Urs Tillmanns, 21. November 2018, 07:00 Uhr

Die Läden von FotoPro bleiben zu

Gestern, am 20. November 2018, war ein schwarzer Tag für die knapp 90 Angestellten der FotoPro-Gruppe. Sie wurden von der Geschäftsleitung informiert, dass das Unternehmen, die bedeutendste Foto-Fachhandelsgruppe der Schweiz mit acht Filialen in Zürich (3), Luzern (2), Bern, Baden und Winterthur, zahlungsunfähig sei. Für die Belegschaft ein unverdaulicher Schlag, so kurz vor dem umsatzstärksten Monat des Weihnachtsgeschäfts.

 

Hier die offizielle Presseinformation der FotoPro-Gruppe:

Die FotoPro-Gruppe muss aufgeben

Die FotoPro Gruppe wurde im Jahre 1996 von den Inhabern der Firmen Foto Ganz in Zürich und Ecker Foto & Studio AG in Luzern gegründet. Das Ziel war ein Verbund von Fotofachgeschäften um bessere Einkaufsbedingungen in der Gruppe zu schaffen, gemeinsame Ressourcen wie z.B. eine übergreifende Werbung zu nutzen, und gegenüber den grossen Mitbewerbern im Markt besser bestehen zu können.

Die Gruppe bestehend aus den Firmen FotoPro Ganz, FotoPro Ecker, FotoPro Dany, FotoPro Glattfelder, FotoPro Schaich und FotoPro Bären wuchs im Laufe der Jahre kontinuierlich auf total 11 Läden in der deutschen Schweiz an.

Neben dem Kameraverkauf war die Gruppe für viele Fotobegeisterte der Ansprechpartner für die Verarbeitung der verschiedensten Fotoarbeiten und in den verschiedenen Fotostudios wurde das ganze Spektrum vom Passbild bis zur anspruchsvollen Porträt-Aufnahme angeboten. In die FotoPro-Gruppe integriert war auch eine Fotoschule mit drei Mitarbeitenden, die neben Kamerakursen und verschiedene Workshops auch spannende Fotoreisen anbot.

Die vielen langjährigen und motivierten Mitarbeitenden bildeten im Laufe der Jahre unzählige Lernende in den Berufen Fotofachmann/ -frau EFZ  Fachrichtungen Beratung und Verkauf sowie Finishing erfolgreich aus. Viele dieser ehemaligen Lernenden arbeiten bis heute als Verkaufs-Mitarbeitende oder Filialleiter in der Gruppe oder sind bei verschiedenen Lieferanten der Fotoindustrie tätig.

Seit 5 Jahren wurde die Fotomesse «das Fotoschiff», welches jährlich im Frühjahr am Bürkliplatz in Zürich anlegte, von der FotoPro-Gruppe in Verbindung mit den verschiedenen Lieferanten organisiert und betrieben.

Mit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses und dem Wechsel des Einkaufsverhaltens vom Inland ins Ausland verlor die Gruppe innert kürzester Zeit erheblich an Umsatz. Auch der Griff zum Smartphone, statt zu den früher beliebten Kompaktkameras, führte dazu, dass ab 2015 neben der Verschiebung vom stationären Handel zu den verschiedenen Online-Kanälen, die finanziellen Probleme immer grösser wurden.

Durch den Umsatz- und Ertragsrückgang in Verbindung mit den weiterhin massiv zu hohen Ladenmieten in den diversen Innenstadtlagen, war die FotoPro-Gruppe gezwungen, sich umzustrukturieren. Trotz der Schliessung von Verkaufsstellen, liess der finanzielle Druck durch die langjährigen Mietverträge nicht nach und die FotoPro-Gruppe musste per 19.11.2018 Insolvenz anmelden.

Dank dem grossen und unermüdlichen Einsatz aller Mitarbeitenden durfte die Faszination und Leidenschaft für die Fotografie, trotz des am Schluss zwangsläufig reduzierten Sortimentes, mit den vielen langjährigen und treuen Stammkunden geteilt werden.

Die Geschäftsleitung will sich an dieser Stelle besonders für die langjährige sehr gute und faire Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen und Ansprechpartnern aller Schweizer-Lieferanten bedanken. Selbstverständlich auch bei allen treuen und langjährigen Kunden, die bis zuletzt noch bei FotoPro gekauft haben.

Der besondere Dank gehört aber allen Mitarbeitenden und Lernenden für die, die bestmöglichen Lösungen gesucht werden.

FotoPro, die Geschäftsleitung

 

36 Kommentare zu “Die Läden von FotoPro bleiben zu”

  1. …bafff erstaunt…..das ist ein schlechter Witz, oder?

    Ich bin begeisterte Fotopro Kundin…
    Tolle Beratung, super Erklärungen wie was funktioniert. Schätze ,,mein,, Fachgeschäft. Kaufe lieber im Fachgeschäft als in der Supetstore.
    Ich war immer sehr zufrieden.
    .
    Super Workshops
    Alles vorbei?
    Tut mir mega, mega leid.
    Danke für alles..

    .
    *Wünsche allen Angestellten eine gute Zukunft und hoffe, dass sie schnell einen neuen Arbeitsplatz finden.

  2. Eine Katastrophe für die Angestellten und die Branche! Angesichts der Aktivitäten kann man hier wirklich kaum von beruflichem Unvermögen sprechen. Sondern folgende Faktoren machen die Branche kaputt: 1. die exorbitanten Mietzinse und 2. der forcierte-geiz-ist-geil-Internethandel. Der Kulturwandel im Enkaufsverhalten der Kundschaft – der Wechsel vom Hol- zum Bring-Prinzip – ist wohl kaum mehr rückgängig zu machen, jedenfalls solange die Paketzustellung so billig daherkommt. Gemütlich auf dem Sofa auswählen, am Compi im Internet oder auf dem Handy bestellen – und tagsdrauf bringt der Pöstler die Ware, gratis. Ist zwar ein Schwindel, aber am Ende sehr bequem. Wie als Detaillist oder Fachhandel darauf reagieren? Auch einen Webshop einrichten? Auf Service und Beratung setzen? Lässt sich kaum noch finanzieren, vor allem dann nicht, wenn die Kundschaft mit ihrer Internetware nicht klar kommt und dann Hilfe verlangt, natürlich im Fachgeschäft. Und natürlich auch gratis. Es ist wirklich ein Jammer!

  3. Ich finde es sehr schade besonders für die Mitarbeiter, aber die Ladenmieten führten einfach zu nicht im Ansatz konkurrenzfähigen Preisen. Und die Erklärung mit dem Einkauf im Ausland ist schlichtweg falsch – nirgendwo sind Fotoartikel billiger als in der Schweiz. Da liegt es eher an den grossen Onlinern, die alles schnell haben und wirklich hunderte von Franken billiger sind.

  4. Ich habe dies gestern Abend in den Schlagzeilen gesehen und habe zuerst an einen schlechten Scherz geglaubt. Tut mir aufrichtig leid für alle Mitarbeitenden und für die ehrliche und treue Kundschaft, die nichts mit den „modernen“ Handelsgebaren anfangen kann. Die Kundschaft die auch heute noch bereit ist für eine gute Beratung und einem „menschlichen“ Handel zu zahlen. Es ist ein Zeichen der Zeit, alle wollen haben aber es darf nicht kosten, jeder der auch nur einen Franken mehr bezahlt ist ein Idiot. Man sich ja nur gewisse Blogs und Kommentare in den Social Medias ansehen. Hinzu kommt, dass alle einen Schweizer Lohn und einen Schweizer Lebensstandard wollen aber das Geld gibt man dann im Ausland aus. Man kauft lieber bei Alibaba als beim Fachhändler im Ort/Dorf/ Stadt. Da fliegt ein Bumerang und viele sehen gar nicht dass sie den demnächst an die eigene Birne kriegen. Ich wünsche allen Mitarbeitern nur das beste und viel Glück für die Zukunft.

  5. @ Immo Richtig, da kann Herr Leuzinger noch so die Online-Shops verteufeln und von geiz-ist-geil sprechen. Fachgeschäft schön und gut, aber Fakt ist, dass die neue Generation „Fotografen“ sich online informiert (Reviews,Testberichte..) und sich dementsprechend auch über den Marktpreis bewusst ist, diese sind dann auch nicht bereit für ein Produkt hunderte Franken mehr zu bezahlen. Das ist die Zukunft und wer das verkennt, wird wie wir hier sehen, in dieser keine Rolle am Markt spielen.

  6. Habe es gestern auch mit Entsetzten im 20 m… Gelesen . Hat mich auch etwas geschockt.
    Und ja jeder einzelne , da zähle ich mich auch dazu , schaut zuerst im Internet ob ich nicht wo anders ein Fotoprodukt Günstiger ergattern kann.
    Es wird in den nächsten Zeiten noch so einiges gehen , auch andere Läden oder Branchen werden daran glauben müssen , denn ich kenne viele die NUR und Ausschliesslich im I-Net kaufen. Selber dann aber verwundert sind wenn der Dorfladen oder die Metzgerei oder der Kiosk schliesst …..
    Es muss entlich wider anders Gedacht werden…

  7. Ich bin Sprachlos……………………
    Einfach nur schade und tragisch. War Stammgast im Fotopro Winterthur. Super Beratung und der Service einfach genial. War noch am Samstag in der Filiale!
    Winterthur verliert ein Top Fachgeschäft in Sachen Fotographie.
    Der Belegschaft wünsche ich alles alles Gute und hoffe das ALLE schnell wieder eine Arbeitsstelle finden.

  8. Ich bin zwar langjähriger Kunde bei der Konkurrenz-Kette, aber das allmähliche Verschwinden des traditionellen Fotofachhandels ist eine wahre Tragödie. Den Angestellten wünsche ich alles Gute!

  9. @ Tom Johonson… nichts dein Geld ist jetzt Teil der Konkursmasse… eventuell erhälst du irgendwann ein Verlustschein.. Oder der Insolvenz Verwalter wird dir in vielen Monaten in der Zukunft mal das Geld zurückgeben können…. Das ist nun mal Pech…..Das ist das Risiko der Privatwirtschaft…

  10. So ist das Leben, schade um das Geschäft. War ab und an im Geschäft Winterthur, wo ich durch das aufmerksame und freundliche Personal immer top bedient wurde. Hoffe die Mitarbeiter kommen wieder irgendwo unter, vorallem die Azubis!

  11. Das tut mir sehr leid, vor allem für die Angestellten!
    Wenn ich mir die Webseite von FotoPro anschaue, dann sehen die Filialen zumindest auf diesen Bildern noch so aus, wie vor 10 Jahren. Gehe ich in eine Light+Byte fühlt sich der Laden viel mehr wie ein kompetentes Erlebnis an, gehe ich in den kleineren Profi-Dienstleister GraphicArt, passt er gut zu seinem Segment. Auch haben z.B. diese und sicher auch andere Anbieter, nicht mehr immer 1:1 die Listenpreise und trotzdem nicht die tiefsten. Aber sie funktionieren. Die Zeiten ändern sich und man muss mit ihnen gehen. Über online-Shops zu fluchen ist da absolut der falsche Weg.
    Ich wünsche allen Opfern dieser Insolvenz nur das Beste!

  12. Sehr schade für die Mitarbeiter, hoffe das jeder wieder etwas findet. Aber mal Ehrlich, wenn ich zb eine Nikon D5 für fast 2000.- mehr Bezahlen muss als die Schweizer Konkurenz, da wundere ich mich nicht wenn es zuwenig Umsatz gibt.

  13. Er ist unfassbar und ich bin echt geschockt. Nun meine Frage, ich habe diese Woche einen Workshop einezahlt für Dezember. Wie erhalte ich nun mein Geld zurück?

    Es tut mir leid für alle Miarbeitenden die jetzt auf der Strasse stehen und sich alle einen neuen Job suchen müssen.

  14. Ein Schock!

    Ich kannte vor allem die Läden in Zürich. In erster Linie Wollishofen, HB ShopVille, Bären und Rennweg. Einige Jahre als Stammkunde.
    Klar, die Entwicklungen der Verkaufskanäle, klar, die technische Entwicklung und und und
    Und es gab unterschiedliche Erfahrungen auch ganz unterschiedliche Meinungen Anderer. Aber in den vergangenen 10-15 Jahren machten alle Geschäfte die selbige Entwicklung durch, kaum aufhaltbar. Oft wurde die Gruppe kritisiert, manchmal zu recht, aber oft auch zu Unrecht, viel wurde getan, was im Artiel auch erwähnt wurde.

    Die Individualität des Personals war stets deutlich, zeichnete die Gruppe trotzt der Grösse aus und schaue auf tolle Begegnungen und Gespräche zurück. Und nicht zuletzt auf Käufe und erhaltene Filme.
    Zürich, einst schon fast ein HotSpot der Fotografie, verlor zusehnds mehr Geschäfte. Nach ShopVile Filiale, Photostudio13 und einige zuvor, usw gab’s durch Photobastei und ArsImago wieder etwas Hoffnung. Die nun einen herben Schlag erlitt.

    Ein Zufall ist das alles nicht.
    Viele glauben es halt immer noch nicht – aber nicht erst das Smartphone und grossen InternetShops ebneten diese Entwicklung, sondern die Digitalisierung – und mit ihr die Digitalfotografie – insgesamt. Eine Technologie die anders als die analoge, nicht mehr von Lokalität abhängig ist, damit auch der Markt nicht mehr.
    Was nun den Fotofachhandel immer härter trifft, begann in der graphischen Industrie schon in den 90ern.

    Es ist ja paradox : noch nie wie heute wurde so viel fotografiert – selbst Smartphone ausgemommen und dazu auf hohem Niveau. Dennoch verlor die gesamte Branche nicht nur Anbieter, Produkten, sondern meiner Ansicht nach auch an gewisser Substanz.

    Leid tut mir diese Entwicklung jenen, die dadurch ihre Jobs verlieren.

  15. Gibt wieder Platz für irgendwelche internationale Kleider- oder Kaffeketten, die schon im Überfluss vorhanden sind.

    Der Wandel der Angebotspalette von Fachgeschäften ist erschreckend und kein Ende ist absehbar. Vor allem bringt das einen Einkaufverlust in der Region, Kanton und Land. Grosse Schuld ist hier bei allen Miethaien und der Sturheit bei den Ladenöffnungszeiten die für einen arbeitenenden nicht optimal sind. Man muss das Einkaufen und Besuch der Einkaufs Zonen zu Erlebnispunkten machen um die Attraktivität zu steigern. Dan noch der ganze On-Line Handel aus dem Ausland wo die Wertschöpfung ins Ausland verlegt wird indirekt Subventioniert durch Dumping Kosten für Versand teilweise auch ohne Mehrwertsteuer. Es lässt sich ausrechnen, wenn das durch Steueranpassungen ausgeglichen werden muss.

    Es ist ein harter Schlag für alle Mitarbeiter, die speziell in dieser Kette mit Herzblut und Fachwissen ihr Bestes gaben. Ich hoffe diese finden rasch eine neue Herausforderung. Aber bitte das ist das Resultat von unseren überteuerten Mieten und Rahmenbedingungen und -kosten; nota bene alles das bei Amazon und Co. nicht bei uns anfällt, im Gegenteil wir subventionieren den Import und lokale Verteilung mit (Kauft was im Ausland von irgendwen und lässt es Euch zusenden und schaut die Kosten bei Amazon an – es sollte jedem klar sein wer die Zeche zahlt!)

  16. Wann hören die Gescheiterten endlich auf die schuld den Kunden in die Schuhe zu schieben? Ja es gibt einen strukturwandel, aber jeder Strukturwandel bietet chancen für neue Geschäftsmodelle. Der Fehler liegt doch dort diese Chancen nicht erkannt zu haben.

    Wer kann sich noch daran erinnen – fotointern gab es mal auf papier. Seit 10 jahren online und Tagesaktuell.

    In der digitalen Fotowelt kann man nur überleben wenn man Tagesaktuell ist, als fotograf wie auch als fotohändler. Die Fotopro als eine Einkausgeneinschaft – ist kein geschäftmodell lediglich ein tool.

    Warum firmen kaputt gegen kann man schon lange bei Thomas Mann’s Buddenbrooks nachlesen.

    Wer im Gestern wirtschaftet kann morgen kein Geld verdienen.

  17. DSLR sind Marktnische geworden. Denn die meisten Fotografinnen und Fotografen wollen Bilder problemlos schnell auf Internetplattformen veröffentlichen – und nehmen ihr Handy zur Hand. Welchen Aufwand muss man im Vergleich dazu betreiben, um die Pixel einer DSLR auf instagram zum Leuchten zu bringen? Dass die japanischen Hersteller sich auf die Hardwareentwicklung konzentrieren und nicht die Softwareprobleme der Fotografen lösen ist einer der tieferen Gründe für die Fehlentwicklung der Branche.
    In diesem Sandwich zwischen Marktnische und unerfüllten Softwarewünschen ist der Fotohandel, insbesondere der stationäre Fotohandel. Der Euro-Wechselkurs (so zeigen die Preisvergleichsplattformen) spricht für den schweizerischen Fotomarkt, die Mietpreise und Personalkosten nicht. So verliert der Fotohandel Marge und Markt. DAs Internet ist nicht das Problem, sondern die Lösung.

  18. Ich habe in den letzten Jahren so einige Fotoprodukte – und ich kaufe sehr oft – bei Fotopro gekauft. Ebenso taten das mein Bruder, meine Foto-Kollegen. Wir taten das trotz der teils massiv höheren Preise gegenübner dem Online-Handel, weil wir die traditonellen Geschäfte unterstützen wollten.
    Aber ganz ehrlich, die Beratung war mehr als einmal sehr, sehr grenzwer Und das Konzept mit vier Geschäften in Zürich an teils extrem teuren Lagen, habe ich nie verstanden.
    Auch wenn ich nun mit meinen Fotokollegen zusammen die Schliessung beklage. Wundern tut es uns nicht.
    Ich behaupte auch – sicher etwas kühn -: Nicht das Ausland und das veränderte Kauf/Fotografier-Verhalten haben die Schliessung der ganzen Gruppe herbeigeführt. Es war FotoPro selber.

  19. Soso FotoPro ist schuld. Was haben sie denn falsch gemacht? Alles ist zu teuer in der CH und die Löhne vieler potentieller Kunden zu tief. Hauptursache sie die Discounter. Alles kaputt gemacht. Und die gierigen Pensionskassen. Das viele Geld wird ihnen am Schluss auch nicht mehr helfen wenn nicht mehr konsumiert wird. Einfach all die Probleme auf allen Ebenen der CH-Gesellschaft studieren am Schluss kommt man zum Schluss: Alle Probleme weil das Meiste überrissen teuer. Sieht man beim Niedergang der Messen. Mir egal bin pensioniert und auf dem Weg zurück in die einfache Analogfotografie. Genug Lebenszeit verloren in den letzten Jahrzehnten mit der Digitalisierung.

  20. @Peter Michels : Kaufen tun die Kunden . . . Aber Kunden können auch durchaus bequem sein – und wo die Digitalfotografie anspricht, dann in der Bequemlichkeit. Imerhin wurde viele Jahre so beworben.

    Ich mag mich noch gut an die Diskussionen erinnern, als der FotoPro Gruppe in Zürich „Marktbeherrschung“ vorgeworfen wurde. Und tatsächlich nutzte die Gruppe diesbezügliche Vorteile. Synergien, lange Ladenöffnungszeiten etc. So gehörte auch ich zu jenen, die eine Zeit lang ab und zu mal sonntags in die Filiale im HB ging, um C41 bringen. Es gab viele Geschichten und jedesmal wenn wieder mal ein Laden dicht machte, vom Burgwies, Klusplatz bis nach Schwammendingen, beklagte so mancher die Stellung ProFotos‘.

    Ich frage mich da schon, was mit „Chance“ gemeint sein soll. Mit Einzug der Digitalisierung rafften nicht „nur“ viele Betriebe dahin und gingen Arbeitsplätze verloren, sondern es „starb“ auch eine Kultur.
    Damit sind nicht nur bloss die zahlreichen Geschäfte gemeint, sondern diese Kultur reichte von Bildung, Technik, Laborwesen bis hin zum publizistischen Verlagswesen.
    Da war viel KnowHow, Engagement, Einfallreichtum, Geschäftigkeit usw.

    Dass die für schweizerische Verhältnisse grosse ProFoto Gruppe nun dicht machen muss, schlägt wohl nicht umsonst hohe Wellen, ist mehr als ein weiteres „dicht machen im Zuge der Entwicklung“. Ich kann mir gut vorstellen, dass selbst Jene, die einst kritisch der Gruppe gegenüberstanden, dies bedauern.
    Denn viel weniger als es einst eine Frage der Konkurrenz gewesen wäre, ist es heute eine, der gesamten Entwicklung.

  21. Sehr, sehr schade. Habe selbst länger für und bei Foto Pro gearbeitet. Es ist ein Schock für alle! Aber es muss weitergehen. Für die Lehrlinge werden bereits Lösungen gesucht. Die noch bestehenden Geschäften und imaging swiss versuchen akribisch gute Lösungen für die Lehrlinge zu finden.

    Es gibt auch noch Fotofachgeschäfte und wird sie auch weiter geben, man muss nur wissen wo. Zum Beispiel Analogfotografie, Filmentwicklung ebenso alles rund um s Digitale, Bewerbungen und Passfotos etc. findet man noch in in der nähe von ZH Stadt. Zum Bespiel in Altstetten oder Zürich Höngg.

  22. Möglicherweise ist die Schweiz einfach ein zu kleiner Markt mit zu hohen Kosten. Letztlich wird auch in der Schweiz die Zukunft im Direktgeschäft der Hersteller liegen und das wird dann zu 100% aus dem Ausland gesteuert.

  23. Es ist erstaunlich, dass die HomePage von FotoPro noch online ist und Ahnungslose Ware bestellen können und allenfalls z.B. mit der VISA-Card auch online bezahlen, obwohl die Bestellungen wohl nie mehr ausgeliefert werden.

  24. Hallo miteinander
    Die Schliessung der Läden waren absehbar. Was ich aber spitze fand waren die Kurse. Herzlichen Dank an Renato Gerussi
    Nun meine Frage: was geschieht mit den Räumlichkeiten werden diese wieder vermietet. Allenfalls besteht Interesse für weiterführende Kurse
    Freundliche Grüsse
    Fredy

  25. Vor 12 Jahren war ich in einer andern Branche in der Situation von Foto Pro. Leider hat es der Herr „Schweizer“ noch nicht begriffen, dass die Schweiz ein teures Land ist. Aber genau diese Konsumenten, die immer nach dem Motto „Geiz ist geil“ handeln, sägen an dem Ast, auf dem sie selbst auch sitzen. Wer, ausser einem guten Fachgeschäft bietet dem immer BILLIG Käufer noch Hilfe bei Fragen? Nur ein Fachgeschäft hat entsprechend gut ausgebildetes Personal, das seine Produkte bestens kennt. Schade um die Foto Pro Gruppe und schade für die sicher immer motivierten Berater(innen) hinter dem Ladentisch. Selbst bin ich Kunde in einem solch guten Fachgeschäft, fordere aber nie den billigsten Preis, sondern bezahle das, was mein Händler haben muss. Langfristig gibt es keine guten Fachgeschäfte mehr, weil die Konsumenten selbst IHRE vertrauten Geschäfte, Fachgeschäfte zerstören. Eine seltsame Entwicklung stimmt mich regelrecht traurig..-(((

  26. Ist nicht überraschend… Die Preise waren extrem hoch, selbst für Occassionen. Ich war vielleicht vier oder fünf mal in einem der Geschäfte und ich wurde nicht einmal kompetent beraten: Eine kurze Internetrecherche war ergiebiger. Das Sortiment war oberflächlich und ich habe grundsätzlich nie erhalten was ich wollte, wenn ich mit spezifischeren Wünschen dahin ging.

    Und zu den Kommentaren: Natürlich bestelle ich günstiger im Internet, bequem auf dem Sofa, wenn ich das Produkt dann kostenlos am nächsten Tag vor die Tür geliefert kriege. Man kann das Geiz ist geil Mentalität nennen, oder einen „Schwindel“ wie es einer hier schrieb, aber mal ehrlich: Es ist bequem, es ist günstiger und ich kriege immer was ich will und das ohne jegliche Einbussen. Beratungsgespräche (oder besser gesagt, Verkaufsgespräche) werden nun mal überflüssig – die junge Generation informiert sich selbst online und ja, dafür muss kein Fachpersonal bezahlt werden, sorry. Da wird es auch kein Umdenken geben: Die Schweiz ist sau teuer, unsere Generation wird lausig bezahlt (insbesondere in der Fotografie und Filmbranche) und das Wissen ist kostenlos im Internet. Ich bin doch nicht blöd und bezahle einen Drittel mehr um einem Fotofachmann den Job zu sichern, wenn ich selbst sehen muss, wie ich über die Runden komme (selbst wenn ich’s nicht müsste, ich würde trotzdem online bestellen).

  27. Tut mir auch besonders wegen den leidtragenden und unschuldigen Mitarbeitenden leid.
    Aber auch ich habe noch einen Apparat in der Reparatur. Ob ich den zurück bekomme??
    Was könnte ich machen?

  28. Ein Konkurs kommt nicht von heute auf morgen – die verantwortliche Geschäftsführung (Finanzabteilung) hat da einen riesen Bock geschossen – vor allem den treuen Kunden und dem Personal gegenüber!

  29. Gibt es einen Schlussverkauf oder ist der schon geschehen? Habe heute eine geschlossene Filiale gesehen – schade!

  30. Das tut mir wirklich leid für die Mitarbeiter! Und dies einen Monat vor Weihnachten… Ich wollte gerade die Öffnungszeiten von Foto Bären ausfindig machen und habe geschockt von dessen Schliessung erfahren.
    Ich habe leider noch zwei entwickelte Filme zum abholen. Weiss jemand an wenn ich mich wenden kann, wenn die Filiale schon geschlossen ist? Das Telefon wird nicht mehr bedient…

    1. @ D.Sporas. FotoPro hat Insolvenz angemeldet und ist deshalb nicht mehr handlungsfähig. Dennoch Ihre Filme, und anderes Kundeneigentum, werden sicher an Sie zurückgegeben, sobald die Ämter die wichtigsten Pendenzen erledigt haben. Wenden Sie sich an das Konkursamt Zug mit Ihrem Anliegen.

Kommentare sind geschlossen.

Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt dazustellen.Den Browser jetzt aktualisieren

×