David Meili, 14. März 2009, 10:31 Uhr

Kulturtipp: Fridolin Walcher

Die Art Gallery Ryf , Zürich macht keine monographischen Ausstellungen mehr, sondern zeigt von Fotografen, die sie vertritt „Best of“.  Vierteljährlich findet eine Vernissage statt, die Kontakt zwischen Kunden und Künstlern ermöglicht und eine aktualisierte Hängung zeigt.  Aufgefallen ist dieses Jahr Fridolin Walcher, den man, wenn man seinen Werdegang nicht kennt, durchaus der jungen Fotografie zuordnen würde.Walcher ist in Braunwald aufgewachsen und arbeitet seit vierzig Jahren von Nidfurn im Glarnerland aus. Im Mittelpunkt seines Werks steht seine engere Heimat, die er für grosse Reisen verlassen hat. Den Broterwerb sichert die Tätigkeit für Kommunikation und Industrie. Walcher ist Mitglied der VfG und hat mehrfach an Ausstellungsprojekten mitgewirkt, so auch ander EXPO 2002.

090314_walcher2Die Aufsehen erregenden Bilder in der Galerie Ryf sind Teil des Langzeitprojektes GlarnerWand. Walcher war schon während seiner Jugend  in Braunwald einen grossen Teil des Jahres mit verschneiten Bergwänden konfrontiert. Erst im Unterland wurde ihm bewusst, welche Kraft von dieser Enge ausgeht. Durch den Lichteinfall im engen Tal und die stets wechselnden Wetterverhältnisse verändern sie sich oft innerhalb von Minuten. Obwohl das Objekt statisch ist, wird jedes Bild zu einer Momentaufnahme.

Fridolin Walcher arbeitet analog und Schwarzweiss. Die meisten Aufnahmen sind mit Mittelformatkameras entstanden. Er schätzt die Messsucherkamera von Plaubel, da sie sich auch spontan an entlegene Aufnahmestandort mitnehmen lässt. Anschliessend arbeitet Walcher die Bilder mit Belichtungsreihen und verschiedenen Härtegraden in 8×10″ aus und reproduziert noch ab Film Silber Gelatine Prints im Format 50×40 cm mit den optimalen Werten. Diese Prints werden auch in der Galerie Ryf in Auflagen von 15 Exemplaren angeboten.

Die Lambdaprints entstehen über das Scannen der Galerieversionen. Walcher kontrolliert diesen zeitraubenden Prozess in einem spezialisierten Labor selbst.

Der Fotograf wird das Projekt weiterentwickeln. Sein Interesse gilt zur Zeit auch den hochalpinen Baustellen im Gebiet Linth-Limmern und den Menschen, die bis 2015 für das neue Pumpspeicherwerk Schwerstarbeit verrichten.

In der Galerie Ryf sind zur Zeit 4 Bilder ausgestellt, weitere Bilder finden sich in einer Mappe. Die 6 grossformatigen Winterwände hängen bis auf weiteres in der Galerie Bergschmuck, Glarus.

Kontakt: art gallery ryf und www.fridolinwalcher.ch

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