Markus Zitt, 31. Dezember 2015, 09:00 Uhr

Rückblick auf die interessantesten Kameras des Jahres 2015

Zum bevorstehenden Jahresende resümieren wir die herausragenden Kameraneuheiten der vergangenen Monate. Bald folgt ein Ausblick auf 2016 mit bereits vorangekündigten sowie möglichen bzw. zu erwartenden Neuheiten.

[Hinweis: Hier lesen Sie unseren Rückblick auf die Kameraneuheiten 2015. Ergänzend  haben wir einen Ausblick auf die Kameraneuheiten 2016 als separaten Artikel sowie eine Übersicht über die Trends bei der Kameratechnik publiziert.]

Rückblickend bot das Jahr 2015 eher wenige Fotoneuheiten und auch kaum grössere Innovationen, konnte aber dennoch ein paar Highlights verzeichnen, die im weiteren Artikelverlauf gelistet und zu den jeweiligen News-Meldungen verlinkt wurden. Bei der Ausstattung der Kameras und ihren integrierten Funktionen setzen sich die bereits vor Jahren begonnenen Trends weiter fort. Dazu gehört integriertes Wi-Fi in der Mehrheit der Kameras, aber auch hochauflösendes Video in 4K/UHD.

Trendsetter und ihre Highlights

Hersteller mit einer breiten Palette an fortschrittlichsten Kameras war im vergangenen Jahr erneut Sony. Allerdings konzentrierten sich die Japaner überwiegend auf verbesserte Neuauflagen ihrer Erfolgsprodukte und stockten bei den Neuheiten die Preise ordentlich auf, während die Vorgängermodelle als günstige Alternativen weiter angeboten werden.

Sony RX10M2 A7RM2 und RX100M (vlnr)4Starkes, vielseitiges Sortiment: Einige aktualisierte Sony-Kameras von 2015 (vlnr.: RX10M2, A7RM2 und RX100M), die allesamt in ihrer Klasse zu den stärksten und fortschrittlichsten gehören.

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Zu den attraktivsten Neuheiten gehören die Neuauflagen aller drei CSCs der «Alpha 7»-Reihe (A7, A7R und A7S). Bei den DSLRs wurde mit der Alpha 68 dagegen lediglich ein Einsteigermodell für 2016 angekündigt. Weitere Sony-Highlights waren die Kompaktkameras RX100 IV (1“-Sensor) und RX1R II (42 Mpx KB-Sensor) sowie die Bridge-Kamera RX10 II.

Ebenfalls zu den Trendsettern darf 2015  die traditionsreiche Leica gezählt werden, die mit Innovationen wie der edlen Kompaktkamera Leica Q und der leistungsstarken CSC Leica SL überraschte. Beide Kameras sind jeweils u.a. mit KB-Sensor, Wi-Fi, Touchscreen und hochauflösendem elektronischen Sucher modernst ausgestattet. Ebenfalls sehr fortschrittlich für eine Mittelformatkamera ist die Leica S Typ 007 als jüngstes Modell dieser Reihe von Leica.

Leica SL mit zwei L Objektiven

Nicht unbedingt innovativ, aber im Markt einzigartig, sind die Kameras der M-Reihe. Diese Palette wurde mit zwei Modellen aktualisiert bzw. erweitert. Eine ist die Schwarzweisskamera M Monochrom Typ 246, die andere die abgespeckte M Typ 262.

Auch Canon hat dieses Jahr eine umfangreiche Palette mit vielen verschiedenen und leistungsstarken Kameras heraus gebracht. Nach drei Jahren mit wenigen und eher mässig innovativen Produkten scheint Canon aus dem Dornröschenschlaf erwacht zu sein. Das zeigen die Ankündigungen von hochauflösenden Sensoren  (siehe kommenden Artikel über Techniktrends), die Einführung der 50Mpx-DSLR EOS 5DS, diverse Objektivneuheiten und auch manche Proficamcorder wie etwa dem besonders hochempfindlichen ME20F-SH Systemcamcorder, der ISO 4 Millionen erreicht, und der neuen C300 Mark II.

Canon EOS 5Ds Front Back

Die besonders hochauflösende DSLR EOS 5DS und die 5DS R als Variante ohne Tiefpassfilter sind zwar nicht innovativ, aber als Pixel-Rekordhalter ein Highlight und für einige Canon-Fotografen eine Antwort auf deren Gebete. Bei den CSCs hat Canon dieses Jahr gleich zwei Modelle (EOS M3 und M10) eingeführt, aber mit Herz scheint Canon nicht dabei zu sein.
Mehr Mühe gibt sich Canon bei den hochwertigen Kompaktkameras und hat mehrere sehr unterschiedliche, attraktive Modelle der «PowerShot G X»-Serie (mit 1“-Sensoren) lanciert.

Mittelformatsysteme

Nach einem für Fans des digitalen Mittelformatfans interessanten Jahr 2014 mit vielen Neuheiten, die grösstenteils der Einführung von CMOS-Bildsensoren in Mittelformatsystem zu verdanken sind, war 2015 ein etwas ruhigeres Jahr, in dem aber die wenigen Neuheiten überzeugten. (Nachdem vorher ausschliesslich CCD-Sensoren verbaut wurden, sind mit den seit 2014 verbauten CMOS-Sensoren nun Live-View und Videoaufnahmen sowie höhere ISO-Werte möglich. Dies hat das Einsatzspektrum von Mittelformatkameras extrem erweitert.)

Leica S (Typ 007): Die Spiegelreflexkamera, die kaum grösser als eine Canon EOS 1 oder Nikon D4s ist, war an der Photokina 2014 ohne Spezifikationen vorangekündigt worden und wurde schliesslich im Sommer 2015 eingeführt. Sie verfügt über ein schnelleres Nachführ-Autofokussystem, schiesst jetzt 3,5 Bilder pro Sekunde sowie Video in Full-HD und 4K/UHD. Sie ist nach der Pentax 645Z von 2014 die zweite MF-Kamera mit Videofähigkeiten und die erste mit 4K/UHD-Auflösung.

Leica S slantAuch die Leica hat – wie andere MF-Systeme im Vorjahr – nun einen CMOS-Sensor erhalten, der sich aber in Grösse und Auflösung von dem bei den anderen MF-Marken verbauten Sony-Mittelformatsensor unterscheidet. Der Sensor in der Leica S entspricht mit 30 x 45 mm mit einer Auflösung von 37,5 Megapixeln den bisherigen Sensoren der S-Reihe.

Phase One XF Kamerabody: Bislang basierten die Kameragehäuse der Dänen auf dem Body der Mamiya 645AF. Nun wurde ein komplett neues Gehäuse mit modernem AF und erweiterter Kommunikation zwischen Kamera und Rückteilen und Objektiven entwickelt.

PhaseOne XF-Kamera

Das neue Kameragehäuse lässt sich leicht per Firmware upgraden und so mit neuen Funktionen erweitern. Verbessert wurde der Autofokus, der nun zudem einen Modus für hyperfokalen AF bietet. Dabei wird die Distanz gemessen und dann passend zur verwendeten Brennweite und der eingestellten Blende die Distanzeinstellung für eine maximale Schärfentiefe verschoben. Neu sind individuell belegbare Bedienelemente und ein Infodisplay auf der Oberseite, dessen angezeigter Inhalt angepasst werden kann. Gegenüber den bisherigen Phase One Kameragehäusen, die auf der Mamiya 645AF basierten, kann der Sucher ausgewechselt werden. Anstelle des neuen 90Grad-Prismensuchers kann ein optionaler Lichtschacht genutzt werden. Schade ist allerdings, dass es keine Rückteile für klassischen Fotofilm  zur XF gibt – während an der H5-Reihe von Hasselblad wieder Filmmagazine genutzt werden können.

Phase One IQ3-Digibacks: Auch die bestehenden Rückteile wurden 2015 aktualisiert und lösen die IQ2-Modelle ab. Die IQ1-Backs bleiben als preiswerte Alternative im Angebot. Die IQ3 und die alten IQ1 werden einzeln sowie im Kit mit dem XF-Body angeboten. Die Backs gibt es weiterhin in den Varianten mit 50 Mpx (CMOS), 60 Mpx (CCD) und 80 Mpx (CCD). (Nachtrag vom 3.1.2016: Zum Jahresauftakt wurde ein weiteres Back mit 100 Mpx CMOS angekündigt.)

Phase One IQ3 backsDie IQ3-Backs entsprechen weitgehend ihren IQ2-Vorgängern mit Touchscreen und Wi-Fi, wurden aber im Hinblick auf den neuen XF-Body optimiert und beherrschen nun alle drei Langzeitbelichtungen bis 60 Minuten.

 

Spiegelreflexkameras

Bei den DSLRs waren die Neuheiten dünn gesät, zumal es ja ohnehin nicht mehr viele Hersteller gibt. Die wenigen Neuheiten hatten zudem punkto Funktionsumfang und Ausstattung wenig Neues bieten. Das DSLR-Highlight in 2015 war die Canon EOS 5DS, die zwar weder besonders fortschrittlich und schon gar nicht innovativ ausgestattet ist, aber die Auflösung auf ein neues Level hob.

Canon EOS 5DS und 5DS R: Die professionelle DSLR bricht alle Auflösungsrekorde im KB-Format, wo seit Jahren 20 bis 24 Mpx üblich sind, und nur wenige (Nikon D800-Serie und Sony A7R mit 36 Mpx sowie Sony A7R II mit 42 Mpx) eine überdurchschnittliche Auflösung bereitstellen. Die EOS 5DS und ihre identische Variante ohne schärfemindernden Tiefpassfilter 5DS R sind eine sehr spät eingelöste Bringschuld von Canon an ihre Kunden, die (zu) lange auf eine hoch auflösende Kamera warten mussten.

Canon EOS5DS
Die 5DS basiert weitgehend auf der Canon EOS 5D Mark III vom Frühling 2012 und kommt im identischen Gehäuse und fast unverändertem, somit auch nicht topaktuellem Funktionsumfang. Sie verzichtet beispielsweise auf zeitgemässes Wi-Fi, den neigbaren LCD und die Videobildraten 50 p/60 p. All dies spielt aber für die anvisierte Benutzergruppe auch keine allzu grosse Rolle.
Die 5DS trumpft eigentlich nur durch ihre massive Auflösung von 50 Mpx auf, die zwar nur wenige Profi- und Hobbyfotografen wirklich brauchen, aber dennoch viele begehren.

 

Weitere DSLR-Neuheiten

Canon EOS 750D und 760D: Diese beiden Einsteigermodelle kommen mit weitgehend identischen technischen Daten daher, wobei die 760D gegenüber der 750D mehr Einstellmöglichkeiten bietet.

Nikon D7200: Sie ist das schnelle Topmodell unter den Nikon-DSLRs mit Sensor im APS-C- bzw. DX-Format, wie dies bei Nikon heisst. Sie richtet sich an versierte Hobbyfotografen,

Nikon D5500: Das Einsteigermodell mit 24 Mpx-Sensor im APS-C- bzw. DX-Format kommt mit ausklapp- und drehbarem Monitor und Wi-Fi, verzichtet aber gegenüber ihrer Vorgängerin auf internes GPS.

Pentax K3 II: Sie dürfte wohl das letzte DSLR-Topmodell von Ricoh mit APS-C-Sensor (24 Mpx) sein, denn bereits seit einiger Zeit hat Ricoh eine Pentax KB-Vollformat-DSLR vorangekündigt. Wie bei den Pentax-DSLRs üblich ist die K3 II eine richtig robuste, wetterfeste Kamera. Dank Pixel-Verschiebung erzielt sie bei statischen Motiven eine höhere Bildqualität ohne übliche Artefakte und Schärfeminderung als Folge der Farbinterpolation.

Sony Alpha 68: Nach längerer Zeit wurde von Sony wieder eine DSLR angekündigt – allerdings erst für 2016. Wie bisher bleibt es bei der SLT-Bauweise mit einem feststehendem, teiltransparentem Spiegel anstelle eines beweglichen. Der 24 Mpx-Sensor im APS-C-Format ist für die Bildstabilisierung beweglich.

Spiegellose kompakte Systemkameras

Bei den CSCs (Compact System Camera) – auch DSLMs (Digital Single Lens Mirrorless) genannten – spiegellosen kompakten Systemkameras hat sich am meisten getan, was fortschrittliche Neuheiten anbelangt. Hier dominieren die Unterhaltungselektronikfirmen Sony gefolgt von Panasonic und auch Samsung. Letztere hat mit der im Herbst 2014 vorgestellten NX1 die leistungsstärkste und fortschrittlichste Kamera dieses Typs im Markt. (Allerdings hat Samsung in 2015 Jahr ihr Engagement in der Fotosparte gebremst.) Von den klassischen Fotofirmen spielt bislang nur Olympus bei CSCs eine bedeutende Rolle. Dies erstaunt nicht, denn Olympus und Panasonic haben gemeinsam die ersten Kamerasysteme dieses Typs angekündigt und herausgebracht. Streng genommen sind spiegellose Systemkameras jedoch nichts Neues, denn die gab es schon als analoge und digitale Messsucherkameras.

Sony Alpha 7 Reihe: Die ausgesprochen kompakten Vollformatkameras haben viele versierte Fotografen angesprochen. Die neuen Mark II-Versionen, die dieses Jahr im Abstand von wenigen Monaten nacheinander auf den Markt kamen, stecken in einem grösseren, ergonomischeren Gehäuse und erhielten einen sensorbasierten 5-Achsen-Bildstabilisator. Dazu gab es Verbesserungen beim Tempo und beim AF sowie der Videofunktion.

Sony a7R II

Sony Alpha 7 II: Mit ihrem 24Mpx im KB-Vollformat entspricht das günstigste Modell der IIer-Reihe bis auf die oben erwähnten Änderungen hinsichtlich der Technik noch sehr stark dem Vorgängermodell. Die Kamera wurde Ende 2014 vorgestellt und war ab Februar 2015 erhältlich.

Sony Alpha 7R II: Mit 42Mpx im KB-Vollformat hat dieses IIer-Modell als einziges einen neuen Sensor erhalten und markiert derzeit – zusammen mit der Ende 2014 eingeführten Samsung NX1 – die Spitze unter allen CSCs.

Sony Alpha 7S II: Mit weiterhin mageren 12Mpx im KB-Vollformat ist dieses lichtepfindliche Modell mit Empfindlichkeiten bis ISO 409’600 – wie schon ihr Vorgängermodell – für Fotografen gedacht, die gerne «Available Light»-Motive von Hand fotografieren. Die Rauscharmut macht sie auch für Videofilmer besonders attraktiv. (Das Vorgängermodell bot als eine von wenigen Kameras UHD-Videoaufzeichnung, doch  2015 sind UHD- und 4K-Auflösung bereits in mehreren Kameras zu finden.)

 

Leica SL: Sie ist mit 24Mpx im KB-Vollformatsensor, Wi-Fi, Touchscreen und hochauflösendem elektronischen Sucher ausgestattet. Sie wirkt robust und sehr wertig, ist allerdings relativ gross und schwer. Das SL steht für «SpiegelLos», könnte man aber auch als «S light» interpretieren. Die Kamera ist der Start des neuen L-Systems und kompatibel zum T-System, das im Frühling 2014 mit dem ersten T-Modell lanciert wurde.

Leica SL without lensDie spiegellose Systemkamera brilliert mit 11 Serienbildern pro Sekunde, Langzeitaufnahmen bis 30 Minuten und modernen Videofunktionen (4K/UHD/1080).

Olympus OM-D E-M5 II: In der OM-D-Reihe bietet Olympus modernst ausgestattete, fortschrittliche Kameras, mit allem was angesagt ist. Dazu gehören Wi-Fi, elektronische  5-Achsen-Bildstabilisator und vieles mehr. Ausserdem hat Olympus interessante neue Funktionen reingepackt.

Olympus OM-D E-M5_Mark II wechsel_500 Um eine höhere Ausgabeauflösung zu erzielen, nutzt die CSC mit ihrem 16 Mpx-Sensor  eine Multishot-Technik bei statischen Motiven, bei der vier Teilaufnahmen zu einem Bild zusammen gefügt werden und Mpx-Sensor so einen 40-Mpx-Output. Zwischen den Teilaufnahmen wird dazu der Sensor um einen halben Pixelschritt verschoben. Diese Technik kennt man beispielsweise von Hasselblad H5D-200c MS, die wie ihre CCD-Vorgängerin mit ihrem 50 Mpx-CMOS-Sensor einen 200-Mpx-Output liefert.

Interessant ist auch, dass die Olympus nach neustem Firmware-Upgrade nun internes Focus Stacking beherrscht. Bei dieser Multi-Shot-Technik wird eine Bildserie mit unterschiedlicher Fokussierung geschossen und die Aufnahmen dann zu einem Bild mit extrem grosser Schärfentiefe verschmolzen. Bislang  mussten solche Bilder mittels Software (Helicon Focus Pro oder Franzis FOCUS projects professional) erzeugt werden.

Panasonic Lumix GX8: Die Kamera mit Sensor im FourThirds-Format ist als erste Micro-FourThirds-Kamera mit einem 20-Megapixel-Sensor ausgestattet. Weiter verbindet sie die Bildstabilisierung per Sensor-Shift in der Kamera und dem OIS im Objektiv zum Dual-I.S. Bildstabilisator.

Panasonic LUMIX GX8_schwarz_backInnovativ ist die 4K-Fotofunktion, die eine nachträgliche Wahl der Schärfeebene aus schnellen Aufnahmeserien erlaubt (siehe Meldung), wobei diese Fotos auflösungsmässig auf 8 Mpx (gemäss UHD-Videoauflösung) beschränkt sind. Die 4K-Fotofunktion ist auch bei anderen Kameras von Panasonic vorhanden und kann nun auch fürs Fokus Stacking mit der Software Helicon Focus verwendet werden (siehe Meldung).

Weitere CSCs

Canon EOS M3: Die handliche CSC ist mit einem neuen 24 Mpx-Sensor ausgestattet, dessen ISO-Bereich von 100 bis 12‘800 reicht. Die Kamera liegt dank Griffwulst gut in der Hand und die Bedienelemente sind gut erreichbar, ebenso die für eine DSLR typischen Tasten und Wahlräder. Mit dem neuen Hybrid-AF soll laut Canon gegenüber dem Vormodell EOS M um das 6,1fache schneller scharf stellen.

Canon EOS M10: Die M10 verspricht  scharfe Bilder dank einem schnellen Hybrid-AF und dem 18-Mpx-Bildsensor und ist ein einfaches, zeitgemässes Einsteigermodell.

Fujifilm X-T10: Sie ist eine abgespeckte, günstige Variante der X-T1 und verzichtet auf einige Features. Sie richtet sich an ambitionierte Fotografen, die durch mechanische Einstellräder und individuell belegbare Funktionstasten eine manuelle Bedienung wünschen, aber auch die Vollautomatik schätzen.

Leica M Monochrom Typ 246: Aussergewöhnlich im Kameramarkt ist die Messsucherkamera Leica M Monochrom Typ 246 mit 24Mpx im KB-Vollformatsensor, weil sie wie ihre Vorgängerin als Schwarzweisskamera nur Graustufenfotos – und nun auch Filme – schiesst.

Leica M Typ 262: Diese Messsucherkamera ist wie die M (Typ 240) mit einem CMOS-Sensor mit 24Mpx im KB-Vollformat ausgestattet, aber ausschliesslich auf die Messsucherfotografie konzipiert. Sie verzichtet daher auf Video sowie auf Live-View auf dem rückseitigen Monitor oder in einem optionalen, aufsteckbaren elektronischen Sucher.

Nikon 1 J5: 20Mpx-Sensor im 1″-Format. Die Kamera glänzt durch hohes Serienbildtempo (20 fps) und Ultra-HD/4K-Filmaufnahmen (15 fps) sowie durch eine moderne Ausstattung mit neigbarem Touchscreen und Bordfunk (Wi-Fi/NFC).

Olympus OM-D E-M10 II: Sie ist das günstige Modell der OM-D-Reihe mit 16Mpx-Sensoren im FourThirds-Format. Sie ist aber ebenso fortschrittlich ausgestattet wie ihre grössere Schwester E-M5 II.

Panasonic Lumix GF7: Mit einem 16 Mpx-Sensor im FourThirds-Format ausgestattet soll sie kreative Freiheiten wie bei einer grossen DSLR bieten und durch ihr Styling auffallen. Sie bietet die gegenwärtig typische Ausstattung mit Wi-Fi und Selfie-tauglichem Touchscreen.

Panasonic Lumix G70 : Die Kamera mit 16 Mpx-Sensor im FourThirds-Format heisst je nach Land auch G7 und bietet einen modernen Funktionsumfang mit Wi-Fi, UHD-Video, ausklapp- und drehbarem Bildschirm.

Panasonic Lumix GH4R: Das Topmodell im Sortiment von Panasonic ist die GH4 mit 16Mpx-Sensor im FourThirds-Format. Die in 2015 vorgestellte GH4R ist eine leicht modifizierte, etwas teurere Variante der GH4 von 2014 und erlaubt zeitlich unbegrenzte Filmaufnahmen. Zudem bietet sie V-Log L als Videobildstil für mehr Spielraum in der Nachbearbeitung.

Samsung NX500: Sie ist eine abgespeckte, günstige Variante der Samsung NX1 und ebenso mit  28 Mpx-Sensor im APS-C-Format und 4K/UHD-Videofunktion (allerdings mit Sensorcrop) ausgestattet. Im dem vertrauten Gehäuse der 100er-Reihe verzichtet sie auf den elektronischen Sucher und ist nicht ganz so leistungsstark und schnell. Sie war 2015 die einzige Fotoneuheit von Samsung.

 

Kompaktkameras

Sony RX1R II: Sie ist mit einem 42Mpx-Sensor im KB-Vollformat und lichtstarker 2,0/35 mm Festbrennweite ausgestattet. Zudem besitzt sie einen neuen High-Speed-Autofokus, einen ausfahrenden Sucher und den ersten variablen optischen Tiefpassfilter, der eine der wenigen echten Innovationen darstellt.

Sony RX1 II slant Viewer

Der Filtereffekt variiert je nach angelegter Spannung in den Filterschichten aus Flüssigkristall, die sich vor dem Sensor befinden. Eine ähnliche Technik nutzt Sony ebenfalls für den variablen Graufilter in ihrem neuen Profi-Camcorder PXW-FS5.

Leica Q: Die Kompaktkamera mit 24Mpx im KB-Vollformat, lichtstarkem 28mm und attraktivem elektronischen Sucher gehört zu den Edelkompakten. Sie fühlt sich extrem robust und wertig an. Auch vermittelt sie das Gefühl eine Leica M in Händen zu halten.

Leica Q Front

Sony RX100 IV: Sie ist eine der kleinsten, aber auch stärksten Kompaktkameras und bereits in der vierten Generation auch eines der erfolgreichsten Modelle mit 20Mpx-Sensor des 1.0-Zoll-Typs. Die im Jahresturnus verbesserte  RX100 wurde als IV-Modell gegenüber der IIIer von 2014 deutlich beschleunigt und schafft nun schnelle Bildserien. Ausserdem kann die Kleine UHD-Videos filmen.

Sony DSC-RX100 IV rechts

Canon PowerShot G5 X: Die recht kleine Kompaktkamera mit 1-Zoll-Sensor, elektronischem Sucher und 24–100 mm sieht wie eine Mini-DSLR aus und bietet ein ähnliches Handling.

Canon PowerShot G5 X front

 

Bridgekameras

Der Kameratyp, der einst als Zwischenstück zwischen Kompakt- und (D)SLR-Kamera konzipiert worden war, sieht nicht nur so aus wie eine DSLR, sondern ist oft auch so gross. Typisch sind das grosse, dominierende Superzoomobjektiv und der elektronische Sucher. Die verbauten Sucher überzeugen heute meist – aber nicht immer –  mit hoher Auflösung und hoher Qualität.
Das typische Superzoom zeichnet sich durch einen extrem grossen Brennweitenbereich aus, der seinesgleichen vergebens sucht. Einige Kameras beschränken sich beim Zoombereich auf ein «gemässigtes» Superzoom, bieten dafür aber eine hohe, durchgängige Lichtstärke von 1:2,8.

Nikon Coolpix P900: Die Kamera verfügt über einen Sensor im 1″-Format und ein 24-2000 mm-Zoom(entsprechend KB), das mit Extender-Vorsatzlinse auf 4000mm erweitert werden kann. Sie ist mit Wi-Fi, GPS und 1080/60p-Videofunktion modernst ausgestattet.

Nikon Coolpix P900 frontal seitliche LCD

Panasonic Lumix FZ-300: Sensor im 1″-Format und lichtstarkem 24x-Zoom, Spritzwasserschutz und Wi-Fi. Das 25-600mm-Objektiv bietet eine durchgängige Lichtstärke von 1:2,8 und neben UHD-Video auch eine interessante 4K-Fotofunktion samt nachträglicher Fokussierung.

Panasonic Lumix FZ300 slant_LCD offen

Sony RX10 II: 20 Mpx Sensor im 1″-Format. Die Cyber-shot RX10 II (DSC-RX10M2) hat ein lichtstarkes 24-200mm-Zoom mit durchgängig hoher Lichtstärke von 1:2,8. Eine neue Sensorbauweise samt eigenem Speicher ermöglicht schnelle Serienbilder mit bis zu 14 fps und Superzeitlupe. Die neue RX10 II filmt nun auch in vierfacher Full-HD-Auflösung bzw. UHD.

Sony DSC-RX10M2

 

Markus Zitt

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