David Meili, 8. Februar 2010, 13:06 Uhr

Ingeborg Lüscher verzaubert die Luzerner Kunstszene mit Fotografien

Einen besseren Einstieg hätte sich Direktor Andreas Fischer für die Saison 2010 im Kunstmuseum Luzern nicht wünschen können. Schon eine halbe Stunde vor seiner Ansprache wurden die Kleiderständer knapp. Dank der hervoragenden Infrastruktur des KKL war das logistische Problem in Minuten gelöst, und Ingeborg Lüscher fieberte ihrer Ausstellung entgegen (Im Bild: Buchautor Hans-Joachim Müller und Museumsdirektor Peter Fischer).

Den glamourösen Auftritt hat Ingeborg Lüscher verdient. Seit dreissig Jahren lässt sie Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und dem Alltagsleben vor ihrer Kamera „zaubern“. Konsequent hat sie ihr Konzept, das sie durch Zufall entdeckt hat, weiterentwickelt und mehrere hundert Bildserien in Sequenzen von 18 Bildern aufgenommen. Neun der Aufnahmen hat sie jeweils ausgewählt und in in einer Matrix von drei mal drei Prints zusammengefügt, in Schwarzweiss ausbelichtet und nun für die Ausstellung im Kunstmuseum Luzern und für ein Buch bei JPR Ringier zusammengestellt. (Ergänzung zur Arbeitsweise der Künstlerin im nachfolgenden Kommentar von Roger Levy)

Die Zauberei von Ingeborg Lüscher wirkt wie ein durchlässiger Spiegel. Die Aufnahmeserie ensteht durchdacht aus der Interaktion zwischen der Reflexion über das Konzept, die Selbstdarstellung der Dargestellten und einer Fotografin, die bereits bei der Aufnahme genau weiss, welche Bilder sie auf dem Leuchpult vor sich haben wird.

Für Ingeborg Lüscher war es ein Glücksmoment, die Aufnahmen erstmals in diesem Umfang der Öffentlichkeit zu präsentieren. Mit den Bildern prominenter Dargestellter, wie Andy Warhol war die Künstlerin mit Leib und Seele im Gegensatz zu historischen Grössen des Kunstgeschehen im 20. Jahrhundert auch physisch präsent. Ob die Serie nun abgeschlossen ist? Wir denken nicht.

Ingeborg Lüscher: Zaubererfotos
6. Februar bis 18. April 2010, Kunstmuseum Luzern

Ein Kommentar zu “Ingeborg Lüscher verzaubert die Luzerner Kunstszene mit Fotografien”

  1. Wichtig in diesem Zusammenhang scheint mir noch, dass die Künstlerin die Aufnahmen mit einer analogen Kamera macht. Sie verwendet dabei 36er Filme und verwendet für jede Session 18, also einen halben Film. Aus diesen 18 Bildern wählt sie dann 9 aus, die dann ein neues Ganzes bilden.
    Vorhanden sind über 500 ZauberPortraits. Im Kunsthaus werden z.Z. 120 Sessions gezeigt.

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