Markus Zitt, 27. Februar 2018, 02:15 Uhr

Sony α7 III (Alpha 7 III) mit stärkerem AF, Touchscreen, schnelleren Serien

Die spiegellosen Systemkameras mit Kleinbild-Vollformatsensor der «Alpha 7»- bzw. α7-Reihe erhalten einen weiteres Upgrade. Nachdem im vergangenen Herbst das hochauflösende Modell Alpha 7R III erschienen ist (siehe Meldung vom Oktober 2017) und dieses einige Verbesserungen aus dem ebenfalls relativ neuen Profimodell Alpha 9 (siehe Meldung vom April 2017) erhalten hatte, folgt nun das Standardmodell der A7-Reihe als Alpha 7 III (α7 III bzw. A7 III bzw. ILCE-7M3) mit denselben Verbesserungen, zu denen ein Touchscreen und ein Joystick gehören, die beide auch für die Wahl des AF-Punktes genutzt werden können.

Überhaupt wurde der Autofokus stark verbessert. Er ist schneller und präziser und mehr AF-Detektoren decken einen grösseren Bereich des Sucherbildes bzw. des bildrelevanten Sensorbereichs ab. Die Kamera kommt nun mit dem grösseren Akku (NP-FZ100) und zwei Kartenslots (2x Kombislots für SD und MemoryStick Duo, nur einer ist UHS-II fähig). Die Kamera schiesst nun Serienfotos mit 10 fps (ca 177 JPEGs in Folge). Bei der Videofunktion beschränkt sich Sony weiterhin auf UHD mit 3840 x 2160 px statt auch Cine 4K bzw. DCI 4K mit 4096 x 2160 zu bieten.

Neuste Kamera-Technik in kompaktem Format: Sony stellte die neue a7 III am Vortag der offiziellen Ankündigung an einem Event in London vor.

 

Wichtige Merkmale der Sony α7 III (Alpha 7 III)

  • Neu entwickelter Kleinbild- bzw. Vollformat-Sensor mit 24.2Mpx von Sony; rückwärtig belichteter «Exmor R CMOS»-Bildsensor mit weiter entwickkelter Bildverarbeitung
  • Grosser ISO-Wertebereich von 100 – 51200, der sich für Fotos nach unten auf ISO 50 und nach oben auf bis zu ISO 204800 erweitern lässt.
  • 15-Blenden Dynamikbereich ei bniedrigen ISO-Werten 
  • AF-System mit 693 Phasendetektions-AF-Punkten, die 93% der Bildausschnitt des Sensors umfassen, und mit 425 Kontrast-AF-Punkten sowie schneller und zuverlässiger Augen-AF
  • Serienfotos mit bis zu 10 Fotos pro Sekunde (fps) mit mechanischen Verschluss und  geräuschlosen Aufnahmen per elektronischem Verschluss  bei vollem Autofokus/Auto Exposure tracking
  • 5-Achsen-Bildstabilisierung im Gehäuse. (Im Kamerahehäuse ist wie schon bei der zweiten Generation ein beweglicher Sensor zur Bildstabilisierung  verbaut.) Er kompensiert Verwacklungen und erlaubt nun bis zu 5.0 Zeitstufen längere Verschlusszeiten.
  • 4K-UHD-Video (3840 x 2160 px)mit voller Pixelauslesung und ohne Pixel Binning über die volle Breite des Vollformatsensors (24 Mpx bzw. 6K auf 4K skaliert)
  • Die längste Akkulaufzeit aller spiegellosen Kameras (laut Sony) mit 710 Fotos pro Akku-Ladung (NP-FZ100-Akku wie in A9 und A7R, gleicher Batteriegriff wie zur A7R III)
  • Verbesserte Bedienbarkeit und Funktionalität, einschliesslich Joystick zur Auswahl von Fokuspunkten, Dual SD-Kartensteckplätze, SuperSpeed USB (USB 3.1 Gen 1) mit modernem USB-Typ-C-Anschluss und mehr

 

Der neuste Zuwachs in der Alpha 7 Familie von Sony ist ein echter Allrounder: Der rückwärtig belichtete «Exmor R CMOS»- Vollformatsensor mit 24,2 Megapixeln ist extra für die Kamera neu- und der Bildprozessor weiterentwickelt worden. Die A7 III deckt mit ISO 100 bis 51’200 einen extrem grossen Empfindlichkeitsbereich ab. Der Sensor hat mit 15 Blendenstufen einen hohen Dynamikumfang.

Das Autofokussystem kann sich mit den besten im Markt messen. Die 693 Phasen-Autofokus-Punkte decken gemeinsam mit 425 Kontrast-Autofokus-Punkten rund 93 Prozent der Sensoroberfläche ab. Der Autofokus greift auch mit Augenerkennung schnell und zuverlässig. Serienaufnahmen sind mit bis zu zehn Bildern pro Sekunde und mechanischem Verschluss möglich – auf Wunsch auch völlig geräuschlos bei kontinuierlicher Schärfenachführung. Dier5-Achsen-Bildstabilisator, hochauflösende 4K Videoaufnahmen und eine starke Akkulaufzeit von 710 Aufnahmen runden die Spezifikationen ab. Für mehr Freiheit bei der Bedienung sorgen der von der A7R III bekannte Joystick und auch die zwei SD-Kartenslots (einer UHS-II).

Der neigbare LCD der Alpha 7 III ist nun ein Touchscreen. Neu ist auch der Joystick rechts oben neben dem LCD.

 

Das Herzstück der A7 III ist der brandneue rückwärtig belichtete Exmor R CMOS Bildsensor mit 24,2 Megapixeln. Er ist lichtempfindlich, fängt dank seiner hohen Auflösung jedes Detail ein und glänzt mit einem besonders grossen Dynamikumfang von 15 Blendenstufen bei Fotos mit niedriger ISO. Letztlich ist es aber das Gesamtpaket, das bei der neuen a7 III überzeugt. Schliesslich kombiniert Sony den neuen Sensor mit einem schnellen und präzisen Autofokussystem mit einer Sensorabdeckung von 93 Prozent, einer Serienbildgeschwindigkeit von bis zu zehn Bildern pro Sekunde im «Hi+»- Modus, der Möglichkeit mechanisch oder geräuschlos auszulösen, diversen 4K-UHD-Videofunktionen (3840 x 2160 px) in Kombination mit SDHC/SDXC-Speicherkarten der Geschwindigkeitsklasse Class 10 und schneller.

Vollformat-Bildqualität

Der neu entwickelte rückwärtig belichtete «Exmor R CMOS»-Bildsensor mit 24,2 Megapixeln plus Front-End-LSI stehen für ultrahohe Bildqualität und Geschwindigkeit. Die Ausleseschnelligkeit des Bildsensors hat Sony effektiv verdoppelt. Dank aktualisiertem BIONZ X Prozessor steigt auch die Verarbeitungsgeschwindigkeit der Bilder im Vergleich zur α7 II um das 1,8-fache. Ein ISO Bereich von 100 – 51’200 (erweiterbar auf ISO 50 – 204’800 für Fotos), ein Dynamikumfang von 15 Blendenstufen und deutlich verbesserte Hauttöne und naturgetreuere Farben sprechen hier für sich. 14-Bit-RAW sind für die a7 III selbst bei geräuschlosen Serienaufnahmen kein Problem. Der 5-Achsen-Bildstabilisator gleicht bis zu 5,0 aus.

Deutlich mehr AF-Geschwindigkeit und Leistung

Die neue spiegellose α7 III Vollformatkamera verfügt über ein Autofokus-System, das mit dem der α7 II kaum mehr Gemeinsamkeiten hat. 4D-FOCUS ist hier das entscheidende Stichwort. Die 425 AF-Kontrast-Autofokus-Punkte der neuen Kamera werden ergänzt von 693 Phasen-Autofokus-Punkten, die die a7 III mit der α9 Kamera gemeinsam hat. Der Autofokus deckt so rund 93 Prozent des Bildes ab. Er erfasst und verfolgt selbst die schwierigsten Motive.

Weil Bilddaten schneller ausgelesen werden können, kann die a7 III nahezu doppelt so schnellix bei schwachem Licht fokussieren wie die a7 III. Auch die Geschwindigkeit, mit der sie Objekte verfolgen kann, hat sich verdoppelt.

Die bewährte Augenerkennung beherrscht die neue Kamera ebenfalls – und das sogar im AF-C-Modus. Sogar mit A-Mount-Objektiven via «LA-EA3»-Adapter ist die Funktion verfügbar. Per Joystick kann der Autofokuspunkt mit dem Daumen leicht und schnell an der richtigen Stelle platziert werden. Das hatten Fotografen mit der a9 und a7R III bereits zu schätzen gelernt.

Schneller Autofokus samt Steuerung per Touch ud joystick

Die neue α7 III ist in der Lage, bis zu zehn Bilder pro Sekunde bei voller Auflösung mit kontinuierlichem Autofokus auf die Speicherkarte zu bringen. Insgesamt reicht der Puffer für bis zu 177 Standard-JPEG-Bilder, 89 komprimierte RAW-Bilder oder 40 unkomprimierte RAW-Bilder. Der High Speed-Modus ist entweder mit mechanischem Verschluss oder auch absolut geräuschlos möglich. Selbst im Live-View-Modus sind Serienaufnahmen mit bis zu acht Bildern pro Sekunde mit minimaler Verzögerung im Sucher oder auf dem LC-Display möglich.

Für noch mehr Komfort können alle wichtigen Kamerafunktionen jederzeit angepasst werden – auch während Bildserien auf die Speicherkarte geschrieben werden. Dazu gehören der Zugriff auf die Menütasten «Fn» (Funktion) und «Menu» (Menü), die Bildwiedergabe und einige andere Parameter – einschliesslich der Bildbewertung und anderer Funktionen, die die Bildsortierung vor Ort erleichtern.

Darüber kann die a7 III bei Kunstlicht auf Wunsch die Frequenz der Beleuchtung automatisch erkennen und die Verschlusszeit so wählen, dass das Licht keine Auswirkungen auf das Bildergebnis hat. Dadurch werden Belichtungs- oder Farbabweichungen, die zuweilen am oberen und unteren Rand von Bildern mit kurzen Verschlusszeiten auftreten können, auf ein Minimum reduziert.

Videos in 4K-UHD

Die neue α7 III kann nicht nur Foto, sondern auch Video – und zwar in 4K-UHD (3840 x 2160 Pixel) über die gesamte Breite des Vollformat-Bildsensors. Im Videomodus liest die Kamera jedes einzelne Pixel aus – und zwar ohne Pixel-Binning. So erfasst sie die 2,4-fache Menge an Daten, die für 4K Filme erforderlich ist. So entstehen hochwertige 4K-UHD-Aufnahmen mit einer hohen  Tiefe und besonders vielen Details.

Für ambitionierte Filmer kann die a7 III mit dem HLG (Hybrid Log-Gamma) Bildprofil umgehen. So ist ein Instant-HDR-Workflow garantiert, mit dem auf mit HDR (HLG) kompatiblen Fernsehern schöne, realistische 4K-HDR-Bilder wiedergegeben werden können. S-Log2 und S-Log3 sind für die neue Kamera im Videomodus eine Selbstverständlichkeit – ebenso wie Zebra-Funktion und Gamma Display Assist. In Full HD kann sie mit 120 Bildern pro Sekunde und bis zu 100 Mbit/s zudem vier- und fünffache Zeitlupenaufnahmen aufzeichnen.

Verbesserungen bei Bauart, Design und Anpassungsmöglichkeiten

Viele Funktionen hat die neue a7 III von der a9 und der a7R III geerbt: Dazu gehören zwei Mediensteckplätze, einer davon für SD-Speicherkarten vom Typ UHS-II. JPEGs können auf die eine, Raw-Aufnahmen auf die andere gespeichert werden. Videos und Fotos lassen sich auf beiden Speicherkarten getrennt aufzeichnen. Aber auch die Datensicherung, bei der alle Daten doppelt – also auf beiden Karten – gespeichert werden, ist möglich. Mit neuem Akku glänzt die Kamera auch in punkto Laufzeit. Mit einem CIPA-Standard von bis zu 710 Aufnahmen mit aktivem Monitor beziehungsweise 610 Aufnahmen mit aktivem Sucher pro Ladung bietet sie die derzeit längste Akkulaufzeit aller spiegellosen Kameras. Der neue Akku NP-FZ100 der Z-Serie von Sony hat ungefähr die 2,2fache Kapazität des in der α7 II und llen A7-Modellen der ersten zwei Generationen verwendeten Akkus (  NP-FW50 der W-Serie).

Für noch mehr Übersichtlichkeit in den Menüs, lassen sich bis zu 30 Funktionen in neuen «My Menu» (Mein Menü) für den schnellen Zugriff abspeichern. Fotografen können ihre Bilder auch über einzelne Tasten direkt mit Sternbewertungen versehen, um gute Aufnahmen für die Nachbearbeitung noch schneller wiederzufinden. Zudem lassen sich die ersten drei Zeichen aller Fotodateien bearbeiten. Insgesamt verfügt die a7 III über 81 Funktionen, die elf frei belegbaren Tasten zugewiesen werden können. Wie es sich für ein Modell dieser Klasse gehört, ist die Kamera sowohl staub- als auch feuchtigkeitsresistent.

Die α7 III verfügt über einen hoch auflösenden, kontrastreichen, schnell betriebsbereiten XGA OLED Tru-Finder mit rund 2.3 Millionen Punkten für eine extrem präzise, lebensechte Detailwiedergabe. Die Anzeigeeinstellungen „Standard“ oder „High“ (Hoch) sind ebenfalls sowohl für den Sucher als auch für den Monitor verfügbar. Wer mag, kann Dateien nahtlos über Wi-Fi auf ein Smartphone, Tablet, einen Computer oder einen FTP-Server übertragen. Der SuperSpeed USB-Anschluss (USB 3.1 Gen 1) vom Typ USB Type-C sorgt auch mit Kabel für mehr Flexibilität bei der Stromversorgung und eine schnellere Bilddatenübertragung bei PC-Tethering-Aufnahmen.

Die α7 III wird ausserdem mit der neuen Software-Suite „Imaging Edge“ von Sony ausgeliefert, was die kreativen Möglichkeiten auf den gesamten Aufnahmeprozess erweitert – von der Vor- bis zur Nachbereitung. „Imaging Edge“ bietet drei PC-Anwendungen namens „Remote“, „Viewer“ und „Edit“, die kostenlos heruntergeladen werden können und Aufnahmen mit der Live-View-Fernbedienung und RAW-Entwicklung unterstützen. In der neuesten Version 1.1 funktioniert die Datenübertragung rund zehn Prozent schneller bei Remote-Aufnahmen vom PC (PC-Tethering-Aufnahme). Die Geschwindigkeit bei der RAW-Bildbearbeitung steigt um etwa 65 Prozent. Weitere Informationen gibt es auf der Supportseite für Imaging Edge.

Kompatibel mit der neuen Kamera sind übrigens unter anderem das BC-QZ1 Akkuladegerät und der mit der A7R III eingeführte VG-C3EM Vertikalgriff.

Preise und Verfügbarkeit

Die neuen Sony Alpha 7 III bzw. α7 III (ILCE-7M3) wird ab April 2018 erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) liegt vorraussichtlich bei ca 2600 Franken für das Gehäuse (body only) und bei 2900 Franken für das Kit aus A7 III und Standardzoom FE 28–70mm OSS (SEL2870)

Weitere Infos

Sony Alpha 7 III (ILCE-7M3) (Produktseite)

Sony Fotokameras (Übersicht)

Sony
Sony Europe Ltd, Weybridge
CH-8952 Schlieren

  

 

13 Kommentare zu “Sony α7 III (Alpha 7 III) mit stärkerem AF, Touchscreen, schnelleren Serien”

  1. Ich frage mich wieso man bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1998$ auf 2600 fr. kommt. Da ist der Schweizer Markt wohl ein bisschen über das Ziel hinausgeschossen. Bei diesem Preis werde ich meine Kamera im Ausland kaufen. Schade

    1. Preise sind wie Löhne. Sehr gerne Verdiene ich den Schweizer Lohn , und nicht den Ausländischen durchschnittslohn von 1500 Euro. Denke das ist darum.
      malo

      1. Theoretisch ist der Dollarpreis exkl. Mehrwertsteuer und der hier genannte Preis inkl.

        Allerdings ist seit letztem Jahr bei Sony Kameras der Preis (inkl. MwSt) ausserhalb der USA grundsätzlich bei etwa 125% des Dollarpreises (exkl. MwSt) angesetzt. Dabei ist es egal ob das Land über ein hohes Bruttosozialprodukt verfügt oder nicht.

      2. Ok alao nach dieser logik müssten die kameras ja in asien, wo sie produziert werden nur 1/4 kosten. Und warum sind z.B. fernseher günstiger. Werden sony kameras eigentlich in der schweiz produziert? Dachte immer die kommen aus thailand. Die älteren modelle bekommt man übrigens für den selben preis wie im ausland. Sorry aber das hat nichts mit dem schweizer lohn zutun. Das ist einfach nur dreist. 600fr. Mehr sind zeimlich fett und das lässt sich auch nicht mit den 8% mehrwertsteuer begründen.

      3. Die Kamera wird für schweizer Kunden ja nicht speziell in der „Sony Schweiz Fabrik“ hergestellt wo gut bezahlte schweizer Spezialisten arbeiten. Ob die Kamera jetzt in den USA oder der Schweiz verkauft wird – die Herstellkosten sind dieselbe.

        MWSt. kommt natürlich dazu, aber wie man von netto USD 1999 zu CHF 2599 kommt, obwohl der Franken 7% stärker ist als der USD, ist mir wirklich schleierhaft.

        Hersteller und Zwischenhändler wissen ganz genau dass der gute Schweizer die hohe Preise nicht nur still schluckt, sondern dazu noch zum absurden Schluss kommt, dass er den saftigen Aufschlag gerne bezahlt!

      4. Die Preisdifferenzen sind ja nichts neues, auch in anderen Branchen, ob bei Produkten oder Dienstleistungen. Bei Lebensmittel gibt’s ja sogar innerhalb der Schweiz regionale Unterschiede. Insofern sollte uns das nicht so sehr erstaunen. Und zu einem gewissen Teil (sicher nur teilweisen) lässt sich das auch mit den Löhnen und Kosten im Handel rechtfertigen.

        Unter dem Strich wird der Marktpreis sicher tiefer als 2600.- sein und die Preis-Leistung dieser Kamera ist damit immer noch stark, finde ich zumindest.

        Ich persönlich gebe gerne etwas mehr aus, wenn ich dann auch einen guten Ansprechpartner bei Fragen und Problemen habe. Das betrifft zwar nun nicht die Schweiz-Ausland-, sondern die Discounter-Fachhändler-Frage.

  2. Es ist eindrücklich, was Sony in die Kamera gepackt hat. Andere Hersteller hätten da offensichtlich mehr gebremst, um den teureren Modellen mehr als Alleinstellungsmerkmal zu lassen. Sony will ganz offensichtlich mehr Marktanteil erkämpfen. Und für uns als Kunde sind das natürlich tolle News.

    Für die zwei grossen dSLR Marken dürfte damit der Druck deutlich steigen, endlich ihre hochwertigeren, spiegellosen Kameras mit einem ernst zu nehmendem System drumherum auf den Markt zu bringen. Gleich diese Tage an der CP+ ist das wohl nicht mehr zu erwarten und die Zeit bis zur Photokina im Herbst könnte da schon gefährlich lang werden. Wenn dann immer noch nichts wirklich gutes kommt, dürfte es dann langsam richtig weh tun… Wird aus Canon und Nikon neu Sony und Fuji?

  3. Wie ist die Geschwindigkeit mit dem LA-EA3 adapter? bei den anderen Alphas (ausser 7Rii/7II). Ich gehe mal davon aus, dass dies hier sehr schnell geht da es ja die Nachfolgerin ist?

  4. Ich finde diese Preisduskussionen müssig.
    Ein Hersteller steigert die Leistungsfähigkeit eines Modells – und das kostet eben.
    Warum bei uns inder Schweiz mache Dinge teuer sind, ist geradezu eine politische Debatte.
    Aber mir scheint auch, dass hierzulande diese Modelle sehr gut verkauft werden und ich wette, dass man mald wieder vermehrt 7 II in den Occassions-Auslagen sehen wird 🙂

    Anwender verlangen Fortschritt, Hersteller bieten ihn. Weil alles so schnell gehen muss in diesem Kreislauf, fallen die Entwcklungskosten entsprechend hoch aus.
    Auch daran darf man mal bedenken, wenn man die (steigenden) Preise beklagt.

    Man sollte auch bedenken, dass ein Hersteller nicht nur von seinen Premium-Modellen lebt.
    Solche technische Fortschritte sind mit viel Kosten (Entwicklung usw) verbunden.
    Es fehlt den Herstellern an der einstigen Masse Kompaktkameras (Smartphone-Thematik). Es waren schon immer die Günstig-Modelle die den Herstellern Umsatz generierten.

    Ein Konkurrenz-Hersteller geht deswegen noch lange nicht ein, „nur“ weil ein anderer etwas Innovatives, ein technisches HighLight bietet.
    Olympus, Pentax(Ricoh) & besonders Fujifilm sagte man noch vor ein paar Jahren den „Tod“ voraus.
    Zu Zeiten der EOS 5 und D3, D700 usw, meinte noch so Mancher, es würde künftig bald nur noch diese beiden Hersteller geben.
    In der KameraIndustrie kam’s noch sehr oft anders als man dachte.

    In diesen beiden Punkten bin ich mit den anderen „Philippes'“ hier anderer Ansicht 🙂

    Was man Sony anmerkt, dass sie durchaus würdig mit dem „Minolta“Erbe umgehen. Einst wie diese, immer wieder sehr innovativ.
    Dass bereits wieder ein Nachfolge-Modell erscheint, zeigt auch den rasanten Fortschritt.

    Ob er dabei auch so eindeutig und deutlich ersichtlich ausfällt wie es der Hersteller blumig beschreibt, ist natürlich eine andere Geschichte.

    Was mich an der 7III am meisten wundert ist, dass sie nicht den „unterbrechungsfreien“ Sucher der 9 erhielt.

    Viele haben sich mittlerweile an den elektrischen/digitalen Sucher gewöhnt, aber dennoch hat er Steigerungspotenzial welche auch jenes Potenzial bieten würde, dass noch mehr auf diese „EVIL“/DSLM/CSC umsteigen.

    1. Es kommt oft anders… als man denkt. Das sehe ich schon auch so, die Zukunft wird’s zeigen.

      Aber der Druck auf die einen Hersteller ist damit sicher deutlich gewachsen. Mal schauen, wie’s kommt und was Nikon und Canon in diesem Photokina-Jahr lancieren. Von Canon zirkuliert ja seit kurz nach der CP+ schon eine Aussage, dass sie sich nun vermehrt auf Spiegellose konzentrieren wolle. Ich denke das Timing dieser Aussage darf man ebenfalls im Zusammenhang mit Sony’s Markt-Druck sehen (und dem anderer).

      Dass die a7III keinen unterbrechnungsfreien Sucher hat, gehört wohl in den Bereich der Modell-Differenzierung. Die a9 kostet mehr als das Doppelte, da darf sie schon ein paar Dinge für sich behalten. Und die a9 liest den Sensor deutlich schneller aus (Stacked-Sensor), was womöglich auch einen Einfluss auf die Datenpipeline zum Sucher hat.

      Die Preisdiskussion ist müssig, ja. Jeder will auf keinen Fall mehr bezahlen, aber doch mehr bekommen.
      Die Preis-Leistung der Kamera finde ich auf jeden Fall überzeugend und deine Ausführungen zum nicht mehr vorhandenen unteren Kompaktkamera-Segment stimmen absolut.

  5. @Philippe W : danke für diese differenzierte Antwort und offenbar haben wir nicht nur den Vornamen, sondern auch einige Ansichten gemein 🙂

    Nur das mit der „Konkurrenz“ sehe ich etwas anders. Der Markt funktioniert halt nicht zwingend nach dem Schema „derjenige Hersteller mit den besseren Kameras überlebt“.

    Bereits im Digitalzeitalter scheiterten Kyocera/Yashica mit der Contax N digital, Samsung trotz der in Fachkreisen gelobten NX1 und musste Minolta/KonicaMinolta die Kamerasparte an Sony verkaufen usw.
    Rollei, Sinar , Mamiya usw sind weitere Beispiele dafür, wie auch Premiumprodukte nur dann Erfolg haben können, wenn eine gewisse Eigendynamik funktioniert. Leitz/Leica (beinahe), Canon (einst beinahe), ZeissIkon, Konica (hatten auch MF) uvm

    Dafür konnte sich Panasonic und in kurzer Zeit auch Fujifilm erstaunlich stark positionieren, Olympus emporhieven und Sony macht wirklich einen tollen Job.
    Sigma mit den Foevon Sensoren scheint nur in der Nische zu dümpeln.
    Sigma, Pentax (K-01) und Samsung sind damit Beispiele, wie auch Spiegellos nicht zwingend funktionieren muss.
    Nikon hätte ja beinahe zwei sehr interessante 1“ Kompaktkameras auf den Markt gebracht, aber das schien offensichtlich aussichtslos und das ebenfalls spiegellose 1er System scheint auch kein Erfolg zu sein.

    Technische Innivation ist wichtig, sehr wichtig. Aber wenn sich keine gewisse Eigendynamik einstellt, bleibt dieser Erfolg aus.

    Ich wüsste nicht, was Nikon und Canon (oder auch Pentax/Ricoh) wesentlich an ihrem Lineup-Konzept ändern sollten.

    Offenbar – und das geht auch aus Ihrer Antwort hervor – wird von denen ein KB-DSLM/CSD System erwartet.
    Das würde aber auch wieder neue Objektivserien usw bedingen.

    Ich vermute mal, ein Hersteller muss bei der Lancierung eines neuen Systems auf einen Ersterfolg setzen können, damit das System Fortbestand hat.
    Da erinnere ich zB an Fujifilm dia nach Jahren Absenz eines eigenen Systems‘ mit der X100 den Markt geradezu erst mal abtasteten. Wer weiss, was heute wäre, nicht wäre, hätte dieses erste Modell keinen so grossen Erfolg gehabt.
    Ähnlich auch Sony mit ihrer ersten alpha 7er.
    Interessant bei denen ist, dass deren SLT-System mittlerweile eine Nische geworden ist und selbst die a99 kaum Beachtung fand, obschon sie technisch der 7er Reihe in nichts nachsteht.

    Woraus die Elemten der erwähnten Eigendynamik bestehen, können vermutlich nicht nal Marketingstrategen vollumfänglich erfassen. Denke aber, dass in Fachkreisen genäuere Kenntnisse vorhanden sind und darum in der Praxis auch einiges an Unvorhersehbaren zählt.

  6. Hallo
    Also diese Kamera interessiert mich sehr.
    Nur habe ich irgendwo gelesen, dass sich keine Apps installieren lassen werden.
    Kann das jemand genau erläutern?
    Ich würde die Kamera eben gerne vom Handy aus auslösen können, Parameter setzen und vorallem Bilder einfach übertragen, am liebsten gleich in meine Cloud. Gibt es dafür eine Möglichkeit?

    1. Bei den früheren Modellen liessen sich die Kamerafunktionen durch spezifische Kamera-Apps erweitern, von denen einige gratis und andere kostenpflichtig waren. Vermutlich wegen geringer Nachfrage, besteht diese Möglichkeit nicht mehr.
      Das hat aber nichts mit externer Software für Computer sowie für Smartphones und Tablets zu tun, die auf die Kamera zugreifen und z.B. sie fernsteuern (Aufnahmeparamater einstellen und Auslösen) können. Dies ist also immer noch möglich.

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