Urs Tillmanns, 29. November 2011, 07:00 Uhr

MAZ: Studienlehrgang «Redaktionelle Fotografie» 2012 – 2013

Die Nachfrage nach Pressebildern steigt täglich und die Fotografie sowie die Auseinandersetzung mit ihr bleibt ein zentrales Element in den Redaktionen. Doch wo werden Fotojournalisten spezifisch und fundiert ausgebildet?. Das MAZ bietet für alle zwei Jahre einen 12-monatigen praxisorientierten Studienlehrgang, der im März 2012 beginnt. Hier für Infos

Der Studiengang «Redaktionelle Fotografie» richtet sich an Interessierte, die schon über ein gutes fotografisches Grundwissen und über einige Erfahrungen in redaktioneller Fotografie verfügen. Die Voraussetzungen sind ein visuelles und journalistisches Flair, ausgeprägtes Interesse an Medien, überdurchschnittliches Allgemeinwissen, Kommunikations- und Teamkompetenz, sowie die Fähigkeit, auch unter hektischen Umständen einen kühlen Kopf zu bewahren. Zudem:

  • vollendetes 20. Lebensjahr
  • sicherer Umgang mit Kleinbildkameras
  • sicherer Umgang mit der deutschen Sprache
  • Englisch- und Französischkenntnisse
  • sicherer Umgang mit dem Computer (Mac oder Windows)
  • Besitz einer Fotoausrüstung:
  • Digitale Spiegelreflexkamera mit diversen Brennweiten und Handblitz

Fach-, Vermittlungs- und Sachkompetenz sind zentrale Bestandteile des Studiengangs. Die Studierenden werden mit allen Kunstgriffen der redaktionellen Fotografie vertraut. Dank des hohen Praxisanteils kennen sie nicht nur die Anforderungen des Alltags, sondern auch die «Kür» journalistischer Fotografie. Sie sind in der Lage, die eigene Arbeit und Rolle kritisch zu hinterfragen sowie ethische und rechtliche Fragen auf professioneller Basis abzuwägen. Die Studienabsolventen sind fähig, sich als kreative und qualitätsbewusste Fotografinnen und Fotografen zu etablieren – sei es in einem Unternehmen oder als Freelancer, denn sie haben auch gelernt, sich administrativ und unternehmerisch als freie FotografInnen zu organisieren.

Gliederung und Struktur des Studiums

Der zweisemestrige Studiengang ist eine Vollzeitausbildung. Er kann, in Absprache mit der Studienleitung, höchstens mit einer Teilzeitarbeit kombiniert werden. Neben dem Ausbildungsprogramm müssen die Teilnehmenden genügend Zeit fürs Fotografieren und Verarbeiten haben.

Das Studium ist eine Kombination aus Basiswissen und Weiterbildung. So kann auf die individuellen Vorkenntnisse und Interessen der Teilnehmenden eingegangen werden. Es ist modular aufgebaut und mit 45 Creditpoints ECTS (European Credit Tranfer System) entsprechend dem Bologna-System bewertet. Es beinhaltet Kontaktstudium, Selbststudium und Praxis, bzw, Praktika. Von den 80 Präsenztagen sind rund 50 Tage Basiswissen und somit Pflicht. Die anderen 30 Tage können sich die Studierenden nach Interesse und Vorwissen individuell aus dem umfangreichen MAZ-Programm zusammenstellen.

Seminare sind für die Studiengangsteilnehmenden reserviert. Sie sind von der Studienleitung betreut, verbinden die einzelnen Kurse und dienen der intensiven Auseinandersetzung mit Gehörtem und Gesehenem in der kleinen Gruppe. Zudem werden hier die längerfristigen Projekte besprochen und koordiniert.

Kurse. Sie sind offen auch für Fotografinnen und –fotografen, die einzelne Module zur Weiterbildung besuchen. Hier bringen ausgewiesene Berufsleute ihre Erfahrung und ihre Kompetenzen ein. Die Unterrichtsteile werden immer wieder durch Foto- und Verarbeitungstage unterbrochen. Es können auch Kurse aus der Diplomausbildung Journalismus gewählt werden. Es finden zudem  Meisterklassen von internationale Gastdozierende teils in englischer Sprache statt.

Volontariat. Alle Teilnehmenden absolvieren im letzten Quartal der Ausbildung ein 12-wöchiges Volontariat in einer Redaktion. Dieses vermittelt neben dem fotografischen Alltag einen Einblick in die Abläufe und Mechanismen. Geeignet sind grössere Tages- und Wochenzeitungen, Illustrierte, Magazine sowie Bildagenturen. Während den Praktika kann mit einem Honorar gerechnet werden.

Das Basis-Modul wird mit einer Qualifikation abgeschlossen. Zum Abschluss mit Diplom gehören zudem eine schriftliche Prüfung und eine Diplomarbeit. Die Studierenden belegen auch mit praktischen Arbeiten, dass sie die Lernziele erreicht haben. Die einzigartige und erfolgreiche Vernetzung der Ausbildung mit der Praxis wird nach wie vor stark gewichtet.

Dauer. Der Studienlehrgang dauert zwei Semester von April 2012 bis März 2013.

Anmeldeschluss ist der 9. Dezember 2011

Kosten. Auf Anfrage

 

Aufnahmeverfahren

Interessierte reichen folgendes für das Aufnahmeverfahren ein:

  • ein fotografisches Portfolio ein mit drei unterschiedlichen Bildserien, Essays, Porträtreihen oder Reportagen (ca. 7 Bilder pro Serie A4-Format. Laserprints in Farbe und/oder Schwarz/Weiss). Das Portfolio gibt Auskunft über visuelle Kompetenzen und fotografisches Können.
  • einen kurzen Lebenslauf mit Bild
  • Motivationsschreiben (1500 bis 2000 Zeichen): «Warum ich mich für den Studiengang RedaktionelleFotografie am MAZ bewerbe».
  • Kopien der wichtigsten Abschlusszeugnisse
  • Nach einer Vorselektion lädt die Studienleitung zur zweiten Aufnahmestufe, einem persönlichen Gespräch und einem schriftlichen Test ein. Themen sind: Motivation und Perspektiven, Kommunikationskompetenz und Fremdsprachenkenntnisse, sowie Allgemein- und Fotowissen.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.maz.ch

Die vollständigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte an:

MAZ – Die Schweizer Journalistenschule
Studiengang Redaktionelle Fotografie
z.H. Nathalie Bürgi
Murbacherstrasse 3
CH – 6003 Luzern
Tel. 041 226 33 33
nathalie.buergi [at] maz.ch

 

 

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