Markus Zitt, 16. Januar 2023, 23:12 Uhr

Master Match stimmt den Look mehrerer Kameras aufeinander ab

Es gibt zahlreiche Gründe nicht nur mit einer Foto- oder Videokamera zu fotografieren – manchmal sogar parallel bzw. innerhalb eines Photo Shoots oder auf einer Reise. Das Problem dabei ist, dass jede Kamera ihren eigenen Look hat. Das kann sogar der Fall sein, wenn Modelle der gleichen Marke mit denselben Einstellungen verwendet werden. Damit die Fotos aus den verschiedenen Kameras dennoch in einem einheitlichen Look erscheinen, hat Picture Instruments mit «Master Match» eine Software für macOS (ab 10.13) und Windows (ab 10) entwickelt, die eine umfangreiche Farbabstimmung ermöglicht. Gleichzeitig können mit dem Standalone-Programm aber auch Looks beliebter Kameras, die man selbst gar nicht hat, auf Fotos und Videos angewendet werden. Mit Master Match werden genaue LUTs (Look Up Table bzw. eine gespeicherte Farbinfo-Tabelle) und ICC-Profile erstellt, die dann in Bearbeitungsprogrammen auf Fotos und Videos übertragen werden können.

 

Picture Instruments lanciert mit «Master Match» ein Standalone-Programm Tool zur umfangreichen Farbabstimmung. Der Screenshot zeigt die Benutzeroberfläche von Master Match.

 

Mit der Veröffentlichung von Master Match, will Picture Instruments eine neue Color Matching Ära im Bereich Foto, Video und 3D Content einläuten. Von Drohnenaufnahmen und Action Cams, über Smartphone-Aufnahmen bis hin zu professionellem Filmmaterial lässt sich mit Master Match jede Art von Bildmaterial angleichen. Master Match gleicht Farbreferenzkarten wie den Datacolor Spyder Checkr, jeden X-Rite/Calibrite Colorchecker, DSC Labs, DGK Color Tools oder jede andere verfügbare Referenzkarte problemlos ab. Darüber hinaus können Looks einfach aus Vorher-Nachher-Bildern zusammengestellt oder aus einem beliebigen Screenshot, die man z.B. im Web entdeckt hat, extrahiert und daraus eine Look erstellt und dann auf eigene Bilder (Fotos und Videos) angewendet werden.

Drei Modi für eine vielfältige Nutzung der Software

Die Software bietet drei Betriebs-Modi um einen Farblook zu erstellen und dann in einem Bildbearbeitungsprogramm (z.B. Photoshop, Lightroom) oder in einem Videoeditor (z.B. DaVonci Resolve) anzuwenden.

Screenshot für die Anwendung im Farbtafel-Modus, wofür man bei einem Photo Shoot eine beliebige Farbreferenzkarte verwendet, d.h. bei einer Probeaufnahme mitfotografiert. Man lädt dann alsd ersten Schritt dieses Ausgangsbild (oben links im Screenshot als Farbtafel und als ganzes Bild an zweiter Position) und im zweiten Schritt ein Bild (drittes Bilder in der Bilderleiste), das man anpassen möchte.

 

Farbtafel Modus

Hierfür fotografiert bei einem Photo Shoot eine beliebige Farbreferenzkarte mit, um mit ihrer HIlfe  die Aufnahmen zu neutralsieren und den Look der Kamera zu erfassen und auf weitere Bilder zu übertragen.

  • Von der Smartphone-Aufnahme bis hin zu Aufnahmen professioneller Foto und Filmkameras kann jegliches Bildmaterial aneinander angepasst werden.
  • Multilevel Weissabgleich zur Neutralisierung in allen Helligkeitsbereichen.
  • Integrierte Farbbibliothek mit beliebten Kamera-Looks wie Arri Alexa und Red Dragon
  • Kamera-Kalibrierung für eine natürliche Farbwiedergabe in der Produktfotografie
  • Master Match funktioniert mit jeder Farbtafel

Freipunkt-Modus

  • Farbabgleich auch ohne Farbtafel
  • Reproduktion beliebter Looks

Pixel-Differenz-Modus

Hierfür sammelt man z.B. im Internet Vorher-Nachher-Bilder – entweder zwei separate Dateien eines vergleichs oder auch ein Screenshot oder einer Collage mit Gegenüberstellungen – um aus dem Vergleich einen Look zu speichern. So kann man relativ einfach einen Look kopieren und auf eigene Bilder anwenden.

  • Extrahierung von Looks aus Vorher-Nacher-Bildvergleichen

Alle Farbkorrekturen können in diversen Foto- und Video-programmen mittels erstellter LUTs oder ICC Profile einfach angewendet werden.

Screenshot des Freipunkt-Modus: Hier setzt man verschiedene Referenzpunket im Bild  auf , dessen Look man auf anderen Bilder übertragen möchte.

Weiterer Screenshot des Freipunkt-Modus: Wenn im Ausgangsbild Menschen vorhanden sind, ist es wichtg auch Referenzmesspunkte auf deren Hautstellen (hier Gesicht) zu setzen.

Neue Möglichkeiten in der Farbbearbeitung

«Unsere Beta-Tester waren von der Genauigkeit unseres Matching Algorithmus überrascht», verrät Robin Ochs, Gründer von Picture Instruments. «Jetzt ist es selbst ohne die Verwendung einer Farbkarte möglich den Look eines Bildes zu extrahieren. Das wünschen sich Fotografen schon lange», fügt er hinzu und erklärt weiter, «dafür müssen lediglich Farbpaare in den beiden Bildern, die aufeinander abgestimmt werden sollen, gewählt werden und der Master Match Algorithmus berechnet durch eine leistungsstarke 3D Interpolation alle anderen Farben, zu denen keine Informationen vorliegen. Das ist ein völlig neuer Algorithmus, bei dem wir Pionierarbeit geleistet haben.»

Neben dem schnellen Abgleich von Kameras, kann mit dieser Technik sogar der Look von einem beliebigen Screenshot für das eigene Bildmaterial genutzt werden. «Diese Funktion zum Kopieren und Modifizieren von Looks, wird sich bestimmt grösster Beliebtheit erfreuen», vermutet der CEO und schwärmt, «es war noch nie so einfach, sich beim täglichen Scrollen inspirieren zu lassen und die Looks direkt für sein eigenes Bildmaterial zu adaptieren. Ideal sind Vorher-Nachher-Vergleiche, aber im Free Point Modus kann man auch einfach den Look aus einem einzelnen Foto übernehmen.»

Integrierte Bibliothek beliebter Kameramodelle und Farbreferenzkarten: Damit die begehrten Looks von Kameras wie z.B. der Arri Alexa oder der Red Dragonmdirekt auf das eigene Bildmaterial angewendet werden können, enthält Master Match eine umfangreiche Bibliothek beliebter Kameramodelle in Kombination mit verbreiteten Farbreferenzkarten.

Export von 3D LUTs und ICC Profilen 

Die exportierten Anpassungen funktionieren in Adobe Premiere, After Effects, FCPX, DaVinci Resolve, Photoshop, Lightroom, Capture One und in allen anderen Tools, die 3D-LUTs oder ICC-Profile unterstützen. So kann die Farbkorrektur flexibel weiter verwendet werden.

Integration: Master Match ist eine Standalone Software. Durch den Export von verschiedenen LUT-Formaten und ICC-Profilen kann die Farbbearbeitung in den meisten Foto- und Video-Applikationen angewendet werden.

Preis und Verfügbarkeit

Die neue Software «Master Match» ist ab sofort (16.01.2023) im Online-Shop von Picture Instruments erhältlich und kostet als Einzellizenz 289.- Euro zuzüglich lokaler MwSt (mit MwSt in CH ca. 343.- Franken, in DE: 340.- Euro).

Ausprobieren: Die Testversion der Software kann auf der Produktseite bezogen werden (Taste: «Testen|Download»). Sie ist voll funktionsfähig und zeitlich unbegrenzt nutzbar. Um LUTs und ICC-Profile zu exportieren oder LUTs in Master Match zu visualisieren, wird eine Lizenz benötigt.

Weitere Infos

Master Match (Produktseite)

Die Software «Master Match» läuft unter macOS (Version 10.13 und neuer) sowie unter Windows (Version 10 und neuer).

Picture Instruments (Herstellerseite)

 

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