Urs Tillmanns, 28. März 2015, 10:00 Uhr

Foto-App «Polamatic»: Typische Polaroid-Bilder auf dem iPhone

Wer erinnert sich nicht an die Polaroid-Bilder mit dem typischen weissen Sockel? Sie rufen alte SX-70-Zeiten zurück und waren damals auf vielen Werbedarstellungen Synonym für «Fotografie» schlechthin. Jetzt kann man diese Bilddarstellung auf‘s iPhone zaubern – und in der neuen Version erst noch absturzfrei.

 

Als wir die Foto-App Polamatic by Polaroid für iPhone zum ersten Mal ausprobiert hatten, waren wir schwer enttäuscht. Das einzige, was vor eineinhalb Jahren zuverlässig funktionierte, war die Reproduktion von Abstürzen. Umso grösser jetzt die Freude, dass mit der aktuellen Version diese Probleme verschwunden sind. Da hat jemand seine Hausaufgaben erledigt. Nebenbei bemerkt, hat sich auch der Preis halbiert.

Polamatic_Single_500Von Polaroid, dem Synonym für Sofortbildkameras und -filme, ist wenig übrig geblieben. Aber den Namen, den kennt heute noch jeder Fotograf – auch die ganz jungen. Der typische Look der Sofortbilder ist uns allen geläufig. Diese Sofortfilme gibt es heute wieder für Sofortbildkameras – wer sich darüber hinaus ein bisschen Nostalgie ins Album zaubern will, kann mit der Foto-App Polamatic nun endlich wieder den alten Look zurückholen. Die Bedienung der Foto-App ist einfach, die Ergebnisse sind ganz nett anzusehen.

Der besondere Witz der ganzen Foto-App liegt dabei in einigen Details. Wer ein Bild aufnimmt oder aus der Bibliothek auswählt, hört erst einmal das typische Geräusch des Polaroid-Fotos und kann zusehen, wie es aus der Kamera geschoben wird. Das sieht witzig aus. Idealerweise sollte man dann erst einmal den Ausschnitt wählen, schliesslich ist das Polaroid-Foto quadratisch – im Gegensatz zu heute gängigen Bildformaten. Und dann kann’s ja losgehen.

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Trägerpapier auswählen

Zum Beispiel mit ein bisschen filtern. Auch wer sonst kein Freund von Retrolook oder Farbstich ist, wird zugeben müssen, dass Polaroids per se ein wenig älter sind und deshalb auch den einen oder anderen Farbstich haben dürfen. 36 verschiedene Filter stehen zur Auswahl, und die sind wirklich nett gemacht: Einige davon zeigen sogar eine leichte Wellen-Struktur, wie sie Sofortbilder nach einiger Zeit oft aufweisen.

Die Farbveränderung ist schon einmal die halbe Miete, so richtig komplett wird ein Polaroid im Retrolook aber erst, wenn auch der weisse Rahmen drumherum entsprechend aussieht. Was aus der imaginären Kamera geliefert wird, ist zunächst einmal strahlend weiss, wie frisch aus dem Magazin. So wie in Wirklichkeit eben auch. Aber wenn das Bild schon ein bisschen gebraucht aussieht, dann sollte ja auch der Bildträger dazu passen. Und auch hier gibt es einige Varianten zu Auswahl.

Wer Polaroid-Aufnahmen aus früheren Zeiten und alten Alben kennt, wird sich noch daran erinnern, dass der einst weisse Rand oft gelitten hat. Schließlich war er ideal, um Bilder mit einem Klebestreifen irgendwo zu befestigen, im Album, an der Wand oder irgendwo sonst. Diese Rahmen liefert diese App gleich mit, dazu gibt es eine ganze Reihe von verschiedenen Designs und auch einige Farben zur Auswahl.

 

Beschriftungs-Tool

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Der Clou ist aber das Beschriftungs-Tool, denn das Einkleben im Album war eine Sache, der breite Rahmen, der quasi dazu eingeladen hat, Bilder auch gleich zu beschriften, eine andere. Und so finden sich heute noch alte Polaroids, die sorgsam beschriftet wurden, mit Namen, Daten, Ereignissen. Einige der Schreibschrift ähnliche Typen lassen das ganz ordentlich aussehen. Wer will, kann sich ja den Rahmen mit dem Klebestreifen nehmen, dass sieht ein bisschen so aus, als sei ein Kleber aufgebracht und beschriftet worden, der längst vergilbt ist. Für die Beschriftung stehen eine ganze Reihe von Farben zur Verfügung, da sollte jeder die passende finden.

 

Kontrast einstellen

Und dann bringt diese Foto-App auch noch eine Bildbearbeitung mit, die nicht nur einfach funktioniert, sondern auch noch ganz brauchbar ist. Helligkeit, Kontrast, Farbtemperatur und anderes lassen sich damit einfach über Schieberegler einstellen. Besonderes Highlight: Wer die Werkzeugleiste ganz bis zum Ende zur Seite schiebt, findet dort den Zurück-Button. Nur, falls sich nach einigen Arbeitsschritten nichts mehr retten lässt.

Insgesamt ist die überarbeitete Version von Polamatic ein kleines Programm, das wirklich Spass macht. Am Ende lassen sich die Bilder entweder lokal abspeichern oder gleich per E-Mail verschicken oder in sozialen Netzen teilen.

Nach einem Insolvenzverfahren um die Jahrtausendwende ging es mit Polaroid steil bergab, die Markenrechte sind weit verstreut und die Namen ebenso. Und so kommt diese App von der Firma Appadana, die sich die Rechte für die Verwendung des Namens bei PLR IP Holdings lizensiert hat.

 

Polamatic by Polaroid für iPhone und iPad
im iTunes Shop (CHF 1.00), ab iOS 7.0
Downloadgrösse 45,4 MB
Entwickler: Dana Shakira, Aktuelle Version 4.3

Quelle: http://www.prophoto-online.de

 

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