Kameras sehr nahe beieinander: https://www.dxomark.com/Cameras/

      Auch glaube ich kaum, dass jemand von Nikon, Canon, Pentax, Leica, Sony, Olympus etc. neidisch auf Besitzer der Fuji GFX100 sein werden, denn jedes System hat seine Vor- und Nachteile. Beim Wettbewerb «Winning Photos of World Press Photo 2019» hat Fuji im Vergleich zu Canon und Nikon beispielsweise keine Relevanz: https://petapixel.com/2019/04/22/the-cameras-that-shot-the-winning-photos-of-world-press-photo-2019/.

      1. Bin weitgehend derselben Meinung, finde aber das Beispiel WorldPressPhoto als Argument ungeeignet.
        Da geht es um Presse-/Reportagefotografie im engeren Sinne. HiRes-Mittelformatkameras werden/wurden da vergleichsweise selten eingesetzt. (Es gibt/gab immer wieder Ausnahmen.)
        Im Reportagebereich kann Fuji noch gar keine Rolle spielen, hat F mit der X-H1 erst seit einem Jahr etwas Äquivalentes zu bieten. Ich würde erwarten, dass inzwischen Sony häufiger in solchen Listen auftaucht.
        Zudem: Gemäss meinen Beobachtungen sind Vollprofis zurückhaltender als Semiprofis und Amateure, was den Kauf/Einsatz neuer Kameras und vor allem was Systemwechsel angeht. Wenn ein Vollprofi schnell eine neue Kamera kauft, dann ein modernisiertes Nachfolgemodell einer bewährten Modellreihe (z.B. Canon 1D/5D)

    2. @ Hans Auer,

      wieso soll man auf diese Fuji neidisch sein? Kameras sind Werkzeuge. Wenn ich die Fuji nicht brauche dann hat Neid allenfalls etwas mit menschlicher Unreife zu tun. Oder sind Kameras für Sie Spielzeuge zum angeben?

      Wenn Sie ferige, gedruckte, gut verarbeitete Fotos (z.B. in Zeitschriften oder Büchern/Postern) vergleichen, werden Sie es nicht fertigbringen festzustellen mit welcher Kamera diese aufgenommen wurden. Ich gehe sogar so weit daß es Ihnen nicht einmal gelingen wird das Aufnahmeformat zu erkennnen. Zumindest nicht wenn die Fotos kleiner als A 3 sind. Wer Fotos aber mit der Luße zu Leibe rückt den nehme ich nicht ernst. Das sind Hobbyfotografen denen an vielem gelegen ist, aber nicht an Fotos. Darum noch einmal: wer benötigt für was 100 Megapixel als Hobbyfotograf?

      1. @ Abgehängt. Canon ist ein Sponsor von World Press Photo. Natürlich gewinnen da Fotos, die mit einer Canon gemacht worden sind. Es ist aber gar nicht die Art Photos, die man mit einer Fujifilm GFX 100 machen wird, von daher kann ich den Vergleich nicht nachvollziehen. Haben Sie überhaupt Mittelformatfotos mit Vollformatfotos selber verglichen 1:1? Mich interessieren Seiten wie DXO u.ä. nicht, ich vergleiche die Fotos selber und bilde mir ein Urteil. Und da kann ich sagen, dass Mittelformatfotos immer plastischer und detailreicher aussehen, mehr Tiefe besitzen und auch einen höheren Dynamikumfang. Auch in der Nachbearbeitung bieten Mittelformatfotos einiges mehr an Reserven. Sie können ja auch mal eine grosse Mittelformatkamera mieten, z.B. bei http://www.graphicart.ch, das ist nicht so teuer.

      2. @Hans Auer
        Stellvertretend für „Abgehängt“ werde ich antworten. Ja, ich kann jederzeit zwischen einem Digitalrückteil (IQ 3 [100]) und einer Kleinbildkamera vergleichen. Beide Systeme liegen hier griffbereit. Meine Wahl ist immer einfach: das kleinste System das die konkreten Anforderungen erfüllt. Mehr wäre mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Das Rückteil nur wenn ich Verstellungen brauche.

        Im ferigen, gedruckten Bild wird man die Unterschiede in mehr als 98% aller Fälle nicht wahrnehmen bzw. nicht in der Lage sein die Bilder sicher zuordnen können. Direkte Vergleiche sind weltfremd und allenfalls für Hobbyfotografen interessant. Bildbeurteilung am Bildschirm vielleicht? Einzig was zählt ist der Kunde; dass dieser zufrieden ist . Wenn nicht, dann sieht man ihn nie wieder.

      3. @ Micha Spiegi. Viele Menschen kaufen sich Dinge auch, um anderen zu zeigen, dass man es sich leisten kann. Warum soll sonst jemand Ferrari fahren, eine Leica Sonderedition kaufen, usw. Die Hersteller wissen sehr wohl um dieses Bedürfnis und bieten dementsprechend auch Produkte an. Es gibt Leute, die kleben extra den roten Leica Punkt ab, um damit aufzufallen. Warum sollte jemand eine Kamera abkleben, wenn die Kamera nicht wertvoll ist. Wer 100 MP als Hobbyfogograf benötigt? Leute, die Fotos beschneiden und auf einen 8K Bildschrim anschauen wahrscheinlich.

  7. Das Beispiel des Fotowettbewerbs habe ich nur gewählt, um zu zeigen, dass jedes System seine Vor- und Nachteile hat und es nie «die beste Kamera» geben wird sondern höchstens eine zu den Anforderungen passende.

    Ich kann die Laborwerte von DXO etc. bestens in meiner Praxis nachvollziehen. Im Gegenteil traue ich der Schwärmerei in Foren und Kollegenkreisen für dieses oder jenes Produkt schon lange nicht mehr.

    Ein Grund, warum Mittelformatkameras gerade bei Amateuren so beliebt sind, ist vermutlich der Image-Faktor: Fast jeder, der eine solche Kamera besitzt, lässt sich mit dieser ablichten (schauen Sie sich nur einmal deren Profilbilder an). Und das ist gut so, denn damit sorgen sie dafür, dass genug Kameras verkauft werden, so dass auch Profis sich solch tolle Werkzeuge leisten können.

    1. @ M. Spegi. „abgehängt“ ist sicherlich nicht bevormundet und kann für sich antworten. Im Unterschied zu Ihnen fotografiere ich nicht für Kunden. Das was Sie machen ist Fotografie, die als Ware für den Markt produziert wird. Der einzige Zweck Ihrer Fotografie ist die Kapitalverwertung. Für mich hat die Fotografie eben eine ganz andere Bedeutung.

      @ abgehängt. Ja, kann sein. Ist mir ehrlich gesagt aber auch egal.

  8. at Spiegi: Bin sehr traurig dass eine Superstimmung-trotz Tischstativ auf Wanderweg nur auf 1/2.3 zoll kamera belichtet wurde. Darum das grösstmögliche Format Herren Zweifler. Hab Phaseone-Poster gesehen(ok alte chiptechnik), -Auflösung 120 x150cm einfach für mich ungenügend. Oder Alpa-Weitwinkelaufnahmen mit P25. Unscharf! aber das hat sich zum Glück geändert. Profotografen verscherbeln bereits ihre „unscharfen“ Digitallinsen.

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