Urs Tillmanns, 10. März 2019, 07:00 Uhr

Mit der Lumix S1R am Autosalon: Aus Liebe zum Detail

Es gibt viele Gründe, weshalb man nach Genf an den Autosalon reist. (Pardon, «Geneva International Motor Show» heisst dieser jetzt offiziell und veranglizistischt, doch in der Umgangssprache wird er wohl immer schlicht der Autosalon bleiben.) Die meisten der mehr als 660’000 Besucher gehen wohl nicht unbedingt hin, weil sie sich demnächst ein neues Auto kaufen möchten. Es ist viel mehr die Neugierde nach den neuen Modellen, welche die meisten Besucher anlocken und das Autofieber, das dabei entsteht. Die Autoindustrie versteht es meisterhaft mit ihren neuen Kreationen das Interesse auf sich zu ziehen. Dabei werden auch gestalterische Experimente, sogenannte «Concept Cars», gezeigt, die ansatzweise Trends erahnen lassen, die aber so die Strasse wohl kaum je erleben werden.

Am Autosalon in Genf gibt es über 900 ausgestellte Fahrzeuge zu bestaunen, von denen mehr als 150 Welt- oder Europapremieren sind. (Bild nicht mit Lumix S1 aufgenommen)

Wettbewerb – Outdoor-Kamera gewinnen: Es gibt bei den Bildern drei Quizfragen. Damit verbunden ist ein Wettbewerb, der bis zum Ende des Autosalons, am Sonntag 17. März 2019, läuft. Machen Sie mit! (siehe Kasten am Schluss des Artikels). Sie können eine Panasonic Lumix FT5 Outdoor-Kamera gewinnen!

Wenn ich mir (fast) jedes Jahr diese neuen Boliden in Genf anschaue, dann konzentriere ich mich meistens auf die Details und staune, wie ästhetisch perfekt beispielsweise Schweinwerfer, Rücklichter oder Karrosseriepartien bei vielen Marken und Modellen gestaltet sind. Und dies wurde schliesslich auch zum Thema, als ich beschloss, mit der Lumix S1R und dem lichtstarken 1,4/50mm Objektiv an den Autosalon zu reisen.

Neu war die Kamera für mich nicht. Ich hatte bereits Gelegenheit, mit der S1 drei Tage durch Barcelona zu ziehen (siehe Top Story) und dabei sowohl die vielfältigen Möglichkeiten der S1 mit dem 24-105mm-Zoom als auch die Besonderheiten dieser wundervollen Stadt zu entdecken. Der verlockende Lichtriese 1,4/50mm war damals noch Mangelware, so dass mir dieser nicht zur Verfügung stand. Und dieses Manko wollte ich nun ausbügeln.

 

Trend im Objektivbau

Die Objektive werden immer grösser und schwerer. Dies hängt einerseits damit zusammen, dass immer höhere Lichtstärken verlangt werden, und dies bitte durchgehend auch bei Zoom-Objektiven. Hinzu kommt, dass eine Auflösung verlangt wird, die mittlerweile die 100 Megapixel-Grenze überschritten hat, was alles notgedrungen zu einer aufwendigeren Korrektion mit viellinsigen optischen Systemen führt. Die Objektive werden nicht nur grösser und schwerer, sondern auch teurer.

Da macht das 1,4/50mm keine Ausnahme. Von einem solchen Objektiv wird verlangt, dass es auch bei voller Öffnung randscharf und ohne optische Fehler zeichnet und eine wunderschöne Hintergrundunschärfe zu Stande bringt. Letzteres ist übrigens ein triftiger Grund, weshalb vor allem in der professionellen Porträt- und Peoplefotografie so hohe Lichtstärken eingesetzt werden – egal, was die Objektive kosten. Selektive Schärfe und Bokeh sind zu wichtigen Stilmitteln geworden.

 

Schweres Gerät

Bei der Entwicklung der S1R (und auch der etwas preisgünstigeren S1, die nicht 47, sondern lediglich 24 Megapixel Auflösung bietet) haben die Entwickler an nichts gespart – vor allem nicht am Gewicht. Die Kamera macht einen äusserst wertigen Eindruck und ist mit ihrem breiten Spektrum an technischen und gestalterischen Möglichkeiten doch einfach und logisch in der Bedienung geblieben. Aber, sie hat ihr Gewicht …

Die Lumix S1R mit dem 1,4/50mm Objektiv bringt ziemlich genau zwei Kilo auf die Waage. Das geht, wenn man es sich nicht täglich gewohnt ist, ganz schön ins Handgelenk. Um dieses zu schonen und mir den Gang durch die drei Hallen des Autosalons etwas komfortabler zu gestalten, habe ich ein Einbeinstativ gleich fix an die Kamera montiert und war sehr froh darüber. Einbein deshalb, weil man damit schneller in der Handhabung ist und weil das Dreibein weder von den Besuchern noch von den Ausstellern neben ihren fabrikneuen Karossen gern gesehen wird. Und um die Verwacklungsgefahr, vor allem mit einem so lichtstarken Objektiv, zu reduzieren reicht ein Einbein allemal aus.

Die hohe Lichtstärke in Verbindung mit der Blendenvorwahl und in vielen Fällen mit manueller Fokussierung ist ein ideales Stilmittel, um mit selektiver Schärfe ein bestimmtes Detail vor unscharf verlaufendem Hintergrund zu betonen. Kommt hinzu, dass ein 50mm-Objektiv auf Vollformat für solche Detailaufnahmen ideal ist, während für Gesamtansichten von Autos meist längere Brennweiten verwendet werden, um eine optimale Perspektive zu erzielen.

 

Und die neuen Autos?

Erwarten Sie nicht von mir, dass ich Ihnen hier alle Neuheiten des Genfer Autosalons aufzähle. Deren Beschreibungen finden Sie andernorts viel ausführlicher und kompetenter. Mir ging es ausschliesslich darum, Details zu fotografieren, die mir besonders auf- und vor allem gefielen. Und da gibt es nicht nur bei den Nobelkarossen und Concept Cars formschöne Motive sondern auch bei Modellen die schon heute zum Strassenbild gehören.

Trend in der Lichttechnik: Die LED-Technologie ermöglicht eine völlig neue Gestaltung der Scheinwerfer, hier beim neuen Mercedes AMG GT R Roadster – eine von vielen Weltpremièren.

Machen Sie mit beim Quiz (siehe Schluss des Artikels): Zu welchem Kleinwagen gehört diese gestylte Heckleuchte?

Edel gestaltet bis ins feinste Detail: die Frontpartie des neuen BMW i8 Roadster

Auch seine Heckleuchte weist ein eigenständiges Design auf.

Schlicht, einfach und überzeugend: Die Heckleuchte des neuen Citroën C5

Aus Italien: Originelle Gestaltung der Scheinwerfer am neuen Ferrari GTC40 Lusso …

… und eine formschöne Heckpartie des F8 Tributo, der am Autosalon Weltpremière feiert.

Machen Sie mit beim Quiz – Frage 2: Diesen Scheinwerfer haben wir bei einer Nobelmarke entdeckt. Bei welcher?

A propos Scheinwerfer: Ob diese Form des Smart Concept-Modells je auf die Strasse kommen wird? 

Die verspielte Form am Lexus Convertible Concept soll weitgehend final sein.

Ähnlich verspielte Elemente findet man an der Heckleuchte des Arcfox GT aus China. Ob er es je nach Europa schafft?

Nicht allzu weit davon entfernt ist die Konzeptstudie des Nissan iMQ, sowohl von vorne …

… als auch von hinten. Natürlich als Elektroauto geplant, wie es sie an nahezu allen Ständen zu sehen gibt.

Noch mehr Concept gefällig: Die Form des Peugeot eLegend zeigt sich in jeder Hinsicht futuristisch …

… vor allem auch was sein «Rückspiegel» anbelangt. Das Bild der integriert Kamera wird auf einem von acht (!) Displays am Armaturenbrett angezeigt.

Dagegen kommt die Scheinwerferform des neue Maseratti Quatroporte schon fast klassisch daher,

Zwischendurch wieder ein Quizfrage, die Nummer 3: An welchem japanischen Modell findet man diese Heckleuchte?

Auch aus Japan: Perfekte Gestaltung der Heckpartie des neuen Toyota Supra GT – eine Legende kehrt in neuem Gewand zurück.

McLaren betont seine Karosserie-Elemente mit Farbstreifen und verleiht dem Sportmodell 600LT damit eine dezente Note.

Der Bugatti Chiron im matten Kohlefaserlook hat einen 8-Liter 16-Zylinder Triebwerk mit 1500 Pferdestärken unter der Haube.

 

McLaren Speedtail dürfte noch eine Runde schneller sein. Er beschleunigt von 0 auf 300 km/h in 12,8 Sekunden. 106 Exemplare sollen ab Ende Jahr produziert werden. Stückpreis: 2,1 Millionen Pfund. Falls Sie einen bestellen möchten – schon zu spät, denn es sind bereits alle verkauft …

 

Machen Sie mit beim Quiz und gewinnen Sie eine Lumix FT5 Outdoor-Kamera.

Vielleicht ist die Panasonic Lumix FT5 Ihre künftige Begleiterin bei allem Abenteuern: Sie ist staub- und wasserdicht bis 13 Meter Tauchtiefe, steckt Stürze aus zwei Metern Höhe weg und erträgt eine Belastung von bis zu 100 Kilogramm. Dabei lassen sich auch ihre fotografischen Qualitäten sehen, mit 16 Megapixel Auflösung, einem Leica-Objektiv und Full HD 50p Videoqualität.

UPDATE: Das Quiz wurde am Sonntag 17. März 2019, um 20:00 Uhr geschlossen. Die richtigen Antworten sind:
1. Smart fortwo
2. Rolls Royce
3. Mazda CX-3
und der Gewinner ist Christian Scheidegger aus Ebikon.

Über den Wettbewerb kann keine Korrespondenz geführt werden, der Rechtsweg ist ausgeschlossen und der Gewinn kann nicht ausbezahlt werden. Die Lumix FT5 wurde uns freundlicherweise von Panasonic Schweiz AG zur Verfügung gestellt.

 

Text und Bilder: Urs Tillmanns

Hier finden Sie weitere Informationen

• zur Lumix S1 und S1R

• zum 1,4/50mm Objektiv

• zur «Geneva International Motor Show»

 

Ein Kommentar zu “Mit der Lumix S1R am Autosalon: Aus Liebe zum Detail”

  1. Journalisten akkreditieren sich am GIMS für die 2,5 Pressetage und stören somit Besucher nicht (oder umgekehrt 😉
    Leider geht der Trend zu kleinen Scheinwerfern, weil man mit fast punktförmigen Leuchten genügend ausleuchten kann. Das mag stylistisch interessant sein, blendet jedoch heftig.
    Um eine Fläche mit einer gewissen Lichtmenge auszuleuchten, kann der Lichtaustritt (Scheinwerfer) heute recht klein sein. Dies, weil der Wirkungsgrad der LEDs immer höher wird und simit die Wärme abgeführt werden kann.
    Besser ist jedoch den Lichtaustritt bei gleicher Lichtmenge zu vergrössern, wodurch das Licht pro Flächeneinheit sinkt. Das verkraftet das menschliche Auge ohne Blendung.
    In Genf war man diesmal mit autonomen Fahrzeugen weit vorsichtiger und machte keine Versprechungen mehr .

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